Pallade Veneta - Krawalle beim Nordderby: HSV-Fans randalieren nach Schlusspfiff

Krawalle beim Nordderby: HSV-Fans randalieren nach Schlusspfiff


Krawalle beim Nordderby: HSV-Fans randalieren nach Schlusspfiff
Krawalle beim Nordderby: HSV-Fans randalieren nach Schlusspfiff / Foto: Tauchnitz - picture-alliance/nordphoto GmbH/SID

Nach dem hitzigen Nordderby in der Fußball-Bundesliga zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV (3:1) ist es zu Ausschreitungen gekommen. Aus dem Gästeblock flog nach dem Schlusspfiff Pyrotechnik über den Platz in die Ostkurve der Werder-Fans. Außerdem zündeten HSV-Anhänger Gegenstände an und warfen sie in die Nachbarblöcke. Die Feuerwehr musste einen Brand löschen, die Polizei versuchte, den Gästeblock zu räumen, dabei kam es zu Schlägereien.

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Die Bremer Behörden beschrieben den Vorfall am späten Abend in einer polizeilichen Pressemitteilung: "Im Gästebereich des Stadions kam es nach dem Spiel zu einem Brand im Bereich der Sanitäranlagen. Beim Einschreiten von Feuerwehr und Polizei kam es zu einem Angriff aus der Fanszene der Gäste gegen die Polizeikräfte, wobei nach derzeitigem Stand kein Polizeibeamter verletzt wurde", hieß es darin.

"Wenn Grenzen überschritten werden, gehört das nicht auf den Fußballplatz. Die Verletzungsgefahr war schon sehr groß. Ich habe gesehen, dass einiges neben uns einschlug", hatte Werder-Trainer Daniel Thioune auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gesagt. HSV-Coach Merlin Polzin meinte, man könne das "in keinster Weise gutheißen, aber mir fehlen noch die Bilder, um es bewerten zu können. Ich hoffe natürlich, dass niemandem etwas passiert ist." Bremens Pressesprecher Christoph Pieper sprach von "Sachschäden", dagegen seien "Personenschäden bisher nicht bekannt, von daher ist es noch glimpflich ausgegangen".

Schon vor dem Anpfiff hatte es einen Zwischenfall gegeben: Aus dem HSV-Fanblock wurden Leuchtraketen auf den Rasen geschossen und landeten neben dem DAZN-Team. Der Sender unterbrach seine Übertragung und schaltete Werbung. Die Polizei hatte das Nordderby als Risikospiel eingestuft.

Die Behörden zogen trotz der Ausschreitungen ein "positives Fazit". Man habe das zuvor erarbeitete "Deeskalationskonzept erfolgreich umgesetzt", erklärte die Polizei Bremen. Nach Spielende sei es "im Zusammenhang mit den Abreisebewegungen vereinzelt zu fußballtypischen Straftaten wie Körperverletzungsdelikten" gekommen. Die Abreisephase sei dann aber "weitestgehend störungsfrei" verlaufen.

D.Vanacore--PV

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