Pallade Veneta - Bonhof spricht von "Scheißjahr" - Rücktritt gefordert

Bonhof spricht von "Scheißjahr" - Rücktritt gefordert


Bonhof spricht von "Scheißjahr" - Rücktritt gefordert
Bonhof spricht von "Scheißjahr" - Rücktritt gefordert / Foto: PATRIK STOLLARZ - SID

Borussia Mönchengladbachs Präsident Rainer Bonhof hat kurz vor Ablauf der Saison von einem "Scheißjahr" für den fünfmaligen deutschen Fußball-Meister gesprochen. "Ich hatte gedacht, wir sind stabiler, das ist leider nicht eingetreten. Wir sind alle den Leidensweg mitgegangen", sagte der Weltmeister von 1974 auf der Mitgliederversammlung des Klubs mit tränenerstickter Stimme.

Textgröße ändern:

Drei Spieltage vor Schluss hat die Borussia den Klassenerhalt noch nicht sicher. "Wenn du aber bei Auswärtsspielen bist und siehst unsere Fans, musst du sagen: Für die lohnt es sich, nicht abzusteigen", sagte der 74-Jährige sichtlich bewegt.

Bonhof und der Rest des Präsidiums sahen sich am Montag auch Rücktrittsforderungen ausgesetzt. Auf Flugblättern drückte die aktive Fanszene ihre Sorge aus. "Borussia Mönchengladbach hat keine Zeit mehr zu verschwenden, auch nicht bis zum Ende der aktuellen Präsidiumslegislatur 2027", war dort zu lesen. Unterschrieben war der Text vom FPMG Supporters Club, der Interessenvertretung für alle Fans von Borussia Mönchengladbach, und den Ultras.

Bonhof führt die Borussia seit 2024 an, Wahlen standen auf der Versammlung nicht an. "Es ist uns kein Anliegen, verdiente Vereinslegenden wie Ex-Weltmeister Bonhof hier irgendwie zu demontieren", hieß es weiter. Es bestehe aber der "Eindruck, dass wir aktuell an oberster Stelle nicht so aufgestellt sind, wie es die schwierigen Zeiten erfordern werden."

Viel Applaus erhielt dagegen Rouven Schröder. Der erst während der Saison geholte Sportchef kündigte für den Sommer einen Umbruch an. "Wir brauchen ein richtig gutes Transferfenster. Für mich ist ein Wort wichtig: Mut. Wir brauchen Mut zu Veränderung", sagte Schröder. Gleichzeitig sei es seine Aufgabe, die Kaderkosten zu senken, ohne an Qualität einzubüßen.

Trainer Eugen Polanski gab sich kämpferisch und blickte bereits Richtung der kommenden Saison: "Wir haben eine gute Fußball-Mannschaft, haben gute Charaktere. Aber tatsächlich fehlt mir ein bisschen die Gier auf Erfolg. Wir haben sehr liebe Charaktere, wir brauchen ein paar Arschlöcher in der Mannschaft, um Spiele zu gewinnen. Ich bin voller Tatendrang, gewisse Dinge zu ändern, so wie ich sie haben will."

L.Bufalini--PV

Empfohlen

Zwei Tore, drei Assists: Draisaitl glänzt gegen den Meister

Leon Draisaitl war kaum zu halten, sein kongenialer Partner Connor McDavid ebenfalls - und doch mussten die Edmonton Oilers bis ins Penaltyschießen, um den Meister Carolina Hurricanes zu besiegen. 6:5 nach Shootout hieß es am Ende einer denkwürdigen NHL-Partie, in welcher der deutsche Eishockeystar und McDavid jeweils fünf Scorerpunkte sammelten. Beide trafen zweimal und lieferten drei Assists.

Strecke in Austin "inakzeptabel": Verstappen schlägt Alarm

Der viermalige Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hat vor der möglichen Titelentscheidung in Austin/Texas die holprige Rennstrecke scharf kritisiert. Der "Circuit of the Americas", auf dem am Wochenende der Große Preis der USA stattfindet, sei "inakzeptabel", sagte der Niederländer vor dem 18. WM-Lauf: "Ich liebe diese Rennstrecke, ich liebe diese Stadt. Es ist eine der schönsten Strecken und einer der besten Orte, an die man kommen kann. Aber die Unebenheiten, die es hier gibt, sind inakzeptabel."

Urteil im Maradona-Prozess am 22. Dezember

Im Prozess um den Tod der argentinischen Fußballlegende Diego Maradona wird das Urteil am 22. Dezember verkündet. Das gab das zuständige Gericht am Donnerstag nach rund sechs Monaten Verhandlungsdauer bekannt. Sieben Mitarbeiter des medizinischen Teams des Weltmeisters von 1986 sind angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, durch fahrlässiges Handeln zum Tod Maradonas beigetragen zu haben.

NBA: OKC auch gegen Jokic makellos - 76ers mit großem Comeback

Titelkandidat Oklahoma City Thunder und der deutsche Center Isaiah Hartenstein haben auch den zweiten Härtetest der neuen Saison bestanden und in der NBA eine weiße Weste behalten. Der Meister von 2025 schlug die Denver Nuggets um Superstar Nikola Jokic mit 96:84, nach dem Auftakterfolg über die San Antonio Spurs (116:104) setzte OKC schon das zweite kleine Ausrufezeichen der jungen Spielzeit.

Textgröße ändern: