Pallade Veneta - Helm-Causa: Skeletonfahrer Heraskewytsch disqualifiziert

Helm-Causa: Skeletonfahrer Heraskewytsch disqualifiziert


Helm-Causa: Skeletonfahrer Heraskewytsch disqualifiziert
Helm-Causa: Skeletonfahrer Heraskewytsch disqualifiziert / Foto: Tiziana FABI - SID

Der Konflikt zwischen dem ukrainischen Skeletonfahrer Wladyslaw Heraskewytsch und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) hat zu dem erwarteten Ende geführt: Der WM-Vierte wurde vom olympischen Wettkampf am Donnerstag und Freitag im Eiskanal von Cortina ausgeschlossen, das gaben das IOC und der Weltverband IBSF eine knappe halbe Stunde vor dem Beginn des ersten Laufs bekannt. Auch verliert er seine Akkreditierung.

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Heraskewytsch hatte darauf beharrt, wie schon im Training auch im Wettkampf einen besonderen Helm zu tragen, auf dem Porträts von im Krieg von russischen Soldaten getöteten Sportlern aus der Ukraine zu sehen sind. Das IOC sieht darin einen Verstoß gegen die Olympischen Charta, die Meinungsäußerungen unter anderem auf dem Spielfeld ("field of play") untersagt.

"Skeletonpilot Wladyslaw Heraskewytsch darf nicht an den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina teilnehmen, nachdem er sich geweigert hat, die Richtlinien des IOC zur Meinungsäußerung von Athleten einzuhalten", erklärte das IOC. Ferner habe man "mit Bedauern beschlossen", ihm die Akkreditierung für die laufenden Winterspiele "zu entziehen".

Am Donnerstagmorgen hatte es abermals ein Gespräch zwischen Heraskewytsch und IOC-Präsidentin Kirsty Coventry am Cortina Sliding Centre gegeben, das IOC sprach in seiner Kommunikation von einer "letzten Chance". Heraskewytsch hatte zuvor bereits nicht eingelenkt, durch Videos in den Sozialen Medien vielmehr seinen Konfrontationskurs verschärft.

Das IOC sei "sehr daran interessiert" gewesen, dass Heraskewytsch an den Wettkämpfen teilnimmt. Aus diesem Grund habe sich das IOC mit ihm zusammengesetzt, um nach einer "möglichst respektvollen Möglichkeit zu suchen, seinem Wunsch nachzukommen, seiner im Zuge der russischen Invasion in der Ukraine ums Leben gekommenen Sportlerkollegen zu gedenken". Der Kern seines Falls sei "nicht die Botschaft selbst, sondern der Ort, an dem er sie zum Ausdruck bringen wollte". Das IOC hatte ihm als Kompromiss angeboten, mit einer schwarzen Armbinde als Zeichen der Trauer zu starten.

R.Lagomarsino--PV

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