Pallade Veneta - Nach Kritik der Piloten: Formel 1 passt Regeln an

Nach Kritik der Piloten: Formel 1 passt Regeln an


Nach Kritik der Piloten: Formel 1 passt Regeln an
Nach Kritik der Piloten: Formel 1 passt Regeln an / Foto: TOSHIFUMI KITAMURA - SID

Die Formel 1 hat auf die massive Kritik ihrer Piloten reagiert und die Zeit in der Wettkampfpause für Anpassungen am Regelwerk genutzt. Wie der Automobil-Weltverband FIA am Montag mitteilte, wurden konkrete Maßnahmen getroffen, die vor allem die Leistungssteigerung im Qualifying und die Sicherheit im Rennen fördern sollen. Die "Verbesserungen" seien auch das Ergebnis von "umfangreichen Beiträgen" der Fahrer. Sie sollen ab dem nächsten Grand Prix in Miami (3. Mai) in Kraft treten, müssen zunächst aber noch vom FIA-Weltrat abgesegnet werden.

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Für ein ansehnlicheres Qualifying wurde konkret das Energiemanagement angepasst. Erstmals in der Geschichte der Rennserie trägt der Elektromotor fast die Hälfte der Leistung bei, der Bedarf eines Formel-1-Autos ist aber so groß, dass die Fahrer ihre Runden nicht unter Vollgas fahren konnten – weil ihnen sonst die Energie ausgeht. Die Änderungen "zielen darauf ab, die übermäßige Energierückgewinnung zu verringern und ein konstanteres Fahren mit Vollgas zu fördern", hieß es. Unter anderem Weltmeister Lando Norris hatte sich über die "vielleicht schlechtesten" Boliden der Geschichte beschwert.

Im Rennverlauf hatten sich durch den hohen E-Anteil immer wieder drastische Geschwindigkeitsunterschiede offenbart. Auch hier wurde das Energiemanagement angepasst. "Diese Maßnahmen sollen übermäßige Auffahrgeschwindigkeiten reduzieren und gleichzeitig Überholmöglichkeiten und die allgemeinen Leistungsmerkmale erhalten", schrieb die FIA.

In Suzuka war es zum Crash von Haas-Pilot Oliver Bearman gekommen, der mit überhöhter Geschwindigkeit auf den Alpine-Fahrer Franco Colapinto aufholte - und sicherheitshalber ins Gras auswich. "Das ist wirklich das erste Mal in der Geschichte oder zumindest in der Zeit, an die ich mich erinnern kann, dass zwei Autos, die um eine Position kämpfen, ein so massives Geschwindigkeitsdelta aufweisen. Das ist wirklich eine Art unglückliches Resultat dieses Reglements, aber das waren 50 km/h Unterschied", sagte Bearman.

Auch der Rennstart soll entschärft werden. Ein neues System soll ungewöhnlich geringe Beschleunigung eines Fahrzeugs erkennen und eine weitere Antriebseinheit aktivieren, "um ein Mindestmaß an Beschleunigung zu gewährleisten", allerdings "ohne dabei einen sportlichen Vorteil zu erlangen." Zusätzlich sollen andere Fahrer durch blinkende Lichter gewarnt werden.

Darüber hinaus soll auch das Fahren in nassen Bedingungen sicherer werden. Dazu werden unter anderem die Temperaturen der Reifendecken erhöht, um den anfänglichen Grip zu verbessern. Zudem wird das Drehmoment begrenzt.

F.Abruzzese--PV

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