Pallade Veneta - Dank Super-Joker Undav: DFB-Elf in der K.o.-Runde

Dank Super-Joker Undav: DFB-Elf in der K.o.-Runde


Dank Super-Joker Undav: DFB-Elf in der K.o.-Runde
Dank Super-Joker Undav: DFB-Elf in der K.o.-Runde / Foto: Cole Burston - SID

Super-Joker Deniz Undav hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nach ihrem Raketenstart auf Flughöhe gehalten - und vorzeitig in die K.o.-Runde geschossen. Der eingewechselte Stuttgarter drehte gegen die Elfenbeinküste in Toronto das Spiel und sicherte beim 2:1 (0:1) den nächsten Dreier. Damit ist der DFB-Elf das erstmalige Weiterkommen seit dem Triumph von 2014 nicht mehr zu nehmen.

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In einem von Zweikämpfen und Umschaltmomenten mit Höchstgeschwindigkeit geprägten Spiel glich Undav (68.) zunächst die ivorische Führung von Kapitän Franck Kessié (30.) aus. Und er hatte noch nicht genug: In der Nachspielzeit (90.+4) sicherte er den elften Sieg in Serie und den Traumstart mit zwei Erfolgen - das gelang zuletzt beim "Sommermärchen" 2006.

Nach dem Kantersieg gegen Curacao (7:1) war es der erwartete Härtetest, im Gruppenfinale am Donnerstag (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) wartet gegen Ecuador im Endspielstadion von East Rutherford der nächste Prüfstein - das DFB-Team kann ihm gelassen entgegenblicken, die Rückkehr vor die Tore New Yorks zum Finale am 19. Juli bleibt der große Traum.

Ob Nico Schlotterbeck auf dem Weg dahin weiter helfen kann, ist offen: Der Dortmunder musste zur Pause angeschlagen raus.

Julian Nagelsmann stellte beim Bekanntwerden der Aufstellung des Gegners etwas erstaunt fest, dass die Elfenbeinküste fünf Wechsel vorgenommen hatte und jene Spieler aufbot, die gegen Ecuador (1:0) bei Abpfiff auf dem Platz standen. "Das ist schon eine Aufgabe in der Kabine", sagte der Bundestrainer dazu und gab seinem Team mit: "Unsere Art von Fußball auf den Platz bringen!"

Beim Aufwärmprogramm klatschte er zuversichtlich zur Musik auf sein Knie. Doch seine Elf wurde nach dem ersten Abschluss durch Kai Havertz nach nur zwölf Sekunden zum Tanz gebeten. Die Ivorer suchten ihr Heil in Kontern. Meist wurde der pfeilschnelle Leipziger Yan Diomande gesucht, der es Joshua Kimmich schwer machte.

"Mit unseren Stärken" aber, sagte der Münchner, "können wir ihnen sehr weh tun." Das zeigte er mit einem seiner berühmten Chipbälle - Havertz scheiterte per Kopf (10.). Kurz darauf eine Schrecksekunde: Schlotterbeck knickte im Zweikampf weg und musste behandelt werden, Sportchef Rudi Völler bearbeitete nervös seinen Kaugummi - es ging weiter für den BVB-Mann, zur Pause musste er aber raus.

Die vermeintliche Führung durch einen Kopfball von Aleksandar Pavlovic nach Kimmich-Flanke fand keine Anerkennung: Pavlovic hatte den Torwart gefoult. Doch wo die Trinkpause gegen Curacao half, gab es diesmal einen Bruch im deutschen Spiel. Der zuvor wenig beschäftigte Manuel Neuer, mit dem 21. Einsatz nun WM-Rekordtorwart, war kurz darauf geschlagen.

Diomande entwischte Kimmich, obwohl Nagelsmann betont hatte, der Kapitän habe es "im Kreuz", den Teenager zu verteidigen. In der Mitte klärte Nathaniel Brown stark - aber vor die Füße von Kessié. Havertz antwortete (39.), doch auch sein Tor zählte nicht: Jamal Musiala hatte gefoult.

43.036 im kleinsten WM-Stadion, darunter Eishockey-Star Leon Draisaitl im DFB-Auswärtstrikot, sahen nach dem Seitenwechsel, wie die deutsche Elf ins Schwimmen geriet. Immer wieder brachen die Ivorer in den Strafraum ein, es brannte bisweilen lichterloh.

Die Fans forderten ihren Liebling Undav, Nagelsmann erhörte sie und brachte auch den VfB-Angreifer bei einem Dreifachwechsel (60.). Nur acht Minuten später leitete Undav den Ausgleich ein. Der mit ihm gekommene Nadiem Amiri, dessen Familie mütterlicherseits aus Toronto stammt und mit weiteren Angehörigen auf der Tribüne saß, flankte perfekt - und Undav köpfte sein achtes Tor im elften Spiel.

Damit gab sich Nagelsmanns Team nicht zufrieden. Sie wollte, vehement angetrieben von ihrem Chef, unbedingt den zweiten Sieg. Undav (86.), Brown (89.) und Amiri (90.+1) hatten weitere Gelegenheiten. Dann avancierte Undav nach Felix Nmechas Vorarbeit zum Matchwinner.

F.Dodaro--PV

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