Pallade Veneta - "Kriegsähnliche Situation" in Mexiko bereitet Rettig Sorgen

"Kriegsähnliche Situation" in Mexiko bereitet Rettig Sorgen


"Kriegsähnliche Situation" in Mexiko bereitet Rettig Sorgen
"Kriegsähnliche Situation" in Mexiko bereitet Rettig Sorgen / Foto: ALEX GRIMM - SID

DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig macht sich mit Blick auf die Fußball-WM im Sommer wegen der derzeitigen Sicherheitslage in Mexiko Sorgen. Auf die Frage, ob er Vorfreude auf das Turnier verspüre, antwortete Rettig in der Augsburger Allgemeinen: "Wenn ich ehrlich bin, aktuell nicht."

Textgröße ändern:

Gut drei Monate vor Beginn der Weltmeisterschaft (11. Juni bis 19. Juli) hatten mutmaßliche Bandenmitglieder nach der Tötung des berüchtigten Drogenbosses Nemesio "El Mencho" Oseguera Cervantes durch die Armee in weiten Teilen des Landes eine Welle der Gewalt ausgelöst. In 20 der 32 Bundesstaaten kam es am Sonntag zu Ausschreitungen, am Montag blieben teils Schulen und Gerichte geschlossen.

"Es bleibt zu hoffen, dass sich diese kriegsähnliche Situation schnell entspannt und es nicht zu einer weiteren Eskalation kommt", sagte Rettig, "meine Gedanken sind bei allen Mexikanerinnen und Mexikanern, die unter den Unruhen leiden."

Doch den 62-Jährigen beschäftigen vor dem Highlight in den USA, Mexiko und Kanada noch andere Probleme. "Auch die Bilder, die uns rund um die Spielorte an der US-Ostküste mit den verheerenden Schneestürmen erreichen, bedrücken", so Rettig. "Unter diesem Eindruck bleibt aktuell wenig Platz für WM-Vorfreude – mehr die Hoffnung, dass sich dort für alle baldmöglichst wieder Normalität einstellt."

Beim Umgang mit der US-Politik und Präsident Donald Trump verfolgt Rettig eine klare Linie. "In Teilen erinnert die Situation an die Diskussionen rund um Katar, in denen ich damals von der Seitenlinie kritisiert habe. Aber gerade mit den negativen, in Katar gemachten Erfahrungen ist klar: Du darfst solche Diskussionen nicht in die Kabine lassen", sagte der Geschäftsführer des Deutschen Fußball-Bundes: "Das Thema darf uns keine Kraft und Energie kosten."

Allerdings dürfe "jeder seine Meinung sagen", es gebe "keine Maulkörbe. Aber bei einer Gruppe von 26 jungen Männern gibt es auch nicht die eine Meinung. Wir haben mit unserem Kapitän Joshua Kimmich schon gesprochen: Wer sich äußern will, macht das; wer nicht, auch ok."

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Wimbledons neue Königin Noskova: "Werde paar Tage brauchen"

Linda Noskova wollte ihr neuestes Schmuckstück nicht mehr aus den Händen geben. Ob im Gespräch mit Prinzessin Kate, beim lockeren Talk mit Rekordsiegerin Martina Navratilova oder dem Gang auf den berühmten Balkon des ehrwürdigen All England Club - die funkelnde Venus Rosewater Dish begleitete die neue Königin von Wimbledon auf Schritt und Tritt.

Nachfolger Zverev? Stich "ziemlich emotionslos"

Michael Stich "gönnt" Alexander Zverev den historischen Triumph in Wimbledon - doch große Gefühle würde ein Erfolg des Hamburgers im All England Club nicht beim Champion von 1991 auslösen. "Ich freue mich für ihn, in dem Sinne, dass er es total verdient hätte, wenn er jetzt Wimbledon gewinnt", sagte der Prime-Video-Experte in einer Medienrunde des Streamingdienstes: "Aber es ist ja nicht mein Sieg, den ich erreichen kann." Dementsprechend würde Stich "ziemlich emotionslos" auf den potenziellen Coup des 29-Jährigen reagieren.

Sieg in Überzahl: Messi und Co. mit Mühe ins Halbfinale

Fußball-König Lionel Messi kommt der nächsten Krönung nach einem zähen Ringen immer näher. Der Superstar und seine Argentinier besiegten die Schweiz im Viertelfinale von Kansas City mit 3:1 (1:1, 1:0) nach Verlängerung und stehen bei der Mission Titelverteidigung nun in der Runde der letzten vier. Julian Alvarez erlöste mit einem Traumtor in der 110. Minute seinen Kapitän, Zehntausende Argentinier im Stadion und ein ganzes Land. Der eingewechselte Lautaro Martinez setzte den Schlusspunkt (120.+1).

"Hey Jude": Starker Bellingham schießt England ins WM-Halbfinale

Jude Bellingham führt England ins WM-Halbfinale. Norwegens Märchen endet.

Textgröße ändern: