Pallade Veneta - Schenderlein zu WM-Boykott: "Das unterstützen wir nicht"

Schenderlein zu WM-Boykott: "Das unterstützen wir nicht"


Schenderlein zu WM-Boykott: "Das unterstützen wir nicht"
Schenderlein zu WM-Boykott: "Das unterstützen wir nicht" / Foto: JOHN MACDOUGALL - SID

In der Debatte um einen möglichen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft (11. Juni bis 19. Juli) hat sich nun auch die Bundesregierung klar gegen eine solche Lösung ausgesprochen. "Wir haben uns innerhalb der Bundesregierung verständigt, und wenn es um einen Boykott geht, sagen wir: Das unterstützen wir nicht", sagte Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, der Süddeutschen Zeitung.

Textgröße ändern:

Die Haltung der Bundesregierung sei, dass der Sport nicht für die Gestaltung außenpolitischer Beziehungen wie zu den USA instrumentalisiert werden dürfe. "Darüber hinaus findet die kommende WM ja auch nicht nur in den USA statt, sondern auch in Kanada und Mexiko", sagte die CDU-Politikerin, ein möglicher Boykott würde damit nicht allein die Vereinigten Staaten treffen.

Auch der Blick auf die WM 2022 in Katar, als die Menschenrechtslage im Land die Politik und den Sport im Vorfeld des Turniers beschäftigt hatte, spiele eine Rolle bei der Bewertung. Die damalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser hatte in Katar mit gut sichtbarer "One Love"-Binde auf der Tribüne gesessen, die deutsche Mannschaft hielt sich vor ihrem ersten Spiel auf dem Platz demonstrativ den Mund zu. "Das war keine gute Situation, die da entstanden ist", meinte Schenderlein.

Zuletzt hatte sich bereits das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) klar gegen einen WM-Boykott positioniert. Ein Fernbleiben sei "derzeit kein Thema", schrieb der Verband nach einer Sitzung am vergangenen Freitag. "Wir glauben an die verbindende Kraft des Sports und an die weltweite Wirkung, die eine Fußball-Weltmeisterschaft entfalten kann. Unser Ziel ist es, diese positive Kraft zu stärken - nicht sie zu verhindern", hieß es.

Die aggressive Politik von US-Präsident Donald Trump unter anderem mit Blick auf Grönland und auch die Eskalation bei den Einsätzen der Einwanderungsbehörde ICE nährten in den vergangenen Wochen die Debatte. Auch aus den Reihen der Politik gab es erste Stimmen, die einen Boykott ins Spiel brachten.

G.Riotto--PV

Empfohlen

Füchse Berlin müssen erneut auf Lichtlein verzichten

Handball-Bundesligist Füchse Berlin muss erneut längerfristig auf Spielmacher Nils Lichtlein verzichten. Wie der Klub am Dienstag mitteilte, hat sich der 24 Jahre alte deutsche Nationalspieler an der linken Schulter verletzt. Eine Operation ist nach eingehenden Untersuchungen nicht notwendig, stattdessen ist eine konservative Behandlung vorgesehen. Lichtlein wird den Füchsen "voraussichtlich" bis Mitte Dezember fehlen.

Sammer: "Bei uns ist der Trainer der Volltrottel"

Fußball-Experte Matthias Sammer hat im Zuge des Zusammenbruchs von Bayern-Coach Vincent Kompany scharfe Kritik am Umgang mit Trainern im deutschen Fußball geübt. "Der Trainer ist keine Respektsperson mehr", sagte der Europameister von 1996 in der neuen Folge von "Sammer & Basile - der Hagedorn-Talk" bei RTL/Sky und fügte an: "In England heißt er Boss, in Brasilien Professor, in Italien ist es Mister – und ich habe immer gesagt: Bei uns ist er der Volltrottel."

Danks: "Kompany in guter Stimmung"

Bayern Münchens Trainer Vincent Kompany befindet sich nach seinem Zusammenbruch weiter auf dem Weg der Besserung. "Ich habe Vinnie am Montag kurz besucht. Er ist in guter Stimmung. Es sieht so aus, als würde es jeden Tag besser gehen. Das ist sehr positiv", sagte Assistenztrainer Aaron Danks vor dem DFB-Pokalspiel des deutschen Rekordmeisters am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD und Sky) gegen Zweitligist 1. FC Magdeburg.

Zwei chinesische Sponsoren beenden Kooperation mit Mbappé

Fußball-Superstar Kylian Mbappé (27) hat nach einem mutmaßlichen Scherz über Chinas Staatsgründer Mao Zedong zwei große Sponsoren verloren. Der chinesische Sportgetränke-Hersteller Dongpeng und der Molkereikonzern Mengniu beendeten ihre Zusammenarbeit mit dem Kapitän der französischen Nationalmannschaft mit sofortiger Wirkung. Auslöser war offenbar ein im Internet verbreitetes Video. In diesem sagt Mbappé, das lustigste Meme, das er je gesehen habe, sei eines, bei dem sein Gesicht per Photoshop auf das Gesicht eines "chinesischen Diktators" montiert worden sei.

Textgröße ändern: