Pallade Veneta - "Pyrotechnik als Waffe": DFB verhängt Strafen nach Skandalspiel

"Pyrotechnik als Waffe": DFB verhängt Strafen nach Skandalspiel


"Pyrotechnik als Waffe": DFB verhängt Strafen nach Skandalspiel
"Pyrotechnik als Waffe": DFB verhängt Strafen nach Skandalspiel / Foto: Sebastian Kahnert - picture-alliance/dpa/SID

Gut sechs Wochen nach den skandalösen Ausschreitungen während des Zweitligaspiels zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) harte Sanktionen gegen beide Klubs verhängt. Gastgeber Dynamo wurde durch das DFB-Sportgericht zu einer Geldstrafe in Höhe von 91.200 Euro und einem teilweisen Zuschauerausschluss für zwei Heimspiele verurteilt. Hertha BSC soll 152.000 Euro zahlen. Das teilte der DFB am Mittwoch mit, die Dresdner kündigten umgehend einen Einspruch an.

Textgröße ändern:

"Ich kann mich an kaum einen Fall erinnern, bei dem Pyrotechnik in einem solchen Ausmaß als Waffe gegen Menschen eingesetzt wurde", sagte Stephan Oberholz, Vorsitzender des DFB-Sportgerichts: "Das ist nicht tolerierbar, dafür kann es keine Entschuldigung, keine Ausrede und auch keine Nachsicht geben. Da der Fall kein Standardfall ist, muss auch die Sanktion vom Standard abweichen."

Der Zuschauerteilausschluss soll im Rudolf-Harbig-Stadion für die K-Blöcke gelten und damit für sämtliche 9000 Heim-Stehplätze. Für eines der beiden Heimspiele ist die Strafe zur Bewährung ausgesetzt, die Bewährungszeit läuft bis zum 30. Juni 2027 und gilt damit für die kommende Saison.

"Da das aktuelle Urteil ausschließlich auf Grundlage einer Einzelrichterentscheidung im schriftlichen Verfahren beruht, werden wir Einspruch einlegen, um vor dem vollbesetzten Sportgericht in einer mündlichen Verhandlung Gehör zu finden", ließ Dynamo-Geschäftsführer Stephan Zimmermann wissen: "Gerade mit Blick auf einen Teilausschluss der Zuschauer als Kollektivstrafe sehen wir das dringende Bedürfnis, unsere Argumentationen und Präventivmaßnahmen persönlich zu präsentieren."

Als weitere Maßnahme fordert das Sportgericht beide Vereine auf, für die nächsten beiden direkten Duelle jeweils nur die Hälfte des Kartenkontingents für den Gastbereich auszugeben. Diese Tickets müssen zudem personalisiert werden.

Am Karsamstag hatten die Vorfälle für bundesweites Aufsehen gesorgt, Fans beider Lager beteiligten sich an schweren Ausschreitungen. Anhänger überwanden Absperrungen, im Innenraum kam es zu Auseinandersetzungen mit Pyrotechnik und Raketen. Mindestens 17 Menschen wurden nach Angaben des DFB verletzt.

Dynamo hatte bereits im April "infrastrukturelle Veränderungen" für seine Heimspiele angekündigt. Diverse Maßnahmen sollen unter anderem bauliche Veränderungen und ein überarbeitetes Sicherheitskonzept einschließen.

D.Vanacore--PV

Empfohlen

Penalty-Drama: DEB-Team verliert auch gegen USA

Ein Start nach Maß, zweimal geführt, doch die Sieglos-Serie nimmt kein Ende: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft schlittert bei der WM in der Schweiz weiter von einer Pleite zur nächsten, hat aber noch immer eine Chance auf das Viertelfinale. Das Team von Bundestrainer Harold Kreis verlor auch gegen den stark dezimierten Olympiasieger und Titelverteidiger USA mit 3:4 (1:1, 2:1, 0:1, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen und kassierte die insgesamt achte WM-Niederlage in Folge - erstmals seit 1990.

Villa zu stark: Freiburgs Europa-League-Traum geplatzt

Aus der Traum: Das Europapokal-Märchen des SC Freiburg bleibt ohne Happy End. Die Breisgauer verloren das Finale der Europa League gegen Favorit Aston Villa mit 0:3 (0:2) und verpassten den ersten großen Titel der Vereinsgeschichte. Youri Tielemans (41.) und Emiliano Buendia (45.+3) mit zwei wunderschönen Toren sowie Morgan Rogers (58.) ließen in Istanbul die Hoffnungen des Sport-Clubs platzen, die ersehnte magische Nacht blieb aus.

Bis 2028: Baum bleibt Trainer in Augsburg

Manuel Baum bleibt Trainer des Fußball-Bundesligisten FC Augsburg. Das gaben die Fuggerstädter am Mittwochabend bekannt. Nach einer erfolgreichen Saison wurde der Vertrag des 46-Jährigen um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2028 verlängert.

Unfall auf Autobahn: Musiala seit Februar ohne Führerschein

Fußball-Nationalspieler Jamal Musiala besitzt seit mehreren Monaten keinen Führerschein mehr, weil er vor über einem Jahr einen Unfall auf der Autobahn verursacht hat. Das berichten mehrere Medien, unter anderem die Bild-Zeitung und tz München. "Es ist richtig, dass ich im April 2025 einen Unfall hatte, den ich auch verursacht habe", sagte der 23-Jährige der Bild.

Textgröße ändern: