Pallade Veneta - Stadionsicherheit: Sportministerkonferenz erhöht Druck auf DFL

Stadionsicherheit: Sportministerkonferenz erhöht Druck auf DFL


Stadionsicherheit: Sportministerkonferenz erhöht Druck auf DFL
Stadionsicherheit: Sportministerkonferenz erhöht Druck auf DFL / Foto: TOBIAS SCHWARZ - SID

Die Sportministerkonferenz (SMK) hat nach ihrer Sitzung auf Norderney den Druck auf die Deutsche Fußball Liga (DFL) und den Deutschen Fußball-Bund (DFB) beim Thema Stadionsicherheit nochmals erhöht. Man arbeite seit einiger Zeit "sehr konstruktiv und intensiv daran, dass wir Verbesserungen für ein sicheres Stadionerlebnis erreichen", sagte Hamburgs Sportsenator Andy Grote. Dementsprechend habe die SMK "sehr kritisch diskutiert, dass die DFL einen Beschluss gefasst hat, der den letzten Weg zu einem Konsens bei der neuen Stadionverbotsrichtlinie nicht mitgeht".

Textgröße ändern:

Man sehe "schon die Gefahr, dass wir an einem Kipppunkt sind. Wir wollen das nicht. Wir hoffen, dass eine Einigung möglich ist und die Arbeit, die da reingeflossen ist, zu einem guten Ergebnis führt", führte Grote als Sprecher der A-Länder aus. Dies sei allerdings durch das Verhalten der DFL "offener" geworden. Es bestehe jedoch die "Hoffnung, dass das nicht das letzte Wort ist".

Theresa Schopper sicherte als Vorsitzende der SMK der für das Thema Stadionsicherheit federführenden Innenministerkonferenz (IMK) "volle Rückendeckung" zu. "Es ist ganz klar, dass wir Ausschreitungen und Gewalt in den Stadien oder drumherum nicht tolerieren", sagte die Sportministerin von Baden-Württemberg: "Wir wollen im Sinne der Familien und Fans, die ins Fußballstadion gehen und das genießen wollen, uns das Erlebnis nicht von ein paar Hooligans verderben lassen."

Es sei das Ziel, "dass es in Deutschland die Vokabel Hochrisikospiel für ein Fußballspiel nicht mehr braucht", betonte Sachsens Sportminister Armin Schuster: "Das erzwingt von der Polizeiseite einen immensen Kräfteeinsatz, den wir uns in der aktuellen Sicherheitslage nicht erlauben können." Es gehe ihm nicht darum, "Rechnungen zu schreiben", vielmehr wolle er "von den Einsatzkosten runter. Das geht, indem man Polizei einsparen kann".

Dies sei jedoch nur möglich, "wenn die Lageprognose vorher die Vokabel Rot- oder Hochrisikospiel gar nicht mehr kennt, weil es so friedlich ist wie bei vielen anderen Großveranstaltungen. Das ist unser Ziel." Grundsätzlich gebe es von Seiten der SMK und IMK "weiter eine riesig ausgestreckte Hand Richtung Fans und organisierten Fußball", so Schuster als Sprecher der B-Länder: "Aber wir müssen irgendwie einen kooperativen Weg finden."

Bereits vor der SMK hatten mit Schuster und Herbert Reul die Innenminister der Länder Sachsen und Nordrhein-Westfalen in einem kicker-Interview unter anderem nicht ausgeschlossen, dass Klubs künftig für die Polizeikosten bei Hochrisikospielen aufkommen müssen. Der Dachverband der Fanhilfen kritisierte dies stark.

M.Romero--PV

Empfohlen

Vinicius Júnior entschuldigt sich bei Fans

Offensiv-Star Vinicius Júnior hat sich nach einigen Tagen des Nachdenkens mit einem emotionalen Statement zu Brasiliens WM-Aus zu Wort gemeldet. "Ich entschuldige mich, und ich werde für unseren Traum kämpfen, an die Weltspitze zurückzukehren", schrieb der 25-Jährige von Real Madrid bei Instagram.

Mission Klopp: DFB-Spitze trifft sich mit Wunsch-Bundestrainer

Erste Verhandlungsrunde mit Jürgen Klopp: DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Bundesliga-Chef Hans-Joachim Watzke haben sich am Freitag mit ihrem erklärten Wunschkandidaten für den Bundestrainer-Posten in den USA getroffen, um Details einer Einigung zu besprechen. Klopp soll für einen WM-Zyklus bis 2030 unterschreiben. Nach Bild-Informationen traf sich das DFB-Duo nach seiner Ankunft am frühen Nachmittag Ortszeit mit dem 59-Jährigen und dessen Berater in einem Hotel am New Yorker Flughafen John F. Kennedy, das Gespräch soll mehr als vier Stunden gedauert haben.

Aldag kritisiert Evenepoel: "Absolut unnötig"

Die Unstimmigkeiten im Team von Red Bull-Bora-hansgrohe schlugen auch am Tag danach noch hohe Wellen. Rolf Aldag, bis 2025 Sportlicher Leiter beim deutschen Rennstall, übte im Anschluss der siebten Etappe der Tour de France deutliche Kritik an Remco Evenepoel. "Wir sind uns alle einig: Sowas gehört einfach nicht in die Öffentlichkeit. Wenn das seine Meinung ist, geht er zu Florian und bespricht es", sagte Aldag bei Eurosport.

"Bleibe hungrig": Zverev hat Lust auf Nachschlag

Die Sportwelt blickt auf den heiligsten aller Tennisplätze, selbst Bundeskanzler Friedrich Merz lässt sich das Spektakel im All England Club nicht entgehen - und Alexander Zverev hat auf dem Centre Court große Lust auf Nachschlag. "Ich bleibe konzentriert. Ich bleibe hungrig. Ich will mehr", sagte der Hamburger vor seinem Titel-Showdown in Wimbledon mit Jannik Sinner: "Ich möchte weiterhin auf höchstem Niveau spielen und weiter gewinnen."

Textgröße ändern: