Pallade Veneta - Neuer-Debatte: Löw signalisiert Verständnis für Nagelsmann

Neuer-Debatte: Löw signalisiert Verständnis für Nagelsmann


Neuer-Debatte: Löw signalisiert Verständnis für Nagelsmann
Neuer-Debatte: Löw signalisiert Verständnis für Nagelsmann / Foto: KAI PFAFFENBACH - SID

Joachim Löw (66) hat sich in die WM-Debatte um Manuel Neuer eingeschaltet - und sein Verständnis signalisiert, sollte Bundestrainer Julian Nagelsmann den Torwart von Bayern München nicht mit zur Titelmission in den USA, Mexiko und Kanda nehmen. Ein Bundestrainer müsse "auch Entscheidungen treffen, die die ganze Mannschaft betreffen" und "die manchmal auch unpopulär sind", sagte Löw am Rande der Champions-League-Partie zwischen Bayern und Real Madrid am Mittwoch bei DAZN.

Textgröße ändern:

Neuer sei "über die vielen Jahre hinweg wahrscheinlich weltweit immer der beste Torhüter gewesen. Man denke mal an 2010, 2014, auch danach. Der Manuel war herausragend", sagte Löw, der gemeinsam mit dem Keeper 2014 in Brasilien den WM-Titel gewonnen hatte: "Und das Bemerkenswerte ist, dass er mit 40 Jahren so eine Leistung noch bringen kann". Aber "ein Nationaltrainer entscheidet manchmal halt eben auch aus anderen Überlegungen heraus", ergänzte Löw: "Er muss manchmal Entscheidungen treffen, die auf der einen Seite mutig sind. Die notwendig sind, aber die vielleicht auch nicht immer so populär sind."

Löw betonte zudem, dass er nicht wisse, ob "es da eine Konversation zwischen" Nagelsmann und Neuer gibt: "Oder wie die Situation ist." Außerdem habe sich Neuer zu dem Thema "ja eigentlich klar geäußert", dass das "im Moment für ihn kein Thema" sei. Und von Nagelsmann habe er "auch keine Schritte in diese Richtung vernommen. Also von daher denke ich, dass es erstmal kein Thema sein wird."

DAZN-Experte Sami Khedira glaubt, dass sich die Diskussion um Neuer womöglich auf die Leistung der designierten Nummer eins Oliver Baumann (TSG Hoffenheim) auswirken könnte. Nagelsmann wisse, "dass Manu der beste Torwart ist. Aber wir schaden einem Menschen, der in zwei Monaten die Nummer eins sein soll. Das ist nicht gut", sagte der Ex-Nationalspieler: "Den Oli Baumann killen wir gerade."

B.Fortunato--PV

Empfohlen

FIFA-Machtkampf: Infantino erhält Unterstützung aus Asien

Der von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) anvisierte Sturz Gianni Infantinos wird immer unwahrscheinlicher. Die asiatische Konföderation AFC vollzog im FIFA-Machtkampf eine Kehrtwende und sicherte dem Präsidenten des Weltverbandes ihre Unterstützung für die Wahl im März 2027 in Rabat/Marokko zu. Die AFC hatte sich zunächst mit der UEFA und dem Kontinentalverband für Nord- und Mittelamerika (CONCACAF) gegen Infantinos inzwischen gescheitertes Investorenvorhaben ausgesprochen.

Zwei Tore, drei Assists: Draisaitl glänzt gegen den Meister

Leon Draisaitl war kaum zu halten, sein kongenialer Partner Connor McDavid ebenfalls - und doch mussten die Edmonton Oilers bis ins Penaltyschießen, um den Meister Carolina Hurricanes zu besiegen. 6:5 nach Shootout hieß es am Ende einer denkwürdigen NHL-Partie, in welcher der deutsche Eishockeystar und McDavid jeweils fünf Scorerpunkte sammelten. Beide trafen zweimal und lieferten drei Assists.

Strecke in Austin "inakzeptabel": Verstappen schlägt Alarm

Der viermalige Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hat vor der möglichen Titelentscheidung in Austin/Texas die holprige Rennstrecke scharf kritisiert. Der "Circuit of the Americas", auf dem am Wochenende der Große Preis der USA stattfindet, sei "inakzeptabel", sagte der Niederländer vor dem 18. WM-Lauf: "Ich liebe diese Rennstrecke, ich liebe diese Stadt. Es ist eine der schönsten Strecken und einer der besten Orte, an die man kommen kann. Aber die Unebenheiten, die es hier gibt, sind inakzeptabel."

Urteil im Maradona-Prozess am 22. Dezember

Im Prozess um den Tod der argentinischen Fußballlegende Diego Maradona wird das Urteil am 22. Dezember verkündet. Das gab das zuständige Gericht am Donnerstag nach rund sechs Monaten Verhandlungsdauer bekannt. Sieben Mitarbeiter des medizinischen Teams des Weltmeisters von 1986 sind angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, durch fahrlässiges Handeln zum Tod Maradonas beigetragen zu haben.

Textgröße ändern: