Pallade Veneta - Olympiaprämie: Athleten Deutschland sieht "noch Luft nach oben"

Olympiaprämie: Athleten Deutschland sieht "noch Luft nach oben"


Olympiaprämie: Athleten Deutschland sieht "noch Luft nach oben"
Olympiaprämie: Athleten Deutschland sieht "noch Luft nach oben" / Foto: Fabrice COFFRINI - SID

Athleten Deutschland begrüßt die Ankündigung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Olympiateilnehmer erstmals direkt an den Einnahmen des olympischen Systems zu beteiligen. Der Verein sieht diese Entwicklung aber erst am Anfang. "Die Etablierung des Fonds ist ein historischer, wenn auch längst überfälliger Schritt", sagte Leo Köpp, Präsidiumsmitglied von Athleten Deutschland.

Textgröße ändern:

Das IOC hatte am Mittwoch beschlossen, erstmals in der 132-jährigen Geschichte der Organisation Geld an Olympiasportler auszuzahlen. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer kann eine Auszahlung von 10.000 Dollar beantragen, rückwirkend gilt das auch für die Winterspiele von Mailand/Cortina d'Ampezzo im vergangenen Februar.

Das IOC wage damit "einen vorsichtigen Einstieg in eine im internationalen Profisport längst gängige Praxis – und zwar diejenigen an den wirtschaftlichen Gewinnen zu beteiligen, die diese Gewinne durch ihre Leistungen erst ermöglichen." Das angekündigte Fondsvolumen in Höhe von 140 Millionen US-Dollar pro Olympiade stelle weniger als zwei Prozent des Gesamtumsatzes des IOC im selben Zyklus dar, betonte Leichtathlet Köpp (28): "Bis zu einer fairen Beteiligung ist noch erheblich Luft nach oben."

Auch hoffe und erwarte Athleten Deutschland nun, "dass dieser erste Schritt seine Vorbildwirkung entfaltet, dass zum Beispiel auch paralympische Teilnehmende künftig an den Einnahmen beteiligt werden. Das wäre auch ein Signal Richtung World Games und Deaflympics." Die offenen Fragen zur sozialen Absicherung und zur arbeitsrechtlichen Stellung von Athletinnen und Athleten seien mit der Einführung des Fonds ferner "nicht beantwortet" worden, sagte Geher Köpp: "Ebenso ist klar, dass die Diskussion hinsichtlich weiterer Lockerungen bei den Vermarktungsregelungen damit nicht obsolet geworden ist."

Ungeachtet der IOC-Entscheidung bleibt aus Sicht von Athleten Deutschland "eine Erhöhung der direkten Athletenförderung in Deutschland essenziell". Athleten Deutschland fordert eine Aufstockung der monatlichen Förderung auf 1800 Euro für Bundeskaderathletinnen und -athleten.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Bayer schlägt Posen: Schick bleibt im Hexenkessel eiskalt

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Dank Patrik Schicks Nervenstärke vom Elfmeterpunkt hat Bayer Leverkusen den Härtetest im Hexenkessel von Lech Posen bestanden. Die Werkself gewann am zweiten Spieltag der Europa League souverän mit 4:0 (3:0) beim polnischen Meister und tankte Selbstvertrauen für das Bundesliga-Topspiel am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) gegen den Tabellenführer SC Freiburg.

Urbig als Nummer eins? Kahn und Lehmann zweifeln noch

Die früheren Nationaltorhüter Oliver Kahn und Jens Lemann verfolgen den Werdegang von Jonas Urbig mit einer gewissen Skepsis. "Ich kann nicht sagen, ob Urbig die Qualität hat, wirklich die Nummer eins bei Bayern München zu sein", sagte Kahn in einer Talkshow bei Sky. Beim deutschen Rekordmeister gilt der 23-jährige Urbig als designierter Nachfolger von Manuel Neuer, jüngst debütierte er in der Nationalmannschaft und könnte auch dort perspektivisch zur Nummer eins aufsteigen.

Tennis: ATP plant Ranglistenreform und winkt mit mehr Geld

Die Tennis-Profitour ATP will ihre Topspieler durch eine Reform der Weltrangliste in Zukunft entlasten und deutlich mehr Geld ausschütten. Damit reagiert die Organisation auf die wachsende Kritik am Turnierkalender und die Verletzungen der Stars wie Jannik Sinner (Italien) und Carlos Alcaraz (Spanien), die in diesem Jahr beide monatelang gefehlt haben. Ihren Plan, der ab dem Jahr 2028 greifen soll, veröffentlichte die ATP am Donnerstag.

Pokal-Ausschreitungen: Zuschauer-Teilausschluss für Mannheim

Drittligist Waldhof Mannheim ist nach den massiven Ausschreitungen im DFB-Pokalspiel gegen den Lokalrivalen 1. FC Kaiserslautern zu einem Zuschauer-Teilausschluss sowie einer Geldstrafe verurteilt worden. Dies entschied das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Demnach müssen die Mannheimer im kommenden Drittliga-Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim II am 25. Oktober ohne Teile ihrer Fans auskommen, eine weitere Partie wurde bis Ende 2028 zur Bewährung ausgesetzt.

Textgröße ändern: