Pallade Veneta - Senegals Titel aberkannt - Marokko neuer Afrika-Cup-Sieger

Senegals Titel aberkannt - Marokko neuer Afrika-Cup-Sieger


Senegals Titel aberkannt - Marokko neuer Afrika-Cup-Sieger
Senegals Titel aberkannt - Marokko neuer Afrika-Cup-Sieger / Foto: PAUL ELLIS - SID

Der afrikanische Fußballverband hat das von Tumulten überschattete Finale des Afrika-Cups 2025 neu gewertet und Senegal den Titel nachträglich aberkannt. Das Berufungsgremium der CAF erklärte die Partie rund zwei Monate nach deren Austragung gemäß Artikel 84 des Regelwerks als verloren, das Ergebnis wurde mit 3:0 zugunsten von Gastgeber Marokko gewertet. Das teilte der Verband am Dienstag mit.

Textgröße ändern:

Hintergrund der Entscheidung ist das chaotische Endspiel Mitte Januar in Rabat, das kurz vor dem Abbruch gestanden hatte. Nach einem späten Elfmeterpfiff für Marokko hatten Senegals Spieler aus Protest den Platz zwischenzeitlich verlassen, erst nach längerer Unterbrechung wurde die Partie fortgesetzt. Brahim Diaz vergab den Strafstoß, in der Verlängerung traf Pape Gueye (94.) zum 1:0-Endstand für Senegal. Der CAF wertete das Verhalten der senegalesischen Spieler vor dem Diaz-Strafstoß nun als Verstoß gegen die Artikel 82 und 84 und gab dem Einspruch des marokkanischen Verbandes statt.

"Die CAF-Berufungskommission hat entschieden, dass gemäß Artikel 84 des Reglements des CAF-Afrika-Cups (AFCON) das Finale des TotalEnergies CAF-Afrika-Cups (AFCON) Marokko 2025 ("das Spiel") für die senegalesische Nationalmannschaft als verloren gilt und das Ergebnis des Spiels mit 3:0 zugunsten der Fédération Royale Marocaine de Football (FRMF) gewertet wird", hieß es in der CAF-Mitteilung wörtlich. Ein Abbruch hatte auch gedroht, weil auf den Tribünen in Rabat Chaos ausgebrochen war. Senegals Fans wollten auf den Platz stürmen, Sicherheitskräfte verhinderten dies.

Der marokkanische Verband hatte unmittelbar nach dem Spiel rechtliche Schritte bei CAF und FIFA angekündigt. "Diese Situation hatte erhebliche Auswirkungen auf den normalen Spielverlauf und die Leistung der Spieler", erklärte der Verband damals und zielte damals bereits auf das zwischenzeitliche Verlassen des Spielfelds ab. Auch FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte von "inakzeptablen" und "hässlichen" Szenen gesprochen, die "verurteilt" werden müssen und sich "niemals wiederholen" dürfen.

Der Senegal um Bayern-Profi Nicolas Jackson und Topstar Sadio Mané hatte seinen zweiten Titel nach 2022 gefeiert. Dieser Triumph verliert durch die nachträgliche Wertung seine Gültigkeit, Marokko wird stattdessen erstmals seit 1976 wieder als Afrikameister geführt.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Kane plaudert über "surreales" Treffen mit Trump beim Golf

Vor dem Wettschießen der Torjäger gegen Erling Haaland hat Harry Kane von einem ganz anderen Duell berichtet - auf dem Golfplatz mit Donald Trump. Vor 18 Monaten habe ihn der US-Präsident in Palm Beach eingeladen. "Es war eine ziemlich surreale Erfahrung", erzählte der Kapitän der englischen Fußball-Nationalmannschaft auf der Pressekonferenz vor dem WM-Viertelfinale am Samstag (23.00 Uhr MESZ/MagentaTV) in Miami gegen Norwegen.

Vinicius Júnior entschuldigt sich bei Fans

Offensiv-Star Vinicius Júnior hat sich nach einigen Tagen des Nachdenkens mit einem emotionalen Statement zu Brasiliens WM-Aus zu Wort gemeldet. "Ich entschuldige mich, und ich werde für unseren Traum kämpfen, an die Weltspitze zurückzukehren", schrieb der 25-Jährige von Real Madrid bei Instagram.

Mission Klopp: DFB-Spitze trifft sich mit Wunsch-Bundestrainer

Erste Verhandlungsrunde mit Jürgen Klopp: DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Bundesliga-Chef Hans-Joachim Watzke haben sich am Freitag mit ihrem erklärten Wunschkandidaten für den Bundestrainer-Posten in den USA getroffen, um Details einer Einigung zu besprechen. Klopp soll für einen WM-Zyklus bis 2030 unterschreiben. Nach Bild-Informationen traf sich das DFB-Duo nach seiner Ankunft am frühen Nachmittag Ortszeit mit dem 59-Jährigen und dessen Berater in einem Hotel am New Yorker Flughafen John F. Kennedy, das Gespräch soll mehr als vier Stunden gedauert haben.

Aldag kritisiert Evenepoel: "Absolut unnötig"

Die Unstimmigkeiten im Team von Red Bull-Bora-hansgrohe schlugen auch am Tag danach noch hohe Wellen. Rolf Aldag, bis 2025 Sportlicher Leiter beim deutschen Rennstall, übte im Anschluss der siebten Etappe der Tour de France deutliche Kritik an Remco Evenepoel. "Wir sind uns alle einig: Sowas gehört einfach nicht in die Öffentlichkeit. Wenn das seine Meinung ist, geht er zu Florian und bespricht es", sagte Aldag bei Eurosport.

Textgröße ändern: