Pallade Veneta - Revanche gegen Magdeburg: Berlin stürmt ins CL-Finale

Revanche gegen Magdeburg: Berlin stürmt ins CL-Finale


Revanche gegen Magdeburg: Berlin stürmt ins CL-Finale
Revanche gegen Magdeburg: Berlin stürmt ins CL-Finale / Foto: Marius Becker - dpa/picture-alliance/SID

Die Revanche geglückt, den Triumph vor Augen: Die Füchse Berlin sind nur noch einen Schritt vom ersten Champions-League-Sieg der Vereinsgeschichte entfernt. Im deutschen Halbfinale gegen den Ligarivalen SC Magdeburg behielt das Team um Welthandballer Matias Gidsel im packenden Offensivspektakel die Nerven und siegte 40:35 (19:17). Damit nahm Berlin erfolgreich Revanche für die Niederlage aus dem Vorjahresfinale und hat nun Europas Handball-Thron im Visier.

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Im Endspiel wartet der Sieger des zweiten Halbfinals zwischen dem Rekordsieger FC Barcelona und Aalborg HB um den deutschen Spielmacher Juri Knorr (18 Uhr/Dyn und DAZN).

363 Tage nach der letztjährigen Finalpleite (26:32) gegen Magdeburg gehörte Berlin die erste Halbzeit, doch Magdeburg ließ sich nicht abschütteln und kämpfte sich zurück. Als sich beim 30:30 (50.) eine spannende Schlussphase abzeichnete, drehte Berlin eiskalt auf. Bester Werfer der Partie waren Gidsel und Omar Ingi Magnusson mit je neun Toren.

Für Magdeburg ist die Mission Titelverteidigung dagegen gescheitert. Der Meister bleibt nach 2002, 2023 und 2025 bei drei Titeln. Einzig Barcelona gewann zweimal nacheinander (2021 und 2022).

"Das ist ein Coin-Flip, das ist fifty-fifty", hatte SCM-Coach Wiegert ein enges Duell erwartet - trotz der zuletzt einseitigen Bilanz. "Wir haben die letzten drei Spiele gegen Magdeburg verloren, das ist eine extrem schwierige Aufgabe, aber ich freue mich riesig drauf", sagte Berlins Gidsel.

20.122 Fans in der Kölner Lanxess Arena sahen nach einer mit Showelementen gespickten Eröffnungszeremonie einen ausgeglichenen, intensiven Auftakt. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Füchse dominanter. Das erste Highlight lieferten Berlins dänische Rückraumstars: Gidsel bediente Lasse Andersson, der per Kempa vollendete (5:4/10.). Magdeburg fand kaum Mittel gegen die variable Offensive der Füchse, Berlin zog zwischenzeitlich auf drei Tore davon (19.). Gidsel, Andersson und Tim Freihöfer hatten schon bis zur Pause jeweils viermal getroffen.

"Den Ball lassen wir fantastisch laufen. Wir zeigen, dass wir nicht nur Mathias Gidsel sind", sagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning in der Pause bei Dyn: "Wir brauchen ein, zwei Paraden und eine konsequente Abwehr."

Die Torhüter spielten bis zur Halbzeit kaum eine Rolle. Auch nach dem Seitenwechsel ging der Schlagabtausch munter weiter. Freihöfer erhöhte auf einen Vier-Tore-Vorsprung für Berlin (33.). Magdeburg arbeitete sich trotz zwischenzeitlicher Unterzahl schnell wieder heran. Magnus Saugstrup traf zum Anschluss (35.), Omar Ingi Magnusson zum Ausgleich (44.). Als Matthias Musche die erste Magdeburger Führung seit der siegten Minute besorgte, johlte der SCM-Block laut auf (48.). Doch dann schlug Berlin zurück.

I.Saccomanno--PV

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