Pallade Veneta - Trotz Gakpo-Tor: Niederlande verpassen Achtelfinale

Trotz Gakpo-Tor: Niederlande verpassen Achtelfinale


Trotz Gakpo-Tor: Niederlande verpassen Achtelfinale
Trotz Gakpo-Tor: Niederlande verpassen Achtelfinale / Foto: CARL DE SOUZA - SID

Der WM-Traum der Niederlande ist trotz eines emotionalen Treffers von Cody Gakpo erneut geplatzt. Die Elftal von Bondscoach Ronald Koeman verlor das überaus intensive Sechzehntelfinale gegen Geheimfavorit Marokko mit 2:3 im Elfmeterschießen und muss auch bei der zwölften WM-Teilnahme alle Hoffnungen auf den ersten Triumph früh begraben. Nach 90 und 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden.

Textgröße ändern:

Der im Vorfeld von einem schweren Schicksalsschlag getroffene Gakpo (72.) schoss Oranje zunächst viel umjubelt in Führung. Issa Diop (90.+1) glich gerade noch rechtzeitig für Marokko aus. Der Mitausrichter der WM 2030 bastelt vier Jahre nach dem Halbfinale von Katar am nächsten Fußball-Märchen. Gegner in der Runde der besten 16 ist am kommenden Samstag in Houston Co-Gastgeber Kanada.

Flügelspieler Gakpo und seine Freundin Noa van der Bij hatten am Samstag in den Sozialen Netzwerken mitgeteilt, dass sie ihren gemeinsamen Sohn noch vor der Geburt verloren haben. Der 27-Jährige entschied sich in Absprache mit seiner Familie und dem Team aber gegen eine Abreise von der WM. "Er ist bereit zu spielen", hatte Koeman gesagt. Gakpo sollte zu einem entscheidenden Faktor werden.

Auch für einen Teil der marokkanischen Mannschaft stand das Duell unter besonderen Vorzeichen: Das Trio Noussair Mazraoui, Anass Salah-Eddine und Sofyan Amrabat wurde in den Niederlanden geboren. Salah-Eddine lief bis zur U21 sogar für die Niederlande auf. Nur Mazraoui spielte von Beginn an.

Den beiden zuvor ungeschlagenen Mannschaften war der gegenseitige Respekt anzumerken. Die Teams tasteten sich ab, die Zweikämpfe wurden hart und intensiv geführt. Bei den Niederländern wurde der offensive Zielspieler Brian Brobbey nicht effektiv in Szene gesetzt. Auf der Gegenseite hatte Bayern-Wunschspieler Ismael Saibari einen schweren Stand gegen die Oranje-Defensive um Kapitän Virgil van Dijk.

Die erste Chance des Spiels ergab sich folgerichtig nach einem Standard: Kapitän Achraf Hakimi schlug eine Ecke scharf auf den kurzen Pfosten, den wuchtigen Kopfball von Neil El Aynaoui (20.) parierte Bart Verbruggen mit einem starken Reflex. Weniger als eine Minute später war der niederländische Torhüter bei Hakimis Schuss von der Strafraumkante (21.) wieder zur Stelle. Hakimi, der sein 100. Länderspiel bestritt, riss die Arme energisch in die Höhe und animierte Marokkos Fans.

Die Nordafrikaner verloren nach der Trinkpause das Momentum. Die Elftal stieß zwar nur selten ins letzte Drittel vor, ließ aber ebenfalls keine große Möglichkeit mehr zu. Nehmerqualitäten bewies Abwehrspieler Jan Paul van Hecke: Eine stark blutende Platzwunde wurde auf dem Rasen getackert. Der 26-Jährige konnte weiterspielen. Kurz vor dem Seitenwechsel prüfte Micky van de Ven (44.) Marokkos Torhüter Yassine Bounou.

Rechtsverteidiger Hakimi blieb ein Fixpunkt im Spiel Marokkos - defensiv wie offensiv. Sein Schuss (51.) aus spitzem Winkel knallte an die Latte. Kurz darauf rettete van de Ven in höchster Not gegen Hakimi (56.). Die Niederlande kamen kaum zur Entlastung. Einen der wenigen Konter schloss Gakpo ab - und sorgte für ganz große Emotionen.

In der Nachspielzeit rettete Diop Marokko per Kopf in die Verlängerung. In dieser hielt der starke Verbruggen die Niederlande spektakulär gegen Soufiane Rahimi (97.) im Spiel.

D.Vanacore--PV

Empfohlen

MLB: Dodgers verlieren auch das dritte Duell mit den Brewers

Titelverteidiger Los Angeles Dodgers steht in der National League Championship Series der Baseball-Profiliga MLB vor dem Aus. Der amtierende World-Series-Champion verlor auch sein erstes Heimspiel gegen die Milwaukee Brewers, nach dem 2:6 steht es in der Best-of-seven-Serie 0:3 aus der Sicht der Dodgers. Das möglicherweise entscheidende vierte Spiel findet bereits um 19 Uhr MESZ statt, wegen drohender Unwetter wurde es fünf Stunden vorverlegt.

MLS: Messi mit Miami in den Playoffs

Fußball-Superstar Lionel Messi hat mit Inter Miami in der Major League Soccer das erste Zwischenziel erreicht. Der Argentinier steht mit seinem Klub nach dem 2:0 (2:0) gegen den New York City FC fünf Spieltage vor Ende der regulären Saison sicher in den Playoffs der nordamerikanischen Topliga. Messi bereitete den Endstand durch seinen Landsmann und langjährigen Nationalmannschaftskollegen Rodrigo De Paul (45.+5) vor. In der Eastern Conference festigte Meister Miami damit den zweiten Platz.

Undav trifft endlich wieder: "Natürlich ist es befreiend"

Bei Stuttgarts Kapitän Deniz Undav ist nach seinem ersten Saisontor eine große Last abgefallen. "Natürlich ist es befreiend. Es ist immer schön zu treffen nach einer Durststrecke von sieben, acht Spielen. Das fühlt sich gut an", sagte Undav nach dem 3:0 (1:0) des VfB in der Champions League bei Slovan Bratislava mit einem Lächeln.

Rosberg: Antonelli fährt auf "Schumacher-Level"

Der einstige Weltmeister Nico Rosberg (41) hält den WM-Führenden Kimi Antonelli für "ein Phänomen" auf "Michael-Schumacher-Level" - aber nicht für den stärksten Piloten in der Formel 1. "Max Verstappen ist der beste Fahrer nach wie vor in dem Sport", sagte Rosberg im Interview mit RTL/Sky Sport: "Und sobald er ein Auto hat, was ihm halbwegs die Möglichkeit gibt, zu gewinnen und zu dominieren, dann macht er das auch." Verstappen sei im erstarkten Red Bull daher "natürlich der große Favorit für das Saisonende, aber den Antonelli kann er nicht mehr einholen."

Textgröße ändern: