Pallade Veneta - Preuß glücklich mit Karriereende: "Biathlon verdient mehr"

Preuß glücklich mit Karriereende: "Biathlon verdient mehr"


Preuß glücklich mit Karriereende: "Biathlon verdient mehr"
Preuß glücklich mit Karriereende: "Biathlon verdient mehr" / Foto: SaschaxFromm - IMAGO/FUNKEFOTOSERVICES/SID

Mit einer goldenen Krone auf dem Kopf genoss "Biathlon-Königin" Franziska Preuß den Start in ihr neues Leben. Nachdem mit dem Massenstart bei den Olympischen Winterspielen auch das letzte Kapitel ihrer sportlichen Karriere geschlossen war, fiel die ganze Last spürbar von ihren Schultern ab. "Man konnte es kaum erwarten, dass es rum ist", sagte Preuß freudestrahlend.

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Sie merke es schon länger, "dass diese komplette Überzeugung nicht mehr so da ist. Mit den Spielen habe ich es doch geschafft, mich zu motivieren", erklärte Deutschlands Sportlerin des Jahres nach ihrem 28. Platz zum Abschluss: "Aber Biathlon verdient mehr, du musst diese Passion einfach fühlen. Wenn das nicht mehr so ist, muss man es akzeptieren und für sich konsequent entscheiden. Es fühlt sich genau so richtig an."

Dass sie auch im finalen Rennen ihrer Laufbahn die so ersehnte Einzelmedaille nicht gewann, fiel nicht ins Gewicht. "Auf der letzten Runde habe ich mich nicht mehr gestresst. Ich konnte schon ein bisschen mit den Zuschauern feiern", sagte Preuß, die anschließend mit der Italienerin Dorothea Wierer, die auch ihre Karriere am Samstag beendete, eine Ehrenrunde im Antholzer Stadion drehte.

Jetzt startet die Bayerin voller Vorfreude in ein Leben ohne Biathlon. "Es ist jetzt einfach egal, wenn man mal ein bisschen angeschlagen ist. Es ist wurscht, ob es dann eine Woche oder zehn Tage dauert, bis man wieder fit ist", sagte Preuß, die in ihrer sportlichen Karriere immer wieder von gesundheitlichen Problemen ausgebremst worden war: "Man kann sich mit der Familie wieder treffen, ohne Angst haben zu müssen, dass man sich was einfängt."

Die Liebsten würden sich auch schon darauf freuen, "dass man Weihnachten endlich wieder drin feiern kann und nicht mehr draußen", sagte die Gesamtweltcupsiegerin der vergangenen Saison. Sie habe diese Entbehrungen "immer gern" ertragen, meinte Preuß, "wenn man dafür im Winter gut ist". Doch es sei "schon gut, dass es jetzt anders wird".

Preuß hat mit ihrem geliebten Sport abgeschlossen. Einige Dinge werde sie aber dennoch auch vermissen. "Das Team, die Freundschaften über die Jahre - das ist schon etwas ganz Besonderes", sagte die 31-Jährige: "Das Gefühl, wenn man eine schwierige Situation gemeistert hat. Und auch der Moment, wenn man über die Ziellinie fährt."

R.Zarlengo--PV

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