Pallade Veneta - Trotz starkem Start: DEB-Team müht sich ins Viertelfinale

Trotz starkem Start: DEB-Team müht sich ins Viertelfinale


Trotz starkem Start: DEB-Team müht sich ins Viertelfinale
Trotz starkem Start: DEB-Team müht sich ins Viertelfinale / Foto: Alexander NEMENOV - SID

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft kommt bei Olympia weiter nicht ins Rollen - und ist dennoch nur noch einen Sieg von den Spielen um die Medaillen entfernt. Das Team um NHL-Superstar Leon Draisaitl setzte sich in der Qualifikationsrunde für das Viertelfinale gegen Außenseiter Frankreich trotz eines perfekten Starts unnötig mühsam mit 5:1 (3:0, 0:1, 2:0) durch. In der Runde der besten acht gegen die Slowakei am Mittwoch (12.10 Uhr/ZDF und Eurosport) in Mailand wird eine deutliche Steigerung nötig sein.

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Deutschland knüpfte an seine durchwachsenen Leistungen der Vorrunde an. Kapitän Draisaitl (4.), Frederik Tiffels (11.) und John-Jason Peterka (19.) sorgten in einem zunächst einseitigen Spiel zwar für eine deutliche Führung, Pierre-Edouard Bellemare (25.) brachte die defensiv anfälligen Franzosen gegen zunehmend passive Deutsche aber heran und sorgte für Nervosität in der DEB-Defensive. Erst Joshua Samanski (47.) per Abstauber sorgte für Beruhigung. Zudem durften sich die Deutschen bei NHL-Goalie Philipp Grubauer bedanken. Nico Sturm (60.) traf zum Endstand ins leere Tor.

Gegen die Slowaken wird die Aufgabe ungleich schwerer. Auch der Olympia-Bronzemedaillengewinner von 2022 verfügt über eine ganze Reihe NHL-Spieler, zudem präsentierten sich die Slowaken bislang als starke Einheit. Sie setzten sich in einer starken Vorrundengruppe vor Schweden und Finnland durch. Deutschland hat mit dem Ex-Weltmeister noch eine Olympia-Rechnung offen: Vor vier Jahren in Peking ging die DEB-Auswahl in der Viertelfinal-Qualifikation mit 0:4 unter.

Bundestrainer Harold Kreis und sein Team haben bis zur Revanche eiligst Aufgaben zu lösen: Die Effizienz im Abschluss ist weiter ein klarer Schwachpunkt. Zugleich bietet der Olympia-Zweite von 2022 defensiv zu viel an.

Gegen Frankreich, mit null Punkten und 5:20 Toren das zweitschwächste Team der Vorrunde, hatte Kapitän Draisaitl "ein schwieriges Spiel" erwartet, wie er im Vorfeld bei Eurosport sagte: "Aber natürlich ist das eine Mannschaft, die schlagbar ist."

Dies wurde früh im Spiel deutlich. Deutschland ging entschlossen in die Räume, welche die Franzosen - in diesem Jahr nur bei der B-WM vertreten - dem DEB-Team ließen. Im ersten Powerplay der Partie traf Draisaitl mit seinem zweiten Turniertor zur Führung, sein Jugendfreund und Trauzeuge Tiffels erhöhte mit einem frechen Abschluss aus spitzem Winkel - und die mehrheitlich deutschen Fans in der Santagiulia Arena starteten La Ola. NHL-Profi Peterka mit seinem ersten Olympiator ließ an einen beruhigenden Sieg glauben.

Den Beginn des zweiten Drittels verschliefen die Deutschen aber komplett, die Franzosen waren plötzlich präsent und verkürzten. Deutschland vergab seinerseits zig Chancen, für Ruhe zu sorgen: Marc Michaelis traf gegen Mitte des Spiels aus wenigen Zentimetern nur den Pfosten, Peterka scheiterte mehrfach bei Kontern.

A.Saggese--PV

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