Pallade Veneta - Wück warnt vor Norwegen: "Anderes Kaliber"

Wück warnt vor Norwegen: "Anderes Kaliber"


Wück warnt vor Norwegen: "Anderes Kaliber"
Wück warnt vor Norwegen: "Anderes Kaliber" / Foto: Marco Steinbrenner - IMAGO/DeFodi Images/SID

Christian Wück war bester Laune. "Wir haben uns von der ersten bis zur letzten Minute an unsere Philosophie und Identität gehalten", sagte der Bundestrainer zufrieden nach dem erfolgreichen Auftakt der deutschen Fußballerinnen in die WM-Qualifikation mit dem 5:0 (2:0) gegen Slowenien. Doch auch Wück wusste: "Wir haben natürlich noch einiges zu erledigen."

Textgröße ändern:

Denn der nächste Gegner ist ungleich stärker. "Es wird schon deswegen ein anderes Spiel, weil wir auf Kunstrasen spielen werden, das sind andere Gegebenheiten, darauf müssen wir uns einstellen - und natürlich ist das ein anderes Kaliber", sagte Wück über das Duell mit Norwegen am Samstag (18.00 Uhr/ZDF) in Stavanger. Die Skandinavierinnen, betonte der Bundestrainer, gehörten "zu den Topnationen, das wird schon eine Aufgabe für uns werden".

Denn an Norwegen, das zum Start 1:0 in Österreich gewann, muss seine Mannschaft vorbei, um die WM 2027 in Brasilien über Gruppenplatz eins auf direktem Weg zu erreichen. Das ist das erklärte Ziel. Der Auftakt macht Mut, Wück sammelte in Dresden überdies wertvolle Erkenntnisse.

Das neue Abwehrzentrum mit Camilla Küver und Rebecca Knaak agierte meist sicher, Sturmspitze Shekiera Martinez war agil und gefährlich, Larissa Mühlhaus gab mit ihrem Tor zum 4:0 ein Traumdebüt. Die viel diskutierte Effizienz vor dem Tor war vorhanden, und Lea Schüller erwies sich als starker Joker.

"Lea definiert sich über Tore, sie ist eine Vollblutstürmerin, für sie ist es das Wichtigste, Tore zu erzielen", sagte Wück: "Das hat sie eigentlich gleich zweimal gemacht", doch Schüllers zweiter Treffer wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung fälschlicherweise aberkannt.

Dennoch freute sich Wück "unheimlich" für sie, "weil sie dadurch mehr Selbstvertrauen bekommt", als es zuletzt nach dem Wechsel vom FC Bayern zu Manchester United der Fall war. "Wir alle wollen die alte Lea Schüller wieder haben, und ich glaube schon, dass sie auf dem Weg dahin ist", sagte Wück.

Auch mit Martinez war er zufrieden. "Shekiera hat die ein oder andere gute Aktion gehabt, hat sich gut bewegt, sich aber leider nicht belohnt." Insgesamt habe er für den Angriff "noch einige gute Alternativen" in der Hinterhand, gab er zufrieden an.

Auch Linda Dallmann, die das 3:0 erzielt hatte, schwärmte von der Offensive. "Wir waren sehr variabel, haben uns gut bewegt, das hat uns ausgezeichnet", sagte sie, "und am Ende hat hier jede die Qualität, ein Tor zu machen." Was in Norwegen zu beweisen wäre.

H.Ercolani--PV

Empfohlen

Sieg in Dänemark: Handballerinnen schon in EM-Form

Die deutschen Handballerinnen haben sich 40 Tage vor EM-Beginn in Topform präsentiert. In ihrem Auftaktmatch beim Einladungsturnier "Golden League" setzten sich die Vizeweltmeisterinnen von Bundestrainer Markus Gaugisch 26:21 (15:10) in Odense gegen Gastgeber Dänemark durch und beeindruckten gegen den dreimaligen Olympiasieger.

Füllkrug trifft und trifft: Bremen schlägt Mainz

Niclas Füllkrug trifft einfach weiter, wie er will: Der Torgarant von Werder Bremen hat die Norddeutschen an die Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga herangeführt - und ein weiteres deutliches Zeichen an Bundestrainer Jürgen Klopp geschickt. Beim wilden 3:2 (2:1) der Bremer beim FSV Mainz 05 glänzte der Angreifer mit einem Doppelpack und unterstrich seinen Anspruch auf eine Rückkehr ins deutsche Nationalteam.

Harmlose Schalker holen Punkt in Köln

Schalke 04 tritt in der Fußball-Bundesliga weiter auf der Stelle. Beim 1. FC Köln wirkte das Team von Trainer Miron Muslic zwar dem akuten Abwärtstrend entgegen, doch nach dem 0:0 wartet Schalke seit nun vier Ligaspielen auf den zweiten Saisonsieg. Nach dem ordentlichen Saisonstart rutscht der Aufsteiger mit sechs Punkten zunehmend in die Abstiegszone.

Turn-WM: Kevric gewinnt Silber am Stufenbarren

Europameisterin Helen Kevric hat bei der Turn-WM in Rotterdam Silber am Stufenbarren gewonnen. Die 18-Jährige vom MTV Stuttgart musste sich mit 14,833 Punkten nur Olympiasiegerin und Titelverteidigerin Kaylia Nemour aus Algerien (15,333) geschlagen geben. Bronze sicherte sich Mehrkampf-Weltmeisterin Skye Blakely aus den USA (14,600). Für Deutschlands derzeit beste Turnerin ist es der größte Erfolg ihrer Karriere.

Textgröße ändern: