Pallade Veneta - Biathlon: Preuß vergibt Medaille beim letzten Schießen

Biathlon: Preuß vergibt Medaille beim letzten Schießen


Biathlon: Preuß vergibt Medaille beim letzten Schießen
Biathlon: Preuß vergibt Medaille beim letzten Schießen / Foto: ODD ANDERSEN - SID

Franziska Preuß hat ihre erste Einzelmedaille bei den Olympischen Spielen auf dramatische Art und Weise aus der Hand gegeben. Die Gesamtweltcupsiegerin führte im Biathlon-Einzel bis zum letzten Schießen, leistete sich dort allerdings zwei Strafminuten und fiel auf Rang zehn zurück. Nach 15 Kilometern fehlte letztlich 1:15 Minute aufs Podest, ohne die beiden Fehlschüsse beim letzten Schießen hätte es zu Silber hinter Siegerin Julia Simon aus Frankreich gereicht.

Textgröße ändern:

Vanessa Voigt blieb zwar fehlerfrei, konnte aber auf der Loipe und in der Schießzeit nicht mit den Besten mithalten. Deshalb reichte es nach dem vierten Platz im Einzel von Peking diesmal erneut zu Rang vier, 12,9 Sekunden fehlten zur Medaille. "Total schwierig, meine Gedanken zu ordnen. Grundsätzlich bin ich total stolz auf meine Leistung. Ich weiß, dass wieder die Themen Schieß- und Laufzeit kommen", sagte Voigt in der ARD: "Aber ich bin total happy mit dem Rennen."

Olympia-Debütantin Janina Hettich-Walz (2 Strafminuten/+2:03,3 Minuten) kam auf Position acht, Selina Grotian (4/+5:24,2) schaffte es bei ihrer Premiere trotz gutem Start nicht unter die besten 30. Simon siegte mit einem Fehler vor Landsfrau Lou Jeanmonnot (2/+53,1 Sekunden) und überraschend der Bulgarin Lora Hristova (0/+1:04,5).

Das beste Olympia-Ergebnis von Preuß war zuvor ein vierter Platz im Einzel von Pyeongchang, zudem hat sie bislang zweimal Bronze mit dem Team geholt. Preuß hatte kurz vor dem Wettkampf noch mit Problemen an der Waffe zu kämpfen, der Schlagbolzen musste vor dem Start ausgetauscht werden. Dennoch startete sie mit zwei fehlerfreien Serien, übernahm zur Renn-Halbzeit die Führung. Bei einsetzendem Schneefall blieb sie auch im dritten Schießen fehlerfrei, ehe sie beim letzten Anschlag patzte.

Die nächsten Chancen auf eine Einzelmedaille gibt es für Preuß am Samstag mit dem Sprint und am Sonntag (jeweils 14.45 Uhr) in der Verfolgung. Zuvor sind allerdings nochmals die Männer mit ihrem Sprint am Freitag (14.00 Uhr) gefordert. Nach seinem fünften Platz im Einzel peilt Philipp Nawrath über die 10 Kilometer das Treppchen an.

R.Zarlengo--PV

Empfohlen

"Letzte Warnung": DFB greift nach FCK-Randalen im Derby durch

Eine hohe Geldstrafe und ein Fanausschluss auf Bewährung: Die Ausschreitungen seiner Anhänger im Pokalderby bei Waldhof Mannheim kommen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern teuer zu stehen. Das DFB-Sportgericht belegte den FCK mit einer Strafe in Höhe von 300.000 Euro. Dazu müssen die Pfälzer ein Heimspiel unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit austragen, die Vollstreckung wird bis zum 31. März 2028 allerdings zur Bewährung ausgesetzt.

Ukraine nennt WM-Vergabe an Russland "skandalös"

Die Ukraine will gegen die Vergabe der Gewichtheber-Weltmeisterschaften 2030 an Moskau vorgehen. Sportminister Matwij Bidnyj kündigte am Montag an, offizielle Beschwerden beim Weltverband IWF sowie beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vorzubereiten. Die Entscheidung pro Russland sei "zynisch" und "skandalös".

DTB-Team startet Davis-Cup-Mission mit Zverev und Struff

Alexander Zverev führt das deutsche Tennisteam bei der Titelmission im Davis Cup in Bologna an. Im Kader für das Finalturnier ab 24. November steht auch wieder der formstarke Routinier Jan-Lennard Struff, der zuletzt nicht berücksichtigt worden war. Deutschland trifft zunächst im Viertelfinale des Nationenwettbewerbs auf Großbritannien.

DDR-Größe Weber im Alter von 61 Jahren verstorben

Heiko Weber, der letzte Torschütze in der Geschichte der DDR-Oberliga, ist tot. Wie sein früherer Klub Carl Zeiss Jena mitteilte, starb Weber am Montagmorgen im Alter von 61 Jahren. Im Februar hatte er eine schwere Krebserkrankung öffentlich gemacht.

Textgröße ändern: