Pallade Veneta - Struff in Wimbledon: "Arsch aufreißen" für das Viertelfinale

Struff in Wimbledon: "Arsch aufreißen" für das Viertelfinale


Struff in Wimbledon: "Arsch aufreißen" für das Viertelfinale
Struff in Wimbledon: "Arsch aufreißen" für das Viertelfinale / Foto: HENRY NICHOLLS - SID

Jan-Lennard Struff hat mit dem erstmaligen Einzug ins Achtelfinale von Wimbledon schon alle Erwartungen übertroffen - doch nun soll die Reise im All England Club auch nicht in der Runde der letzten 16 enden. "Jedes Match ist 50:50", sagte der Warsteiner vor seinem Duell mit dem Polen Hubert Hurkacz: "Ich werde alles auf dem Platz lassen und mir den Arsch aufreißen."

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Auf dem Weg in das Achtelfinale hatte Struff beim 7:6 (7:4), 7:6 (7:5), 7:5 gegen den favorisierten Russen Daniil Medwedew eine bärenstarke Leistung gezeigt, sich dabei in allen Sätzen nach (teils deutlichem) Rückstand zurückgekämpft. "Es war Wahnsinn", sagte der 36-Jährige: "Dass ich ihn in drei Sätzen schlage, ist unglaublich."

Im dritten Satz ereignete sich dabei eine kuriose Szene. Beim Stand von 2:5 bei eigenem Breakball forderte Struff einen Videobeweis, wollte überprüfen lassen, dass der Ball von Medwedew wirklich über das Netz gegangen war. Die Bilder belegten, dass er das nicht getan hatte, sondern zwischen Pfosten und Netzkante durchgeflogen war.

Für den Schiedsrichter sei es "unmöglich zu sehen" gewesen, sagte Struff: "Aber ich habe mir gedacht: Ja gut, das ist nicht möglich, das geht nicht."

Vor dem Rasenklassiker hatte Struff seit Oktober 2025 keine zwei Matches im Hauptfeld eines Turniers gewonnen. Pünktlich zum Highlight im Londoner Südwesten blüht er nun voll auf. "Zweifel sind immer da. Auch in guten Matches sind Zweifel da, das ist ganz normal", sagte Struff: "Vielleicht gehe ich gerade einfach ein bisschen besser damit um und habe den Rhythmus mehr gefunden, viele mutige Entscheidungen getroffen."

Vor dem Duell am Sonntag mit der "brutal schweren Aufgabe" Hurkacz freut sich Struff nun aber über einen Tag Pause. Neben ein bisschen Training steht vor allem Entspannung an.

"Ich wohne ja relativ nah hier", sagte Struff. Er wolle ein bisschen "Zeit im Garten" und "mit dem Hund" verbringen, ein bisschen "ausruhen, schlafen und Fußball schauen". Und natürlich auch die weiteren Matches in Wimbledon verfolgen. Schließlich ist am Samstag auch French-Open-Sieger Alexander Zverev gegen den US-Amerikaner Marcos Giron im Einsatz.

F.Amato--PV

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