Pallade Veneta - Fußball-WM: Boston treibt Transportkosten für Fans hoch

Fußball-WM: Boston treibt Transportkosten für Fans hoch


Fußball-WM: Boston treibt Transportkosten für Fans hoch
Fußball-WM: Boston treibt Transportkosten für Fans hoch / Foto: MADDIE MEYER - SID

80 US-Dollar für die Bahn, 95 für einen Shuttlebus - oder mindestens 220 für einen Parkplatz am Stadion: Sollte die deutsche Nationalmannschaft in der K.o.-Runde der Fußball-WM in Boston spielen, entwickelt sich die Anreise für die Fans zu einem teuren Vergnügen. Neben den hohen Ticketpreisen des Weltverbandes FIFA sorgen zwei Monate vor dem Turnierstart vor allem die Transportkosten in einigen US-Städten für reichlich Unmut.

Textgröße ändern:

Das Organisationskomitee in Boston gab am Dienstag bekannt, dass für die Anreise aus der Stadt zum rund 43 Kilometer entfernten WM-Stadion ein Shuttlebus eingesetzt werden soll. Pro Sitzplatz werden 95 US-Dollar für die Hin- und Rückfahrt berechnet. Es gibt keine Ermäßigungen für Kinder, behinderte Menschen oder Erwachsene ab 60 Jahren.

Anfang des Monats hatte bereits der Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs in Boston und Umgebung mitgeteilt, dass der Fahrkartenpreis von 20 US-Dollar für NFL-Spiele der New England Patriots auf 80 US-Dollar bei der WM steigen werde. Offizielle Parkplätze der FIFA gibt es für ein mögliches deutsches Sechzehntelfinale für 220 US-Dollar.

Sollte Deutschland die Gruppenphase des Turniers in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) als Erster abschließen, ginge es im besten Fall über Boston, Philadelphia, abermals Boston und Dallas bis zurück nach New York/New Jersey. Als Gruppenzweiter lautet die Route bis zum Endspiel: Boston, New York/New Jersey, Miami und Atlanta.

Auch in New York/New Jersey drohen astronomische Ausgaben für die Anreise zum Stadion. Wie das Portal The Athletic berichtet, dürften die Preise für die 29 Kilometer lange Zugfahrt voraussichtlich über 100 US-Dollar liegen. Normalerweise kostet eine Hin- und Rückfahrkarte 12,90 US-Dollar. Das DFB-Team spielt mindestens einmal im Finalstadion, in der Vorrundengruppe E geht es am 25. Juni gegen Ecuador.

Das einzige Ziel des Turniers scheine darin zu bestehen, "so viel Geld wie möglich von einem gefangenen Publikum zu erpressen", hatte Ronan Evain, Geschäftsführer der Fanorganisation Football Supporters Europe (FSE), kürzlich bereits kritisiert: "Fans zur Kasse zu bitten, dass sie sich für die sichere und umweltverträgliche Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel entscheiden, ist ein Hohn auf die Klimastrategie der FIFA und ihre Netto-Null-Verpflichtungen."

Bei der WM 2022 in Katar und der EM 2024 in Deutschland hatten Fans mit einem Spielticket kostenlosen Zugang zum öffentlichen Nahverkehr erhalten.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

FIFA-Machtkampf: Infantino erhält Unterstützung aus Asien

Der von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) anvisierte Sturz Gianni Infantinos wird immer unwahrscheinlicher. Die asiatische Konföderation AFC vollzog im FIFA-Machtkampf eine Kehrtwende und sicherte dem Präsidenten des Weltverbandes ihre Unterstützung für die Wahl im März 2027 in Rabat/Marokko zu. Die AFC hatte sich zunächst mit der UEFA und dem Kontinentalverband für Nord- und Mittelamerika (CONCACAF) gegen Infantinos inzwischen gescheitertes Investorenvorhaben ausgesprochen.

Zwei Tore, drei Assists: Draisaitl glänzt gegen den Meister

Leon Draisaitl war kaum zu halten, sein kongenialer Partner Connor McDavid ebenfalls - und doch mussten die Edmonton Oilers bis ins Penaltyschießen, um den Meister Carolina Hurricanes zu besiegen. 6:5 nach Shootout hieß es am Ende einer denkwürdigen NHL-Partie, in welcher der deutsche Eishockeystar und McDavid jeweils fünf Scorerpunkte sammelten. Beide trafen zweimal und lieferten drei Assists.

Strecke in Austin "inakzeptabel": Verstappen schlägt Alarm

Der viermalige Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hat vor der möglichen Titelentscheidung in Austin/Texas die holprige Rennstrecke scharf kritisiert. Der "Circuit of the Americas", auf dem am Wochenende der Große Preis der USA stattfindet, sei "inakzeptabel", sagte der Niederländer vor dem 18. WM-Lauf: "Ich liebe diese Rennstrecke, ich liebe diese Stadt. Es ist eine der schönsten Strecken und einer der besten Orte, an die man kommen kann. Aber die Unebenheiten, die es hier gibt, sind inakzeptabel."

Urteil im Maradona-Prozess am 22. Dezember

Im Prozess um den Tod der argentinischen Fußballlegende Diego Maradona wird das Urteil am 22. Dezember verkündet. Das gab das zuständige Gericht am Donnerstag nach rund sechs Monaten Verhandlungsdauer bekannt. Sieben Mitarbeiter des medizinischen Teams des Weltmeisters von 1986 sind angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, durch fahrlässiges Handeln zum Tod Maradonas beigetragen zu haben.

Textgröße ändern: