Pallade Veneta - Ausgeträumt: Freiburg wirft Hertha aus DFB-Pokal

Ausgeträumt: Freiburg wirft Hertha aus DFB-Pokal


Ausgeträumt: Freiburg wirft Hertha aus DFB-Pokal
Ausgeträumt: Freiburg wirft Hertha aus DFB-Pokal / Foto: Sebastian Räppold, Matthias Koch - IMAGO/SID

Der Traum vom Finale im eigenen Stadion ist auf dramatische Weise geplatzt: Die Berliner unterlagen im Viertelfinale des DFB-Pokals im Elfmeterschießen gegen den Bundesligisten SC Freiburg mit 4:5. Nach der Verlängerung hatte es 1:1 (0:0) gestanden. Die Freiburger Mannschaft von Trainer Julian Schuster steht erstmals seit drei Jahren wieder im Halbfinale. Für die Hertha geht die lange Wartezeit auf einen Finaleinzug weiter – seit 1993, als die zweite Mannschaft überraschend das Endspiel erreichte.

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Die Freiburger bewahren sich somit die Chance auf ihren ersten DFB-Pokal-Sieg der Vereinsgeschichte. Es ist überhaupt erst das vierte Mal, dass die Breisgauer das Halbfinale erreichen.

Im Elfmeterschießen parierte Florian Müller gegen Pascal Klemens entscheidend. Zuvor hatte Yuito Suzuki (96.) Freiburg in der Verlängerung in Führung geschossen, Fabian Reese (104.) glich aus.

"Die Hütte muss brennen, wenn wir eine Chance haben wollen", hatte Herthas Trainer Stefan Leitl vor dem Spiel gefordert – und sein Team lieferte zunächst. Bereits nach sieben Minuten kam Reese nach einer Ecke zum Kopfball und traf. Doch Schiedsrichter Patrick Ittrich nahm den Treffer nach VAR-Hinweis wegen einer Abseitsstellung von Julian Eitschberger zurück. Hertha blieb dennoch die aktivere Mannschaft, presste früh und setzte Freiburg unter Druck, sodass die Gäste kaum Ruhe in ihr Spiel brachten.

Erst nach rund 20 Minuten fand Freiburg besser in die Partie und kam zu ersten Abschlüssen, doch Hertha-Keeper Tjark Ernst war zur Stelle. In der Folge entwickelte sich ein Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, ohne große Höhepunkte. Kurz vor der Pause zog Michael Cuisance aus spitzem Winkel ab, verfehlte die Führung für die Berliner jedoch um wenige Zentimeter.

Auch nach dem Seitenwechsel erwischten die Gastgeber den besseren Start, ein Klassenunterschied war weiterhin nicht zu erkennen. Kapitän Reese trieb die rund 55.000 Zuschauer im Olympiastadion immer wieder an, doch ein Offensivspektakel entwickelte sich nicht. Erst in der 70. Minute wurde es gefährlich: Vincenzo Grifo tauchte frei vor dem Berliner Tor auf, Marton Dardai klärte in höchster Not. Grifo (89.) verzog kurz vor Ende knapp.

In der Verlängerung bot sich erneut Michael Cuisance die bis dahin größte Chance für Hertha. Der Franzose ließ Johan Manzambi mit einer feinen Bewegung stehen, schob den Ball jedoch hauchdünn am Pfosten vorbei. Nur Sekunden später folgte der Schock: Linus Gechter spielte einen zu kurzen Rückpass auf Ernst, Suzuki ging dazwischen und schob am Keeper vorbei zur Führung ein.

Doch damit sollte der Pokalabend noch nicht beendet sein: Reese traf nach Vorlage von Seguin traumhaft aus der Distanz und ließ die Herthaner weiter träumen.

O.Merendino--PV

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