Pallade Veneta - Auf wen setzt Nagelsmann? Das WM-Barometer

Auf wen setzt Nagelsmann? Das WM-Barometer


Auf wen setzt Nagelsmann? Das WM-Barometer
Auf wen setzt Nagelsmann? Das WM-Barometer / Foto: Hannes P. Albert - SID

Einen "Freifahrtschein", betonte Julian Nagelsmann bei seiner ersten Kadernominierung im WM-Jahr, besitzt keiner seiner Nationalspieler für die Endrunde im Sommer. Und doch gab der Bundestrainer am Donnerstag klare Hinweise darauf, dass dieses Aufgebot jenem für das Turnier schon sehr ähnlich sein wird: "Wenn alle gesund sind, ist das relativ gefestigt."

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Allerdings: Die Tür sei "nicht zu", gerade auf den hinteren Kaderplätzen testet Nagelsmann bei der Maßnahme mit den Länderspielen in Basel gegen die Schweiz (27. März) und in Stuttgart gegen Ghana (30.) noch Alternativen. Davon gibt es reichlich, wenn man seinen Worten glauben darf.

Im Tor haben Oliver Baumann und Alexander Nübel ihren WM-Platz sicher - immer vorbehaltlich unvorhersehbarer Ereignisse wie Verletzungen. Dahinter darf sich diesmal Jonas Urbig bewähren. Nagelsmann bescheinigte dem Münchner eine "extrem gute psychische Stabilität" sowie eine "große Perspektive". Die Herausforderer Noah Atubolu und Finn Dahmen hätten aber "nichts falsch gemacht" und weiter Chancen. Der eigentlich als Nummer eins vorgesehene Marc-André ter Stegen dagegen braucht wegen seiner erneuten Verletzung ein Wunder für die WM.

In der Abwehr sind Kapitän Joshua Kimmich, die Innenverteidiger Antonio Rüdiger, Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck sowie David Raum für die WM gesetzt. Auch Waldemar Anton und Malick Thiaw dürfen sich recht sicher fühlen. Nathaniel Brown und Josha Vagnoman können sich Ende März empfehlen. Nagelsmann nannte überdies Matthias Ginter ("sehr gute Saison") und Yann Aurel Bisseck als Kandidaten, die er weiter auf dem Schirm habe. Das gilt wohl auch noch für Ridle Baku, aber eher weniger für Maximilian Mittelstädt, Benjamin Henrichs oder Robin Koch.

Im defensiven Mittelfeld ragt Aleksandar Pavlovic als unumstrittener Stammspieler heraus, Leon Goretzka ist aus Sicht des Bundestrainers dessen logischer Nebenmann. Aber: Der Münchner werde Richtung WM beim Verein "ein bisschen mehr spielen müssen als im Februar". Felix Nmecha ist als Nummer drei dabei, Alternativen sind die überraschend berufenen Anton Stach und Pascal Groß. Stach sei "einer derjenigen, die reinrutschen können".

Robert Andrich dagegen muss kämpfen. "Den müssen wir nicht mehr kennenlernen", so begründete Nagelsmann den Verzicht auf den Leverkusener. Angelo Stillers WM-Traum wird platzen, weil er Pavlovic zu sehr ähnelt. Mit Tom Bischof hat Nagelsmann gesprochen, er zieht aber Konkurrenten mit "mehr Rhythmus und Erfahrung" vor.

In der Offensive ist Jamal Musiala das größte Sorgenkind. Nicht, weil es plötzlich Zweifel an seinen Fähigkeiten gäbe, sondern: "Er soll erstmal fit werden, um für die WM infrage zu kommen." Kai Havertz, Florian Wirtz, Serge Gnabry, Leroy Sané, Nick Woltemade und Deniz Undav dürfen ihren Sommer in Übersee planen.

Von dem Trio Kevin Schade, Karim Adeyemi und Maximilian Beier will Nagelsmann "nur einen, maximal zwei" mitnehmen. Diesmal nominiert ist nur Schade. Jamie Leweling darf "als Backup für Flo" Wirtz mit. Eine Alternative ist Jungstar Lennart Karl, der erstmals dabei ist und den Nagelsmann vor dem ebenfalls schon mal besichtigten Said El Mala sieht.

Assan Ouédraogo ist wegen seiner Verletzung wie Tim Kleindienst raus, auch Jonathan Burkardt hat kaum Chancen, wenngleich Nagelsmann klarstellte: "Wenn wir einen Spieler haben, der im April zwölf Tore schießt, ist die Chance schon groß, dass der noch mitfährt." Auch Niclas Füllkrug? Dessen Name fiel am Donnerstag gar nicht mehr.

O.Mucciarone--PV

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