Pallade Veneta - Lenz sieht europäischen Fußball "finanziell auf einem Irrweg"

Lenz sieht europäischen Fußball "finanziell auf einem Irrweg"


Lenz sieht europäischen Fußball "finanziell auf einem Irrweg"
Lenz sieht europäischen Fußball "finanziell auf einem Irrweg" / Foto: Florian Wiegand - picture-alliance/dpa/SID

Die Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga (DFL) sieht die Bundesliga im internationalen Vergleich trotz eines Minderkapitals von rund 15 Milliarden Euro in den vergangenen zehn Jahren gut aufgestellt. "Der europäische Fußball ist finanziell auf einem Irrweg, da hohe Kaderkosten in vielen Ligen nicht durch Umsätze finanziert sind und durch Investoren oder Fremdkapital gedeckt werden müssen", sagte Marc Lenz im kicker: "Faktisch wurde dieses Geld im Ausland zu großen Teilen somit vielfach 'verbrannt' und nicht sinnvoll eingesetzt - glücklicherweise für die Bundesliga."

Textgröße ändern:

Die deutsche Eliteklasse sei "von diesem Kapital nicht abhängig. Dieser Investorenweg und die Abhängigkeit von Investoren zum Ausgleich von Defiziten aus dem operativen Geschäft wird auch in Zukunft nicht Bundesliga-Weg sein", führte Lenz aus. Wichtig sei eine Balance aus finanzieller Stabilität und gesellschaftlicher Verankerung, insbesondere langfristige Investitionen könnten die künftige Wettbewerbsfähigkeit "enorm" beeinflussen. "Da brauchen wir ein Umdenken - es geht eben nicht um den nächsten Stürmer, sondern unsere perspektivische Ausrichtung", sagte Lenz.

Für die Zukunft soll auch 50+1 "ein elementarer Bestandteil der Liga" bleiben und man werde sich als DFL-Präsidium "stark für den Schutz und Fortbestand der Regel" einsetzen. Die DFL erwarte vom Bundeskartellamt "voraussichtlich noch in diesem Jahr eine finale Bewertung", so Lenz. Eine Arbeitsgruppe arbeite bereits "an möglichen Szenarien, um vorbereitet zu sein und bestenfalls auch Rechtsstreitigkeiten innerhalb der 36 Klubs vermeiden zu können".

E.Magrini--PV

Empfohlen

Bund und Länder gründen Zentrum für Safe Sports

Vertreterinnen und Vertreter von Bund und Ländern haben nach jahrelanger Vorarbeit am Donnerstag das Zentrum für Safe Sport gegründet. Die unabhängige Institution mit Sitz in Kassel soll den Schutz vor Gewalt und Machtmissbrauch im Sport stärken und im Frühjahr 2027 die Arbeit aufnehmen. Träger des Zentrums ist ein gemeinsamer Verein von Bund und Ländern.

Klopp: Keine Ablöse für Red Bull - Mertesacker soll kommen

Das größte Hindernis ist beseitigt: Der Deutsche Fußball-Bund wird für den künftigen Bundestrainer Jürgen Klopp keine Ablöse zahlen müssen. Das berichtet die Bild-Zeitung am Donnerstag und skizziert Details einer möglichen Einigung des DFB mit seinem Wunschkandidaten. Demnach sei ein Vertrag bis zur WM 2030 angedacht, alle "wesentlichen Punkte" seien besprochen - und der 2014er-Weltmeister Per Mertesacker soll zum Verband kommen.

Medien: Adeyemi will Wechsel nach Barcelona

Fußball-Nationalspieler Karim Adeyemi strebt einen Wechsel von Borussia Dortmund zum spanischen Meister FC Barcelona an. Medienberichten (unter anderem Sky, Marca) zufolge hat der 24-Jährige eine mündliche Einigung mit den Katalanen erzielt, bei denen er auf den ehemaligen Bundestrainer Hansi Flick treffen würde. Nach SID-Informationen ist eine Einigung zwischen den Vereinen allerdings noch weit entfernt.

Schiri-Boss Collina weist Kritik aus Ägypten zurück

FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina hat die aus Ägypten geäußerte Vermutung einer Bevorteilung von Lionel Messi bei der WM scharf zurückgewiesen. "Unbegründete Anschuldigungen haben in unserem Sport keinen Platz", wird der Italiener auf der Homepage des Weltverbandes zitiert, ohne einen konkreten Fall zu nennen. Collina fügte aber vielsagend an: "Niemand kann behaupten, dass Schiedsrichterentscheidungen von irgendjemandem beeinflusst werden können, nicht einmal vom FIFA-Präsidenten."

Textgröße ändern: