Pallade Veneta - Aus besiegelt: Türkei unterliegt im wilden "Endspiel"

Aus besiegelt: Türkei unterliegt im wilden "Endspiel"


Aus besiegelt: Türkei unterliegt im wilden "Endspiel"
Aus besiegelt: Türkei unterliegt im wilden "Endspiel" / Foto: Dean Mouhtaropoulos - AFP

Früher Schock, keine Chance mehr auf die K.o.-Runde: Die Türkei muss nach der nächsten Schmach ihre WM-Träume vorzeitig begraben. Die Mannschaft von Trainer Vincenzo Montella unterlag Paraguay nach einem Blitztor von Matias Galarza (2.) trotz Überzahl in einem teils wilden "Endspiel", in dem mehrmals die Emotionen hochkochten, mit 0:1 (0:1). Das Gruppenfinale gegen die USA, die durch die türkische Niederlage als Gruppensieger feststehen, ist damit sportlich bedeutungslos.

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Galarza traf nach nur 64 Sekunden direkt ins türkische Herz und zerstörte die letzten Hoffnungen der so ambitionierten Mannschaft um Jungstar Arda Güler auf ein Weiterkommen. Dabei hatte Miguel Almiron den Südamerikanern einen Bärendienst erwiesen: Der Mittelfeldspieler hielt sich nach einer hitzigen Szene den Mund zu, als er in Richtung Mert Müldür einige Worte richtete - die neue Regel griff damit in Santa Clara erstmals, Almiron sah folgerichtig die Rote Karte nach Videobeweis (45.+3).

Doch auch mit einem Mann mehr konnte die Türkei ihre Chancen nicht nutzen, im letzten Spiel gegen die USA besteht auch keine Chance mehr auf den dritten Platz in der Gruppe D. Bereits im Vorfeld der Partie waren in der Heimat hitzige Debatten entbrannt, das frühe Aus bei der dritten WM-Teilnahme des Landes dürfte diese erneut befeuern. Paraguay, WM-Viertelfinalist 2010 und zum ersten Mal seitdem wieder bei einer Endrunde dabei, kann hingegen weiter von der K.o.-Runde träumen und verhalf zugleich der USA zum frühzeitigen Gruppensieg.

Die Auftaktpleite der euphorisch in das Turnier gestarteten Türkei gegen Australien (0:2) hatte im Vorfeld für reichlich Unruhe gesorgt. Montella hatte die harsche öffentliche Kritik als "sehr enttäuschend" bezeichnet und Solidarität sowie Respekt für seine Spieler gefordert.

Doch für diese setzte es auf dem Platz gleich zu Beginn den nächsten Nackenschlag: Paraguay nutzte die Unordnung nach einem Fehler im Aufbau und Galarza schlug zu. Die Türkei war um eine Antwort bemüht, doch die Südamerikaner warfen sich in jeden Zweikampf. Die Partie entwickelte sich gegen die dicht gestaffelten und tiefstehenden Reihen Paraguays zum Geduldsspiel für die Türken.

Gegen die kompakte Abwehr der "Albirroja" fand die Türkei keine Lösungen, hinzu kam Pech: Ein Kopfball von Müldür landete am Aluminium (35.). Wenig später folgte nach einem Zweikampf eine Rudelbildung, Almiron musste kurz darauf den Platz verlassen. Auch beim Abpfiff der ersten Hälfte kochten die Emotionen an der Seitenlinie hoch. Nach der Pause blieb das Spiel umkämpft, auch Trainer Montella sah noch Gelb (63.). Die Türkei hielt zunächst den Druck hoch. Paraguay blieb vor allem nach Umschaltmomenten gefährlich.

P.Colombo--PV

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