Pallade Veneta - Spieler des Tages: Ragnar Ache (1. FC Köln)

Spieler des Tages: Ragnar Ache (1. FC Köln)


Spieler des Tages: Ragnar Ache (1. FC Köln)
Spieler des Tages: Ragnar Ache (1. FC Köln) / Foto: Maik Hölter - IMAGO/TEAM2sportphoto/SID

Ganz unbescheiden verurteilte Ragnar Ache die verbleibenden zehn Monate mal eben zur Bedeutungslosigkeit. "Ich finde schon", antwortete der gefeierte Stürmer des 1. FC Köln mit einem breiten Grinsen im Gesicht auf die Frage, ob sein spektakulärer Treffer per Fallrückzieher das Tor des Jahres sei.

Textgröße ändern:

Aches Trainer pflichtete seinem Schützling prompt bei. "Bei der Wahl zum Tor des Jahres geht es jetzt wohl nur noch um Platz zwei", sagte Lukas Kwasniok nach dem 2:2 (1:1) gegen die TSG Hoffenheim. Und tatsächlich spricht Vieles dafür, dass der Treffer vom 23. Spieltag der Fußball-Bundesliga beim Votum der ARD kaum zu schlagen sein wird. Schließlich musste sogar der geschlagene Nationaltorhüter nach Worten ringen.

"Was soll ich sagen? Glückwunsch. Bei so etwas musst du sagen: herzlichen Glückwunsch", gratulierte Oliver Baumann, als er am Sky-Mikrofon das "höchstwahrscheinlich" beste Gegentor seiner Karriere bewerten sollte - und einen Vergleich zur FC-Ikone Lukas Podolski nicht scheute: "Ich habe schon mal hier von Poldi eins gekriegt, in meinen ganz jungen Jahren. Aber das ist auch sensationell - das muss man anerkennen."

Das tat auch die Social-Media-Abteilung der Kölner. Sie veredelte das fünfte Saisontor des im vergangenen Sommer vom 1. FC Kaiserslautern gekommenen Angreifers mit einem Bilderrahmen und platzierte es als Gemälde unter dem Kommentar "work of art" (Kunstwerk) in einem Museum.

Ache selbst wusste allerdings gar nicht so genau, wie ihm das Kunststück zur Führung in der 15. Minute gelungen war. "Der Ball ist geflogen und ich kam da mit dem Kopf eigentlich fast nicht hin. Dann hat mein Körper einfach reagiert und dann ist er so reingeflogen", sagte der 27-Jährige: "Ich habe den Ball getroffen und dann so ein bisschen nach hinten geguckt und gedacht: 'Oh, der fliegt eigentlich relativ gut.' Dann bin ich aufgekommen, habe das Stadion gehört und nach hinten geguckt und dann lag der Ball im Tor. Das kann ich selber nicht glauben."

Auch dank Ache punkteten die Kölner gegen den Tabellendritten nach zuletzt zwei Niederlagen endlich gegen ein Topteam. Mit der Vorlage für Aches Geniestreich und dem Ausgleichstreffer war Shootingstar Said El Mala maßgeblich am Remis beteiligt, über das 19 Jahre alte Toptalent wollte Kwasniok aber nicht reden: "Heute ist nicht der richtige Tag, um über Said zu sprechen", sagte der 43-Jährige: "Wenn jemand so ein Tor macht wie Ragnar Ache, dann will ich nur noch eine Überschrift lesen: 'König der Lüfte.'"

L.Barone--PV

Empfohlen

Rekordmann Márquez feiert zehnten MotoGP-Sieg am Sachsenring

Weltmeister Marc Márquez hat seinen Ruf als "King of Sachsenring" eindrucksvoll zementiert und mit dem zehnten MotoGP-Sieg beim Großen Preis von Deutschland einen Rekord eingestellt. Der 33-Jährige, klassenübergreifend bei nur einem Start auf dem Kurs bei Hohenstein-Ernstthal geschlagen (2024), zog mit Giacomo Agostini gleich - der Rekord-Weltmeister aus Italien war der bislang einzige Fahrer, der in der Königsklasse zehn Siege auf einer Strecke (Imatra/Finnland) feiern konnte.

Wimbledons neue Königin Noskova: "Werde paar Tage brauchen"

Linda Noskova wollte ihr neuestes Schmuckstück nicht mehr aus den Händen geben. Ob im Gespräch mit Prinzessin Kate, beim lockeren Talk mit Rekordsiegerin Martina Navratilova oder dem Gang auf den berühmten Balkon des ehrwürdigen All England Club - die funkelnde Venus Rosewater Dish begleitete die neue Königin von Wimbledon auf Schritt und Tritt.

Nachfolger Zverev? Stich "ziemlich emotionslos"

Michael Stich "gönnt" Alexander Zverev den historischen Triumph in Wimbledon - doch große Gefühle würde ein Erfolg des Hamburgers im All England Club nicht beim Champion von 1991 auslösen. "Ich freue mich für ihn, in dem Sinne, dass er es total verdient hätte, wenn er jetzt Wimbledon gewinnt", sagte der Prime-Video-Experte in einer Medienrunde des Streamingdienstes: "Aber es ist ja nicht mein Sieg, den ich erreichen kann." Dementsprechend würde Stich "ziemlich emotionslos" auf den potenziellen Coup des 29-Jährigen reagieren.

Sieg in Überzahl: Messi und Co. mit Mühe ins Halbfinale

Fußball-König Lionel Messi kommt der nächsten Krönung nach einem zähen Ringen immer näher. Der Superstar und seine Argentinier besiegten die Schweiz im Viertelfinale von Kansas City mit 3:1 (1:1, 1:0) nach Verlängerung und stehen bei der Mission Titelverteidigung nun in der Runde der letzten vier. Julian Alvarez erlöste mit einem Traumtor in der 110. Minute seinen Kapitän, Zehntausende Argentinier im Stadion und ein ganzes Land. Der eingewechselte Lautaro Martinez setzte den Schlusspunkt (120.+1).

Textgröße ändern: