Pallade Veneta - Jacobsen: Wenn Deutschland uns einmal schlagen will, dann heute

Jacobsen: Wenn Deutschland uns einmal schlagen will, dann heute


Jacobsen: Wenn Deutschland uns einmal schlagen will, dann heute
Jacobsen: Wenn Deutschland uns einmal schlagen will, dann heute / Foto: Bo Amstrup - IMAGO/SID

Dänemarks Handball-Nationaltrainer Nikolaj Jacobsen erwartet ein hart umkämpftes EM-Endspiel gegen Deutschland – und sieht sein Team trotz der Favoritenrolle unter Druck. Angesichts zahlreicher verletzter Kreisläufer machte der frühere Bundesliga-Trainer der DHB-Auswahl sogar Mut. "Sie bekommen keine bessere Chance", sagte Jacobsen vor dem Finale am Sonntag (18.00 Uhr/ZDF) in Herning. "Wenn wir bei den Deutschen fünf Kreisläufer wegnehmen würden, hätten sie auch einige Herausforderungen. Wenn sie uns einmal schlagen wollen, dann sollten sie versuchen, das am Sonntag zu tun."

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Der Weltmeister und Olympiasieger muss im Endspiel auf gleich mehrere Spieler am Kreis verzichten. Während des Turniers fielen bereits Lukas Jörgensen und Emil Bergholt aus, Andreas Magaard und Frederik Ladefoged aus dem erweiterten Kader sind nicht einsatzbereit. Im EM-Halbfinale gegen Island (31:28) fiel dann auch noch Simon Hald mit einem Gesichtstreffer aus. Am Samstag befand sich der ehemalige Flensburger noch im Krankenhaus, sein Einsatz ist fraglich.

"Wenn fünf Kreisläufer fehlen, dann glaube ich, dass ich das nicht so genießen kann", sagte Jacobsen. "Ich wäre natürlich mit einem anderen Bauchgefühl reingegangen, wenn wir nicht so viele Verletzungen hätten."

Trotz aller Anspannung will Jacobsen seinen Spielern Leichtigkeit mitgeben, gegen Deutschland hat sein Team seit zehn Jahren kein Pflichtspiel mehr verloren. "Der Druck ist nur positiv", sagte der ehemalige Meistertrainer der Rhein-Neckar Löwen. "Diese Jungs müssen nichts beweisen, sie haben ja fast alles gewonnen und sollen eigentlich nur Spaß haben. Das ist das Wichtige. Darum hat man doch angefangen, Handball zu spielen."

Dänemark, das bei den vier (!) vergangenen Weltmeisterschaften den Thron bestieg und auch bei den Olympischen Sommerspielen 2016 und 2024 nicht zu stoppen war, kämpft um sein lang ersehntes erstes EM-Gold seit 2012. An Herning als Finalstandort haben die Skandinavier allerdings keine guten Erinnerungen. Im Mekka des dänischen Handballs setzte es bei der EM 2014 im Endspiel eine 32:41-Klatsche gegen Frankreich.

U.Paccione--PV

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