Pallade Veneta - "Bisschen betrunken": Zverev schaltet in den Partymodus

"Bisschen betrunken": Zverev schaltet in den Partymodus


"Bisschen betrunken": Zverev schaltet in den Partymodus
"Bisschen betrunken": Zverev schaltet in den Partymodus / Foto: JULIEN DE ROSA - SID

Nach seinem emotionalen Triumph in Paris stürzte sich Alexander Zverev direkt in einen Partymarathon. "Um ehrlich zu sein, bin ich schon ein bisschen betrunken, deshalb wiederhole ich mich vielleicht etwas öfter als sonst", scherzte der frischgebackene Grand-Slam-Sieger: "Ich bin einfach nur froh, neben dieser Trophäe zu sitzen."

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Vor dem Genuss des einen oder anderen Getränks hatte sich Zverev in einem dramatischen Finale der French Open 6:1, 4:6, 6:4, 6:7 (5:7), 6:1 gegen den Italiener Flavio Cobolli durchgesetzt und endlich seinen ersten Titel bei einem der vier großen Tennisturniere gewonnen. Der Hamburger sorgte damit nicht nur für den ersten deutschen Grand-Slam-Erfolg im Männer-Einzel seit Boris Becker 1996 bei den Australian Open, sondern auch für den ersten Titelgewinn eines deutschen Spielers am Bois de Boulogne seit Henner Henkel 1937.

"Egal, was jetzt passiert, ich werde immer ein Grand-Slam-Sieger sein, und das kann mir niemand nehmen", sagte Zverev: "Dieser Titel stärkt mein Selbstvertrauen auf jeden Fall sehr." Sein erster Major-Erfolg gebe ihm "eine gewisse Freiheit. Es gibt mir das Gefühl, dass ich vielleicht etwas gelassener sein werde, wenn ich ein Finale spiele – das heißt, selbst wenn ich verliere, bin ich immer noch Grand-Slam-Gewinner."

Der Titel sei für ihn sehr wichtig, "denn hätte ich dieses Spiel verloren, wäre mein Selbstvertrauen stark gesunken", sagte Zverev, der gegen Cobolli das vierte Grand-Slam-Finale seiner Karriere bestritten hatte und dabei bis an seine körperlichen Grenzen gegangen war. Doch nach dem Sieg habe er "das Gefühl, dass ich es wieder schaffen kann".

Die nächste Chance steht bereits vor der Tür: Ende Juni geht es mit dem Rasenklassiker Wimbledon weiter. An der Church Road scheiterte Zverev bislang immer spätestens im Achtelfinale. Nach dem erhofften Happy End in Frankreich scheint aber auch auf der Insel mehr möglich zu sein.

"Ich möchte weitermachen. Ich hoffe, dass mental bei mir irgendwas geplatzt ist. Das ist schon was Besonderes, hier mit so einem Pokal zu sitzen", sagte Zverev: "Natürlich möchte ich noch ein paar davon gewinnen. Ich glaube schon, dass das ein sehr wichtiges Ding für mich gewesen ist."

S.Urciuoli--PV

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