Pallade Veneta - Ohne Sturm und Reichel: Auftaktpleite für DEB-Team

Ohne Sturm und Reichel: Auftaktpleite für DEB-Team


Ohne Sturm und Reichel: Auftaktpleite für DEB-Team
Ohne Sturm und Reichel: Auftaktpleite für DEB-Team / Foto: ENNIO LEANZA - SID

Nico Sturm sagte ab, Lukas Reichel ruhte sich noch aus: Ohne weitere NHL-Verstärkung ist die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft mit einer knappen Niederlage in die WM in der Schweiz gestartet. Das stark ersatzgeschwächte Team um Starverteidiger Moritz Seider verlor zum Auftakt 1:3 (0:1, 0:0, 1:2) gegen den Olympia-Dritten Finnland.

Textgröße ändern:

Nach dem Vorrunden-Aus vor einem Jahr und der Olympia-Enttäuschung von Mailand steht Bundestrainer Harold Kreis enorm unter Druck. Schon am Sonntag (20.20 Uhr/ProSieben und MagentaSport) im zweiten Gruppenspiel gegen Lettland könnte sich zeigen, ob das ausgegebene Ziel Viertelfinale erreichbar ist.

Vor 8000 Zuschauern in der Swiss Life Arena in Zürich besiegelten NHL-Star Anton Lundell (9.), Jesse Puljujärvi (44.) und Aatu Räty (56.) jeweils im Powerplay die Auftaktpleite für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Seider verhinderte mit einer spektakulären Rettungsaktion auf der Linie ein weiteres Gegentor (21.). Der Straubinger Stefan Loibl (49.) sorgte für den Anschluss.

Kreis, der mit dem sensationellen WM-Silber 2023 in seine Amtszeit gestartet war, musste nach vielen prominenten Absagen improvisieren. Vor allem in den Special Teams offenbarte Deutschland großen Nachholbedarf. Während die Finnen ihre ersten beiden Überzahlspiele nutzten, blieben die Deutschen in den zehn Minuten mit einem Mann mehr auf dem Eis weitgehend harmlos.

Vor dem ersten Bully hatte der 67-Jährige erfahren, dass auch Sturm nach dem Playoff-Aus mit Minnesota Wild nicht zur Verfügung stehen wird, der DEB nominierte alle 25 WM-Spieler bereits für die Auftaktpartie.

Auch Reichel, der am Donnerstag nachgereist und erstmals mit der Mannschaft trainiert hatte, stand noch nicht auf dem Eis. Der 23-Jährige hatte kurzfristig seinen Vertrag bei den Boston Bruins um ein Jahr verlängert, er soll gegen Lettland seinen Einstand geben. "Er soll erstmal schlafen", hatte Kreis gesagt.

Somit standen nur elf Olympiateilnehmer von Mailand auf dem Eis - und lediglich drei NHL-Profis. Die Finnen boten gleich zwölf auf, darunter ihren Starstürmer Aleksander Barkov, der allerdings die komplette Saison wegen eines Kreuzbandrisses verpasst hatte.

Die Vorgabe, wieder mehr auf kompakte Defensivarbeit und einfaches Eishockey zu setzen, war in der Anfangsphase deutlich zu erkennen. Es dauerte bis zur achten Minute, ehe die Finnen durch Janne Kuokkanen die erste Chance des Spiels hatten. Wenig später war NHL-Torhüter Philipp Grubauer aber schon zum ersten Mal geschlagen: Als Maximilian Kastner auf der Strafbank saß, traf Lundell in den Winkel.

Im ersten deutschen Powerplay vergab NHL-Neuling Joshua Samanski die große Chance zum Ausgleich (13.). Auf der Gegenseite hatte Grubauer genug Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Das deutsche Powerplay hakte dagegen: Samanski vergab erneut eine Großchance (33.), doch mehr brachte das DEB-Team in seinen ersten zehn Überzahlminuten nicht zustande.

Das Powerplay müsse die deutsche Auswahl "auf jeden Fall verbessern", forderte Kahun in der zweiten Drittelpause. Die Special Teams blieben aber das Problem. Als Andreas Eder die zweite Strafzeit für Deutschland absaß, baute Schweiz-Legionär Puljujärvi die finnische Führung aus. Loibl schlug nach einem sehenswerten Spielzug zurück, zu mehr reichte es aber nicht mehr.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Penalty-Drama: DEB-Team verliert auch gegen USA

Ein Start nach Maß, zweimal geführt, doch die Sieglos-Serie nimmt kein Ende: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft schlittert bei der WM in der Schweiz weiter von einer Pleite zur nächsten, hat aber noch immer eine Chance auf das Viertelfinale. Das Team von Bundestrainer Harold Kreis verlor auch gegen den stark dezimierten Olympiasieger und Titelverteidiger USA mit 3:4 (1:1, 2:1, 0:1, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen und kassierte die insgesamt achte WM-Niederlage in Folge - erstmals seit 1990.

Villa zu stark: Freiburgs Europa-League-Traum geplatzt

Aus der Traum: Das Europapokal-Märchen des SC Freiburg bleibt ohne Happy End. Die Breisgauer verloren das Finale der Europa League gegen Favorit Aston Villa mit 0:3 (0:2) und verpassten den ersten großen Titel der Vereinsgeschichte. Youri Tielemans (41.) und Emiliano Buendia (45.+3) mit zwei wunderschönen Toren sowie Morgan Rogers (58.) ließen in Istanbul die Hoffnungen des Sport-Clubs platzen, die ersehnte magische Nacht blieb aus.

Bis 2028: Baum bleibt Trainer in Augsburg

Manuel Baum bleibt Trainer des Fußball-Bundesligisten FC Augsburg. Das gaben die Fuggerstädter am Mittwochabend bekannt. Nach einer erfolgreichen Saison wurde der Vertrag des 46-Jährigen um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2028 verlängert.

Unfall auf Autobahn: Musiala seit Februar ohne Führerschein

Fußball-Nationalspieler Jamal Musiala besitzt seit mehreren Monaten keinen Führerschein mehr, weil er vor über einem Jahr einen Unfall auf der Autobahn verursacht hat. Das berichten mehrere Medien, unter anderem die Bild-Zeitung und tz München. "Es ist richtig, dass ich im April 2025 einen Unfall hatte, den ich auch verursacht habe", sagte der 23-Jährige der Bild.

Textgröße ändern: