Pallade Veneta - Díaz-Platzverweis: Kompany bedient - Dingert räumt Fehler ein

Díaz-Platzverweis: Kompany bedient - Dingert räumt Fehler ein


Díaz-Platzverweis: Kompany bedient - Dingert räumt Fehler ein
Díaz-Platzverweis: Kompany bedient - Dingert räumt Fehler ein / Foto: Moritz Mueller - IMAGO/SID

Der Platzverweis gegen Luis Díaz hat bei den Verantwortlichen von Bayern München für viel Unverständnis gesorgt. "Ich verstehe gar nicht, dass wir dieses Spiel zu neunt beenden müssen", sagte Trainer Vincent Kompany nach dem 1:1 (0:1) bei Bayer Leverkusen. Die Gelb-Rote Karte gegen den Kolumbianer sei eine "wichtige Fehlentscheidung, mit der wir nicht zufrieden sind".

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Schiedsrichter Christian Dingert hatte Díaz in der 84. Minute nach einer vermeintlichen Schwalbe mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Der Kolumbianer war im Strafraum nach einem Zweikampf mit Leverkusens Torhüter Janis Blaswich zu Boden gegangen, der Unparteiische wertete die Szene als Täuschungsversuch.

Zuvor hatte bereits Nicolas Jackson (42.) nach einem harten Einsteigen gegen Martin Terrier die Rote Karte gesehen. Damit beendete Bayern erstmals seit 25 Jahren ein Bundesligaspiel mit zwei Feldverweisen – zuletzt war das im April 2001 beim 1:1 bei Borussia Dortmund der Fall, als Bixente Lizarazu (Gelb-Rot) und Stefan Effenberg (Rot) vom Platz gestellt worden waren.

"Es hat sich so angefühlt, als ob so alles, was 50:50 war, gegen uns war", sagte Bayerns Sportvorstand Max Eberl, nachdem er mit Dingert nach dem Spiel das Gespräch gesucht hatte. "Für ihn war klar, dass das eine Schwalbe war, aber er hat jetzt die Bilder gesehen und gesagt, es war keine Gelb-Rote Karte. Sehr ehrenvoll, es hat uns in dem Fall nichts genutzt." Auch Dingert selbst räumte bei Sky den Fehler ein: "Wenn ich jetzt die Bilder sehe, ist es kein Elfmeter. Gelb-Rot ist sehr hart, das würde ich jetzt nicht mehr so geben."

Unmittelbare Folgen hat der Platzverweis für die Münchner vor dem anstehenden Achtelfinale-Rückspiel in der Champions League nicht. In der Königsklasse steht für den deutschen Rekordmeister am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) das zweite Duell mit Atalanta Bergamo an. Nach dem 6:1 im Hinspiel gehen die Bayern mit einem komfortablen Vorsprung in die Partie, Sperren aus der Bundesliga gelten im Europapokal nicht.

Im Bundesliga-Heimspiel gegen Union Berlin am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) werden Díaz und Jackson aber in jedem Fall fehlen - ebenso wie Jonathan Tah, der bei seinem Ex-Klub die fünfte Gelbe Karte sah.

L.Bufalini--PV

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