Pallade Veneta - Bierhoff rät DFB bei WM zu Zurückhaltung - und übt Kritik

Bierhoff rät DFB bei WM zu Zurückhaltung - und übt Kritik


Bierhoff rät DFB bei WM zu Zurückhaltung - und übt Kritik
Bierhoff rät DFB bei WM zu Zurückhaltung - und übt Kritik / Foto: Johannes Simon - picture-alliance/Süddeutsche Zeitung Photo/SID

Oliver Bierhoff empfiehlt dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) angesichts der politischen Debatten um US-Präsident Donald Trump eine Art Abschottungskurs für die WM im Sommer. "Die Spieler müssen geschützt werden. Sie dürfen sich nicht treiben lassen. Man sollte ihnen sagen: Lasst die Medien meckern und konzentriert euch auf den Sport", sagte Bierhoff dem Magazin stern. Der DFB sollte sich bei dem Turnier in den USA, Mexiko und Kanada einmal positionieren und dann deutlich machen: "Lasst die Mannschaft in Ruhe! Tragt eure Moraldebatten gerne aus, aber nicht auf dem Rücken der Spieler."

Textgröße ändern:

Aus Sicht des früheren DFB-Managers werde "der kritische Kommentar eines einzelnen Fußballers" nichts daran ändern, dass Trump die WM für seine Zwecke instrumentalisieren könnte. "Es gibt enge wirtschaftliche Verbindungen zu den Vereinigten Staaten und unsere Regierung ist weiterhin um gute Beziehungen bemüht. Warum sollte ausgerechnet die Nationalmannschaft eine andere Haltung einnehmen?", fragte Bierhoff. Er finde die meisten Diskussionen ohnehin "verlogen".

Vor der WM 2022 in Katar hatte sich der DFB unter Bierhoffs Führung positioniert und das Tragen der "One Love"-Binde angekündigt. Auf Druck der FIFA knickte der Verband damals aber ein. "Heute denke ich: Man muss sehr gut überlegen, ob man sich als Team bei einem Turnier politisch positioniert", sagte der 58-Jährige, der nicht die Spieler, sondern die "politische Führung" des Verbandes in der Verantwortung sieht, um entsprechende Aussagen zu tätigen.

Bei dem Turnier vor vier Jahren hätte sich Bierhoff gewünscht, "dass sich das Präsidium des Verbandes klarer zu Katar äußern und vor die Mannschaft stellen würde. Stattdessen hatte ich das Gefühl, dass man sich eher hinter der Mannschaft und mir versteckt", kritisierte er im Rückblick. Nach dem Vorrundenaus in Katar hatten sich der DFB und Bierhoff nach 18 Jahren getrennt.

Verantwortliche des DFB betonten zuletzt, dass "Fehler" aus Katar nicht wiederholt und politische Themen aus der Kabine herausgehalten werden sollten. Menschenrechtsorganisationen blicken bereits seit Monaten mit Besorgnis auf die Entwicklung der USA unter Trumps Führung.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Kane trifft: Aber Bayern verpasst Sieg gegen Arsenal

Dank Torgarant Harry Kane schnuppert der FC Bayern im Champions-League-Kracher gegen den FC Arsenal am Sieg - kassiert in der Schlussphase aber den Ausgleich.

Nach Klatsche von München: Leipzig verliert auch bei Real

Lehrstunde im Bernabéu: Nach der Schmach von München hat RB Leipzig auch in der Champions League einen herben Dämpfer kassiert. Trotz einer Leistungssteigerung unterlag die Mannschaft von Trainer Martín Demichelis am Mittwoch den Königsklassen-Kracher beim Star-Ensemble von Real Madrid mit 1:4 (0:1). Obwohl sich die Sachsen vier Tage nach dem 1:6 in der Bundesliga beim FC Bayern verbessert zeigten, steigt der Druck im Kampf um das Weiterkommen.

Kane trifft: Aber Bayern verpasst Ausrufezeichen

Der FC Bayern hat an einem glanzvollen Europacup-Abend ein dickes Ausrufezeichen verpasst. Der deutsche Rekordmeister musste sich in einem umkämpften Champions-League-Gipfel gegen den FC Arsenal am Ende mit einem 2:2 (1:1) begnügen. Mit bisher nur fünf Punkten aus drei Spielen hinken die Münchner in der Ligaphase bisher noch den Erwartungen hinterher - und in zwei Wochen wartet bei Atlético Madrid im Finalstadion von 2027 schon die nächste große Herausforderung auf die Münchner.

Torserie in zehn Spielen: Kane mit Klubrekord

Torgarant Harry Kane vom FC Bayern hat im Champions-League-Spiel gegen seinen Jugendverein FC Arsenal einen Klubrekord aufgestellt. Der englische Stürmerstar traf im zehnten Spiel der Königsklasse in Serie für die Münchner - länger war auf Europas größter Bühne im Vereinsfußball einzig Cristiano Ronaldo erfolgreich.

Textgröße ändern: