Pallade Veneta - Dämpfer in der Overtime: Eisbären vergeben Meister-Matchball

Dämpfer in der Overtime: Eisbären vergeben Meister-Matchball


Dämpfer in der Overtime: Eisbären vergeben Meister-Matchball
Dämpfer in der Overtime: Eisbären vergeben Meister-Matchball / Foto: Engler - (picture alliance/nordphoto GmbH / Engler)/SID

Matchball verschenkt, Titelsause vertagt: In einem wahren Overtime-Krimi haben die Eisbären Berlin ihre erste Chance auf die zwölfte Meisterschaft in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) vergeben. Der Rekordchampion verspielte am Donnerstag im vierten Finalspiel gegen die Adler Mannheim eine Zwei-Tore-Führung und verlor noch mit 3:4 (0:0, 2:1, 1:2, 0:0, 0:1) nach der zweiten Verlängerung. Damit liegen die Berliner in der Best-of-seven-Serie nur noch mit 3:1 vorne.

Textgröße ändern:

Mannheims Nicolas Mattinen (32.), Zach Solow (53.), Alexander Ehl (57.) und Luke Esposito (84.) vermiesten den Eisbären mit ihren Toren die Party in der Uber Arena. Für die Berliner trafen Les Lancaster (23.), Liam Kirk (28.) und Markus Vikingstad (47.).

Die Serie geht nun zurück in die Kurpfalz, wo Berlin am Sonntag (16.30 Uhr/MagentaSport) erneut die Möglichkeit hat, den dritten DEL-Titel in Folge perfekt zu machen. Die Adler hielten die minimale Hoffnung auf ihre erste Meisterschaft seit 2019 am Leben.

Am Donnerstag hätten die Eisbären bereits nach 57 Sekunden in Führung gehen können. Ty Ronning war plötzlich frei durch, scheiterte aber an Adler-Goalie Johan Mattsson. In der Folge stemmten sich die Gäste achtbar gegen den Final-K.o. – Eisbären-Torwart Jonas Stettmer rettete stark gegen Kris Bennett (3.). Insgesamt verteidigten die Defensivreihen im ersten Drittel das meiste gut weg, kurz vor Ende vergab Marcel Noebels (19.) im Duell mit Mattsson die Großchance zur Führung.

Der Großteil der 14.200 Zuschauer in der ausverkauften Halle explodierte schließlich, als Lancaster während eines Powerplays per One-Timer einschweißte. Nur fünf Minuten später legte Kirk nach – im Eins-gegen-eins mit Mattsson vollstreckte der Kanadier eiskalt. Mannheim steckte den Doppelschlag jedoch gut weg: In Überzahl sorgte Mattinen mit einem strammen Versuch aus der Ferne für den Anschluss.

Während Stettmer und Mattsson erstklassig aufspielten und bis ins dritte Drittel immer wieder zur Stelle waren, brachte Vikingstad die Eisbären per schönem Rückhandschlenzer wieder in Front. Die Berliner machten es jedoch noch einmal spannend, weil sie sich eine doppelte Unterzahl einhandelten, in der Solow für die Mannheimer verkürzte. In einer wilden Endphase glich Ehl aus.

In der ersten Verlängerung hatte Vikingstad (78.) mit einem Pfostenschuss die größte Gelegenheit, ehe Esposito mit seinem Treffer in der zweiten Overtime die Berliner Feierlichkeiten für den Moment aufschob.

B.Cretella--PV

Empfohlen

Medien: Adeyemi will Wechsel nach Barcelona

Fußball-Nationalspieler Karim Adeyemi strebt einen Wechsel von Borussia Dortmund zum spanischen Meister FC Barcelona an. Medienberichten (unter anderem Sky, Marca) zufolge hat der 24-Jährige eine mündliche Einigung mit den Katalanen erzielt, bei denen er auf den ehemaligen Bundestrainer Hansi Flick treffen würde. Nach SID-Informationen ist eine Einigung zwischen den Vereinen allerdings noch weit entfernt.

Schiri-Boss Collina weist Kritik aus Ägypten zurück

FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina hat die aus Ägypten geäußerte Vermutung einer Bevorteilung von Lionel Messi bei der WM scharf zurückgewiesen. "Unbegründete Anschuldigungen haben in unserem Sport keinen Platz", wird der Italiener auf der Homepage des Weltverbandes zitiert, ohne einen konkreten Fall zu nennen. Collina fügte aber vielsagend an: "Niemand kann behaupten, dass Schiedsrichterentscheidungen von irgendjemandem beeinflusst werden können, nicht einmal vom FIFA-Präsidenten."

Debüt naht: Segner erstmals auf der Bank der All Blacks

Das Debüt von Rugby-Profi Anton Segner für die neuseeländische Nationalmannschaft steht unmittelbar bevor. Wie die All Blacks in der Nacht auf Donnerstag bekanntgaben, wird der 24-Jährige im Spiel der Nations Championships gegen Italien am Samstag erstmals auf der Bank sitzen.

Wieder kein Deutscher am Sachsenring: "Nicht zufriedenstellend"

Auch in diesem Jahr können die vielen Fans beim Großen Preis von Deutschland am Sachsenring keinem deutschen Rennfahrer zujubeln, die Flaute soll kein Dauerzustand werden. "Deutschland braucht wieder Teilnehmer in der Motorrad-WM, das steht außer Frage", sagte ADAC-Sportpräsident Gerd Ennser auf SID-Anfrage: "Die aktuelle Situation ohne nationale Fahrer in den WM-Klassen ist nicht zufriedenstellend."

Textgröße ändern: