Pallade Veneta - Auch ohne Kapitän: Eisbären vor zwölftem Titelgewinn

Auch ohne Kapitän: Eisbären vor zwölftem Titelgewinn


Auch ohne Kapitän: Eisbären vor zwölftem Titelgewinn
Auch ohne Kapitän: Eisbären vor zwölftem Titelgewinn / Foto: Rene Weiss - picture-alliance/Eibner-Pressefoto/SID

Auch ohne ihren Kapitän Kai Wissmann können die Eisbären Berlin den Champagner für die zwölfte Meisterfeier kalt stellen. Nach dem erneut überzeugenden 5:1 (1:1, 2:0, 2:0) im dritten Finale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bei den Adlern Mannheim fehlt dem Titelverteidiger und Rekordchampion nur noch ein Sieg zum erneuten Triumph - obwohl schon früh Führungsspieler Wissmann nach einem Check gegen den Kopf vom Eis geschickt wurde und nun mit einer Sperre rechnen muss.

Textgröße ändern:

In die Bresche sprang Eric Mik: Der 26-Jährige verbuchte als erster Verteidiger in der DEL-Geschichte einen Dreierpack in einem Finalspiel. Das Team des Meistermachers Serge Aubin, der bislang alle seine 14 Playoff-Serien mit Berlin gewonnen hat, ging in der Endspielserie der Superlative mit 3:0 in Führung. Damit haben die Berliner im Duell der erfolgreichsten Klubs der DEL-Historie am Donnerstag (19.30 Uhr/MagentaSport) vor eigenem Publikum den ersten Matchball. Bereits die ersten beiden Spiele hatten die Eisbären mit 7:3 und 5:1 gewonnen.

Vor 13.600 Zuschauern in der ausverkauften SAP Arena trafen neben Mik (11./39./51.) Les Lancester (25.) und Liam Kirk (52.) für die Berliner, die seit 2002 in der Meisterrunde nicht mehr gegen Mannheim und seit sieben Jahren überhaupt keine Serie mehr verloren haben. "Playoff-Monster" Leo Pföderl verbuchte zwei Assists und baute seinen Rekord auf 31 Scorerpunkte im 20. Finale aus. Kapitän Marc Michaelis (3.) hatte die Adler, die erstmals seit 2019 im Finale stehen, früh in Führung gebracht.

"Wir wollen auf jeden Fall so wenig Fehler wie möglich machen", hatte Mannheims Stürmer Tom Kühnhackl vor dem Spiel bei MagentaSport gesagt, "jeden Fehler, den wir machen, nutzt Berlin eiskalt aus." Und, betonte der zweimalige Stanley-Cup-Sieger: "Wir müssen unsere Effizienz vor dem Tor verbessern. Wenn wir unser Spiel spielen, haben wir eine Chance."

Bei den Adlern fehlte weiter Justin Schütz, der Torjäger hatte sich in der ersten Partie am Bein verletzt. Schon nach 21 Sekunden war das Spiel auch für Wissmann beendet. Der Verteidiger hatte Mannheims Stürmer Maximilian Heim mit der Schulter am Kopf getroffen und kassierte bereits seine zweite Spieldauer-Disziplinarstrafe der Serie. Nach Spiel eins war er nicht gesperrt worden, diesmal droht aber eine Zwangspause. Heim konnte nach einer Behandlungspause weiterspielen.

Die Überzahl nutzte Adler-Kapitän Michaelis für sein erstes Finaltor - und die erste Mannheimer Führung in der Serie. Doch der Rekordmeister zeigte sich unbeeindruckt: Nach Pass von Pföderl glich Mik aus.

"Die Eisbären wissen gar nicht, wie man verlieren kann", mutmaßte NHL-Star Moritz Seider in der Drittelpause, "sie sind so abgeklärt, so effizient." Prompt ging Berlin im zweiten Durchgang wieder in Führung. Dabei verbuchte Marcel Noebels seinen 88. Playoff-Scorerpunkt für Berlin und stellte damit einen Vereinsrekord auf. Danach dominierten die Eisbären das Geschehen komplett.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Bund und Länder gründen Zentrum für Safe Sports

Vertreterinnen und Vertreter von Bund und Ländern haben nach jahrelanger Vorarbeit am Donnerstag das Zentrum für Safe Sport gegründet. Die unabhängige Institution mit Sitz in Kassel soll den Schutz vor Gewalt und Machtmissbrauch im Sport stärken und im Frühjahr 2027 die Arbeit aufnehmen. Träger des Zentrums ist ein gemeinsamer Verein von Bund und Ländern.

Klopp: Keine Ablöse für Red Bull - Mertesacker soll kommen

Das größte Hindernis ist beseitigt: Der Deutsche Fußball-Bund wird für den künftigen Bundestrainer Jürgen Klopp keine Ablöse zahlen müssen. Das berichtet die Bild-Zeitung am Donnerstag und skizziert Details einer möglichen Einigung des DFB mit seinem Wunschkandidaten. Demnach sei ein Vertrag bis zur WM 2030 angedacht, alle "wesentlichen Punkte" seien besprochen - und der 2014er-Weltmeister Per Mertesacker soll zum Verband kommen.

Medien: Adeyemi will Wechsel nach Barcelona

Fußball-Nationalspieler Karim Adeyemi strebt einen Wechsel von Borussia Dortmund zum spanischen Meister FC Barcelona an. Medienberichten (unter anderem Sky, Marca) zufolge hat der 24-Jährige eine mündliche Einigung mit den Katalanen erzielt, bei denen er auf den ehemaligen Bundestrainer Hansi Flick treffen würde. Nach SID-Informationen ist eine Einigung zwischen den Vereinen allerdings noch weit entfernt.

Schiri-Boss Collina weist Kritik aus Ägypten zurück

FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina hat die aus Ägypten geäußerte Vermutung einer Bevorteilung von Lionel Messi bei der WM scharf zurückgewiesen. "Unbegründete Anschuldigungen haben in unserem Sport keinen Platz", wird der Italiener auf der Homepage des Weltverbandes zitiert, ohne einen konkreten Fall zu nennen. Collina fügte aber vielsagend an: "Niemand kann behaupten, dass Schiedsrichterentscheidungen von irgendjemandem beeinflusst werden können, nicht einmal vom FIFA-Präsidenten."

Textgröße ändern: