Pallade Veneta - Streit um WM-Transportkosten: FIFA weist Forderungen zurück

Streit um WM-Transportkosten: FIFA weist Forderungen zurück


Streit um WM-Transportkosten: FIFA weist Forderungen zurück
Streit um WM-Transportkosten: FIFA weist Forderungen zurück / Foto: ALEX WONG - SID

Die FIFA hat Forderungen aus der US-Politik nach einer Übernahme der Transportkosten der Fans bei der Fußball-WM zurückgewiesen. Auf Anfrage des SID zeigte sich eine Sprecherin des Weltverbandes "ziemlich überrascht" angesichts des Vorgehens und einer entsprechenden Äußerung der Gouverneurin von New Jersey, Mikie Sherrill.

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Der FIFA sei "kein anderes Großereignis" bekannt, das zuvor im MetLife Stadium stattgefunden habe, "einschließlich großer Sportveranstaltungen, weltweiter Konzerttourneen usw., bei dem die Veranstalter verpflichtet waren, den Fantransport zu bezahlen", teilte der Weltverband mit.

Sherrill sieht die Schuld bei der FIFA. "Während NJ Transit auf einer Rechnung von 48 Millionen US-Dollar sitzt, um Fans sicher zu den Spielen und zurück zu bringen, nimmt die FIFA 11 Milliarden US-Dollar ein", kritisierte die Gouverneurin bei X: "Die FIFA sollte für die Fahrten zahlen." Sie wolle "nicht zulassen, dass New Jersey über den Tisch gezogen wird". Auch Chuck Schumer, der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, forderte den Weltverband auf, die Transportkosten zu übernehmen.

Laut The Athletic plant der Verkehrsbetrieb New Jersey Transit, für Fahrten von der Penn Station in Manhattan zum MetLife Stadium in New Jersey mehr als 100 US-Dollar zu verlangen. In Boston werden derweil 95 US-Dollar für die Hin- und Rückfahrt im Bus berechnet, der Fahrkartenpreis für die Bahn soll auf 80 US-Dollar steigen. Anhänger in Europa reagierten empört auf die Berichte aus einigen US-Städten.

Laut FIFA hätten die Host-City-Vereinbarungen aus dem Jahr 2018 einen kostenlosen Transport für Fans zu allen Spielen vorgesehen. "In Anerkennung der finanziellen Belastung" seien diese angepasst worden, sodass "alle Spielticketinhaber und akkreditierten Personen gegen Gebühr den Zugang zu Transportmitteln erhalten". Das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) bringe dazu "Millionen von Fans nach Nordamerika" und die "damit verbundene wirtschaftliche Auswirkungen".

Bei der WM 2022 in Katar und der EM 2024 in Deutschland hatten Fans mit einem Spielticket kostenlosen Zugang zum öffentlichen Nahverkehr erhalten. Das DFB-Team spielt in der Gruppe E am 25. Juni in New York/New Jersey gegen Ecuador. In der K.o.-Runde könnten Partien in Boston folgen.

U.Paccione--PV

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