Pallade Veneta - Fifa-Chef Infantino verteidigt hohe WM-Ticketpreise und Freundschaft zu Trump

Fifa-Chef Infantino verteidigt hohe WM-Ticketpreise und Freundschaft zu Trump


Fifa-Chef Infantino verteidigt hohe WM-Ticketpreise und Freundschaft zu Trump
Fifa-Chef Infantino verteidigt hohe WM-Ticketpreise und Freundschaft zu Trump / Foto: Alfredo ESTRELLA - AFP

Fifa-Chef Gianni Infantino hat Kritik an den hohen Ticketpreisen bei der Fußball-Weltmeisterschaft zurückgewiesen. Die Preise seien "angemessen", sagte der Präsident des Fußball-Weltverbandes in Mexiko-Stadt, wo am Donnerstag das WM-Auftaktspiel zwischen Mexiko und Südafrika stattfindet. Zugleich bezeichnete er den Fall eines von den USA an der Grenze abgewiesenen Schiedsrichters aus Somalia als "unglücklich" - und verteidigte seine Freundschaft zu US-Präsident Donald Trump.

Textgröße ändern:

Die Fifa steht massiv wegen der hohen Ticketpreise in der Kritik, diese liegen in Einzelfällen bei mehr als 30.000 Dollar (26.000 Euro). Mehrere US-Bundesstaaten untersuchen bereits möglichen Ticket-Wucher. Infantino verwies nun in seiner von Beobachtern als "trotzig" bezeichneten Pressekonferenz in Mexiko-Stadt darauf, dass auch Tickets für 60 Dollar angeboten worden seien. Davon gab es aber nur äußerst wenige.

Zu dem von den USA nicht ins Land gelassenen Schiedsrichter Omar Artan sagte Infantino: "Es ist unglücklich, was dem Schiedsrichter aus Somalia widerfahren ist." Offensichtlich mit Blick auf die breite Kritik an dem Fall riet der Schweizer der Öffentlichkeit, "sich zu entspannen". Es bringe nichts, sich "anzuschreien und zu brüllen". Infantino verwies zugleich darauf, dass die Fifa den Regierungen der Gastgeberländer nichts vorschreiben könne.

Der Fifa-Chef verteidigte zudem erneut seine enge Beziehung zu Trump. Er sei "sehr froh" über das "sehr gute Verhältnis" zum US-Präsidenten. Ohne dessen Engagement und Einbindung "wäre es meiner Meinung nach schlicht unmöglich gewesen, eine WM in den Vereinigten Staaten zu organisieren".

Die WM findet in diesem Jahr in Mexiko, den USA und Kanada statt.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

UEFA-Boss Ceferin verzichtet auf FIFA-Kandidatur

UEFA-Boss Aleksander Ceferin hat eine eigene Kandidatur für das Amt des FIFA-Präsidenten im März 2027 ausgeschlossen. "Ich bin nicht interessiert", sagte der Anführer der Rebellion gegen den angezählten FIFA-Chef Gianni Infantino im britischen Podcast "The Rest is Politics". Er liebe die UEFA und seine Arbeit dort, betonte er, als Gegner Infantinos sei seine "Glaubwürdigkeit weitaus größer, wenn ich kein Interesse an diesem Posten habe". Seine eigene Amtszeit an der Spitze der Europäische Fußball-Union endet ebenfalls 2027.

"Neue" Hockey-Männer im Halbfinale: "Das ist Aura, Jungs"

Mit einem breiten Grinsen stand André Henning im Kreis seiner Mannschaft und sprach seiner neuformierten Truppe nach dem ersten "K.o.-Spiel" ein riesiges Lob aus. "Das mit Abstand beste Spiel - in dem Moment, wo wir am meisten Druck haben. Wahrscheinlich das beste Spiel dieser Mannschaft seit mindestens zwei Jahren", sagte der Hockey-Nationaltrainer in seiner Ansprache, deutlich zu hören über die TV-Mikros: "Das ist Aura, Jungs. Das ist so eine Ausstrahlung. Damit werden wir weitergehen."

WM-Fazit: Beckers "große Freude" - und eine Sorge

Trotz der verpassten Medaille seiner Springreiter-Schützlinge zum Abschluss blickt Bundestrainer Otto Becker voller Freude auf die Weltmeisterschaften in Aachen zurück. "Grundsätzlich sehr positiv", falle sein Fazit aus, "mit der Team-Goldmedaille war es natürlich überragend. Das war wirklich ein Erlebnis, wir haben souverän vor diesem Publikum zu Hause gewonnen, das war eine große Freude", sagte Becker im ZDF. Trotz des Triumphes seiner Mannschaft in der Soers blickte er aber auch etwas sorgenvoll in die Zukunft.

Das Formel-1-Reife(n)zeugnis: Zandvoort

Lando Norris setzt nach der Sommerpause seine Aufholjagd im Titelkampf fort - und nähert sich Schritt für Schritt Mercedes und WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli in der Gesamtwertung. Die Favoritenrolle will aber keiner der Kontrahenten übernehmen. Max Verstappen will derweil sein verkorkstes letztes Heimspiel in Zandvoort schnell hinter sich lassen. Erkenntnisse aus den Niederlanden.

Textgröße ändern: