Pallade Veneta - Werder schwächt sich selbst: Köln gelingt Befreiungsschlag

Werder schwächt sich selbst: Köln gelingt Befreiungsschlag


Werder schwächt sich selbst: Köln gelingt Befreiungsschlag
Werder schwächt sich selbst: Köln gelingt Befreiungsschlag / Foto: Joachim Bywaletz - picture-alliance/JB-Sportfoto/SID

Der 1. FC Köln hat seine Sieglosserie beendet und sich im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga einen enorm wichtigen Erfolg erspielt. Beim 3:1 (1:0) im Kellerduell gegen Werder Bremen ging das Team von Interimstrainer René Wagner in Überzahl erstmals nach acht Spielen wieder als Sieger vom Feld - und hat nun ein kleines Polster auf die Abstiegszone.

Textgröße ändern:

Auf den Relegationsplatz besitzt Köln fünf Punkte Vorsprung, auf die direkten Abstiegsplätze gar neun. Bei Wagners Heimpremiere profitierte der FC vor allem von groben Fehlern der Gäste. Bremens Olivier Deman verschuldete früh einen Foulelfmeter, den Kölns Shootingstar Said El Mala verwandelte (7.). Kapitän Marco Friedl schwächte sein Team zudem mit einem Platzverweis nach Notbremse (24.). Nach der Pause erhöhte Ragnar Ache (65.), Romano Schmid verkürzte nochmal per Foulelfmeter (76.). Ísak Jóhannesson (90.+7) sorgte für die Entscheidung.

Durch die Pleite fiel Werder hinter Köln zurück und ist als Tabellen-15. noch drei Punkte vor dem FC St. Pauli auf dem Relegationsplatz. Am kommenden Samstag steigt das Nordderby gegen den Hamburger SV (15.30 Uhr/Sky).

Angesichts des wegweisenden Aufeinandertreffens wollte Wagner "Ruhe ausstrahlen" und den Druck "intern so gering wie möglich halten". Beim Gegner Bremen sah er durch Trainer Daniel Thioune "neue Energie" geweckt. Werder hatte die direkten Konkurrenten 1. FC Heidenheim, Union Berlin und VfL Wolfsburg geschlagen.

Im nächsten Kellerduell misslang der Start aber völlig. Deman kam im Strafraum einen Schritt gegen Jakub Kaminski zu spät, El Mala verwandelte den fälligen Elfmeter sicher. Als Friedl als letzter Mann ausrutschte und den davoneilenden Ache zu Fall brachte, entschied Schiedsrichter Tobias Reichel auf Platzverweis.

Köln übernahm die Spielkontrolle, bei Werder funktionierte wenig. Symbolisch: Bei einem Freistoß des FC lief Senne Lynen seinem Mitspieler Leonardo Bittencourt in die Hacken, beide fielen hin. Der frei stehende Kölner Cenk Özkacar konnte jedoch nicht einköpfen (36.). Auch El Mala (42.) und zweimal Ache (45.+1/45.+3) vergaben aussichtsreiche Gelegenheiten.

Besser machte es nach der Pause der eingewechselte Alessio Castro-Montes. Mit seiner ersten Aktion tunnelte er Werder-Keeper Mio Backhaus - doch der VAR kassierte den Treffer wegen Abseits ein (47.). Eine Ecke brachte die vermeintliche Entscheidung: Ache staubte aus kurzer Distanz ab. Doch der Stürmer verschuldete wenig später einen Elfmeter, Schmid sorgte für eine spannende Schlussphase.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

FIFA-Machtkampf: Infantino erhält Unterstützung aus Asien

Der von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) anvisierte Sturz Gianni Infantinos wird immer unwahrscheinlicher. Die asiatische Konföderation AFC vollzog im FIFA-Machtkampf eine Kehrtwende und sicherte dem Präsidenten des Weltverbandes ihre Unterstützung für die Wahl im März 2027 in Rabat/Marokko zu. Die AFC hatte sich zunächst mit der UEFA und dem Kontinentalverband für Nord- und Mittelamerika (CONCACAF) gegen Infantinos inzwischen gescheitertes Investorenvorhaben ausgesprochen.

Zwei Tore, drei Assists: Draisaitl glänzt gegen den Meister

Leon Draisaitl war kaum zu halten, sein kongenialer Partner Connor McDavid ebenfalls - und doch mussten die Edmonton Oilers bis ins Penaltyschießen, um den Meister Carolina Hurricanes zu besiegen. 6:5 nach Shootout hieß es am Ende einer denkwürdigen NHL-Partie, in welcher der deutsche Eishockeystar und McDavid jeweils fünf Scorerpunkte sammelten. Beide trafen zweimal und lieferten drei Assists.

Strecke in Austin "inakzeptabel": Verstappen schlägt Alarm

Der viermalige Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hat vor der möglichen Titelentscheidung in Austin/Texas die holprige Rennstrecke scharf kritisiert. Der "Circuit of the Americas", auf dem am Wochenende der Große Preis der USA stattfindet, sei "inakzeptabel", sagte der Niederländer vor dem 18. WM-Lauf: "Ich liebe diese Rennstrecke, ich liebe diese Stadt. Es ist eine der schönsten Strecken und einer der besten Orte, an die man kommen kann. Aber die Unebenheiten, die es hier gibt, sind inakzeptabel."

Urteil im Maradona-Prozess am 22. Dezember

Im Prozess um den Tod der argentinischen Fußballlegende Diego Maradona wird das Urteil am 22. Dezember verkündet. Das gab das zuständige Gericht am Donnerstag nach rund sechs Monaten Verhandlungsdauer bekannt. Sieben Mitarbeiter des medizinischen Teams des Weltmeisters von 1986 sind angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, durch fahrlässiges Handeln zum Tod Maradonas beigetragen zu haben.

Textgröße ändern: