Pallade Veneta - DFL künftig "Bundesliga" - neue Liga und Kaderkostenregel

DFL künftig "Bundesliga" - neue Liga und Kaderkostenregel


DFL künftig "Bundesliga" - neue Liga und Kaderkostenregel
DFL künftig "Bundesliga" - neue Liga und Kaderkostenregel / Foto: Jan Huebner - www.imago-images.de/Blatterspiel/SID

Ein neuer Name für einen höheren Wiedererkennungswert, eine neue Liga zur besseren Nachwuchsförderung und eine neue Kostenbegrenzung für finanzielle Stabilität: Die Deutsche Fußball Liga hat auf ihrer ordentlichen Mitgliederversammlung am Dienstag einstimmig einige Reformen beschlossen. So wird aus "DFL" ab der kommenden Saison 2026/27 schlicht "Bundesliga". Außerdem werden ein zusätzlicher U21-Wettbewerb und eine Kaderkostenregelung eingeführt.

Textgröße ändern:

Aus DFL e.V. wird Bundesliga e.V., aus DFL GmbH wird Bundesliga GmbH: Die Umbenennung des Ligaverbands und der Liga-Organisation nach dem Vorbild der Wettbewerbsmarke kommt überraschend. Als Gründe nannte die DFL zum einen die stärkere Betonung der "strukturellen Einheit des deutschen Profifußballs" durch die "unverwechselbare Marke" Bundesliga. Auch sei in Europa eine einheitliche Benennung üblich. Außerdem ermögliche der Begriff "Bundesliga" eine klarere Abgrenzung der jeweiligen Verantwortungsbereiche zum DFB.

Die neue U21-Liga war lange diskutiert worden. Der Wettbewerb ist als freiwilliges Zusatzangebot im Übergangsbereich konzipiert und ergänzt das bestehende Ligensystem, ohne dass zweite Mannschaften ausgegliedert werden. Die Teilnahme erfordert keine zusätzlichen Teams, sondern richtet sich an bereits vorhandene Spieler im Übergangsbereich der Altersklassen U17 bis U21. Pro Mannschaft dürfen bis zu vier ältere Spieler eingesetzt werden.

Das Format sieht zwei eigenständige Serien im Liga-Modus vor, deren jeweils beste Mannschaften sich für ein Finalturnier qualifizieren. Die Partien finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, um den organisatorischen Aufwand zu minimieren. Weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Nachwuchslage "müssen und werden folgen", sagte DFL-Geschäftsführer Marc Lenz.

Die Kaderkostenregel, die ebenfalls zur Saison 2026/27 eingeführt und ab 2028/29 vollständig umgesetzt wird, besagt, dass die Kaderkosten maximal 70 Prozent der relevanten Einnahmen eines Klubs betragen dürfen. Sie orientiert sich an den für die internationalen Klub-Wettbewerbe geltenden UEFA-Finanzregularien.

Ligapräsident Hans-Joachim Watzke lobte das bisherige Lizenzierungs- und Finanzsystem der Liga, betonte aber: "Es ist zugleich notwendig, die Finanzregularien weiter zu schärfen." Das sei nunmehr geschehen. Lenz sprach von einem "wichtigen und für alle Klubs sinnvollen Schritt zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit und Finanzstabilität".

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Sieg in Dänemark: Handballerinnen schon in EM-Form

Die deutschen Handballerinnen haben sich 40 Tage vor EM-Beginn in Topform präsentiert. In ihrem Auftaktmatch beim Einladungsturnier "Golden League" setzten sich die Vizeweltmeisterinnen von Bundestrainer Markus Gaugisch 26:21 (15:10) in Odense gegen Gastgeber Dänemark durch und beeindruckten gegen den dreimaligen Olympiasieger.

Füllkrug trifft und trifft: Bremen schlägt Mainz

Niclas Füllkrug trifft einfach weiter, wie er will: Der Torgarant von Werder Bremen hat die Norddeutschen an die Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga herangeführt - und ein weiteres deutliches Zeichen an Bundestrainer Jürgen Klopp geschickt. Beim wilden 3:2 (2:1) der Bremer beim FSV Mainz 05 glänzte der Angreifer mit einem Doppelpack und unterstrich seinen Anspruch auf eine Rückkehr ins deutsche Nationalteam.

Harmlose Schalker holen Punkt in Köln

Schalke 04 tritt in der Fußball-Bundesliga weiter auf der Stelle. Beim 1. FC Köln wirkte das Team von Trainer Miron Muslic zwar dem akuten Abwärtstrend entgegen, doch nach dem 0:0 wartet Schalke seit nun vier Ligaspielen auf den zweiten Saisonsieg. Nach dem ordentlichen Saisonstart rutscht der Aufsteiger mit sechs Punkten zunehmend in die Abstiegszone.

Turn-WM: Kevric gewinnt Silber am Stufenbarren

Europameisterin Helen Kevric hat bei der Turn-WM in Rotterdam Silber am Stufenbarren gewonnen. Die 18-Jährige vom MTV Stuttgart musste sich mit 14,833 Punkten nur Olympiasiegerin und Titelverteidigerin Kaylia Nemour aus Algerien (15,333) geschlagen geben. Bronze sicherte sich Mehrkampf-Weltmeisterin Skye Blakely aus den USA (14,600). Für Deutschlands derzeit beste Turnerin ist es der größte Erfolg ihrer Karriere.

Textgröße ändern: