Pallade Veneta - Eisschnelllauf: Sonnekalb verpasst Medaille über 1500 m klar

Eisschnelllauf: Sonnekalb verpasst Medaille über 1500 m klar


Eisschnelllauf: Sonnekalb verpasst Medaille über 1500 m klar
Eisschnelllauf: Sonnekalb verpasst Medaille über 1500 m klar / Foto: DANIEL MUNOZ - SID

Die Sensation ist ausgeblieben, die leisen Podest-Hoffnungen haben sich zerschlagen: Eisschnellläufer Finn Sonnekalb hat seine ersten Olympischen Winterspiele ohne Medaille beendet. Der 18 Jahre alte Shootingstar kam am Donnerstag auf seiner Spezialstrecke 1500 m in 1:45,64 Minuten nicht über den 13. Platz hinaus und verpasste nach holpriger Vorbereitung einen Überraschungscoup deutlich.

Textgröße ändern:

Gold im hochklassigen Rennen über die Mitteldistanz sicherte sich Ning Zhongyan aus China mit olympischem Rekord von 1:41,98 Minuten. Silber ging US-Sprint-Star Jordan Stolz (1:42,75), der nach Gold über 500 m und 1000 m seine dritte Medaille in Mailand gewann. Das Podest komplettierte der Niederländer Kjeld Nuis (1:42,82), 2018 und 2022 Olympiasieger über 1500 m. Die weiteren deutschen Starter Hendrik Dombek (München/1:46,52) und Moritz Klein (Erfurt/1:46,54) belegten die Plätze 19 und 20.

Sonnekalb ging im 14. von 15 Paaren aufs Eis - ein Startplatz, der seine guten Vorleistungen im olympischen Winter widerspiegelte. Zwei Mal hatte er im Weltcup 2025/26 über 1500 m auf dem Podest gestanden. In Mailand traf Sonnekalb nun im direkten Duell auf 5000-m-Olympiasieger Sander Eitrem. Nach einem Fehlstart des Norwegers begann Sonnekalb gut, schnell wurde aber klar, dass eine Top-Platzierung außer Reichweite sein würde.

Für Sonnekalb war es der zweite Einsatz nach seinem Start vor einer Woche über die Nebenstrecke 1000 m. Damals hatte er - geschwächt von einem viralen Infekt - den zwölften Platz belegt. Die wettkampffreie Zeit nutzte der Erfurter zur Erholung und zu einer gezielten Vorbereitung - und fühlte sich bereit. "Mir geht's echt deutlich besser. Ich würde sagen, dass ich fast wieder bei 100 Prozent bin", hatte er am Mittwoch gesagt. Er sei nun zuversichtlich, "in einer guten Form" am Start stehen zu können.

Auf eine Top-3-Platzierung Sonnekalbs, der bei den Olympischen Jugendspielen in Gangwon 2024 sowie der Junioren-WM im Februar 2025 drei Titel gewonnen hatte, hatte auch der deutsche Verband gehofft. Die arg gebeutelte Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) war bei den Winterspielen 2014, 2018 und 2022 ohne Podestplatzierung geblieben. In Mailand droht nun die nächste Nullrunde.

A.Rispoli--PV

Empfohlen

Drei Deutsche im Finale: Michigan holt College-Titel

Das deutsche Basketball-Talent Malick Kordel darf sich über die College-Krone in den USA freuen. Im Final Four der March Madness gewann der Oberhausener mit den Michigan Wolverines das Endspiel gegen die UConn Huskies mit 69:63, kam dabei aber erneut nicht zum Einsatz. U19-Vizeweltmeister Eric Reibe und sein deutscher Mitspieler Dwayne Koroma verpassten den erträumten Titelgewinn.

NHL: Grubauer bei nächster Pleite verletzt raus

Eishockey-Nationaltorhüter Philipp Grubauer hat in der NHL mit Seattle Kraken einen bitteren Abend erlebt. Der Rosenheimer musste beim 2:6 (1:1, 0:2, 1:3) bei den Winnipeg Jets nach 33 Minuten mit einer Unterkörperverletzung ausgewechselt werden, zuvor hatte der Goalie drei der 18 Schüsse auf sein Tor passieren lassen. Im Rennen um die Wildcard-Plätze in der Western Conference sind die Chancen für Seattle nach der fünften Pleite nacheinander gering.

NBA: Orlando siegt ohne Franz Wagner - Schröder glänzt

Die Orlando Magic haben auch ohne den deutschen Basketballstar Franz Wagner im engen Rennen um den direkten Einzug in die Playoffs der NBA einen wichtigen Sieg gelandet. Gegen das Topteam Detroit Pistons gelang der Franchise aus Florida ein 123:107, Welt- und Europameister Wagner wurde für die Partie geschont.

Matthäus warnt Bayern vor Bernabéu-Atmosphäre

Der deutsche Fußball-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat Bayern München vor dem Viertelfinal-Kracher in der Champions League bei Real Madrid vor der hitzigen Atmosphäre im Estadio Santiago Bernabéu gewarnt. "Meiner Ansicht nach geht es in Madrid in erster Linie nicht um die einzelnen Spieler, sondern nur um den Kopf. Die Bayern müssen Ruhe bewahren und mental da sein, denn im Bernabéu kann eine ganz besondere Magie entstehen, die gerade in der Champions League schon viele Teams zu spüren bekommen haben", schrieb der Weltmeister von 1990 in seiner Sky-Kolumne.

Textgröße ändern: