Pallade Veneta - Eisschnellläufer Sonnekalb verpasst Top 10 bei Debüt

Eisschnellläufer Sonnekalb verpasst Top 10 bei Debüt


Eisschnellläufer Sonnekalb verpasst Top 10 bei Debüt
Eisschnellläufer Sonnekalb verpasst Top 10 bei Debüt / Foto: Andre Weening - IMAGO/Orange Pictures/SID

Der deutsche Eisschnelllauf-Shootingstar Finn Sonnekalb hat ein durchwachsenes Olympia-Debüt gefeiert. Der 18-Jährige aus Erfurt, der zuletzt mit einem Infekt zu kämpfen hatte, lief am Mittwoch auf seiner Nebenstrecke 1000 m in 1:08,80 Minuten auf den zwölften Platz und verpasste eine Top-10-Platzierung.

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Sonnekalb, in Mailand jüngstes männliches Mitglied des Team D und in seiner Königsdisziplin 1500 m (19. Februar) mit Außenseiterchancen, blieb deutlich hinter den Medaillenrängen zurück. US-Sprint-Star Jordan Stolz lief in olympischem Rekord (1:06,28) zu Gold. Das Podium komplettierten der niederländische Vize-Weltmeister Jenning de Boo (1:06,78) und Ning Zhongyan aus China (1:07,34). Die beiden weiteren deutschen Starter Moritz Klein (Erfurt) und Hendrik Dombek (München/beide 1:09,19) auf den Plätzen 15 und 16 trennten nur drei Tausendstelsekunden.

Sonnekalb ging im 13. von 15 Paaren auf das Eis - ein Startplatz, der seine guten Vorleistungen im olympischen Winter widerspiegelte. Ins Duell mit Cooper McLeod aus den USA, dem WM-Dritten über die Kurzdistanz 500 m, startete Sonnekalb auf der Innenbahn. Nach einem nicht idealen Angang (16,77 Sekunden) steigerte sich Sonnekalb im Rennverlauf. In die vorderen Ränge lief er trotzdem nicht mehr.

Sonnekalb trägt trotz seines jungen Alters bereits die Hoffnungen der arg gebeutelten Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG). Der Verband war bei den Olympischen Winterspielen 2014, 2018 und 2022 ohne Podestplatzierung geblieben. Strukturelle Probleme bestehen offenbar weiterhin. Laut eines Beitrags der ARD wächst der Unmut unter den Athleten gegenüber der Verbandsspitze und DESG-Präsident Matthias Große, dem Lebensgefährten der fünfmaligen Olympiasiegerin Claudia Pechstein.

Die 53-Jährige steht anders als vor vier Jahren in Peking nicht mehr auf dem Eis. Stattdessen hat die DESG nun wieder einen Rohdiamanten in ihren Reihen - trotz des holprigen Olympia-Starts: Sonnekalb feierte bei den Olympischen Jugendspielen in Gangwon 2024 sowie der Junioren-WM im Februar 2025 je drei Titel. In seiner ersten Weltcup-Saison im Seniorenbereich lief der deutsche Meister über 1000 m und 1500 m dreimal aufs Podium.

Den ersten Olympia-Auftritt seines Sohnes verfolgte in Mailand auch Vater Gerrit Schädler. Der Senior war am Montag nach sieben Tagen und 1000 Kilometern auf dem Rad in der Mode-Metropole eingetroffen und hatte damit seine Wettschulden eingelöst. "Im Jahr 2024 habe ich ihm gesagt: Wenn du es schaffst, 2026 nach Mailand zu kommen, dann komme ich mit dem Rad runtergefahren. Das muss ich jetzt einlösen", hatte Schädler vor Beginn seiner Tour von Erfurt aus über die Alpen dem MDR gesagt.

D.Bruno--PV

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