Pallade Veneta - Leclerc gewinnt Spektakel in Silverstone - Antonelli punktlos

Leclerc gewinnt Spektakel in Silverstone - Antonelli punktlos


Leclerc gewinnt Spektakel in Silverstone - Antonelli punktlos
Leclerc gewinnt Spektakel in Silverstone - Antonelli punktlos / Foto: ANDREJ ISAKOVIC - SID

Das Wechselspiel geht weiter, der Titelkampf der Formel 1 spitzt sich zu: Charles Leclerc hat beim ereignisreichen Großen Preis von Großbritannien seinen ersten Saisonsieg eingefahren und ist damit der vierte Sieger in den vergangenen vier Rennen. Der Monegasse setzte sich in Silverstone vor George Russell und Rekordweltmeister Lewis Hamilton durch. Weil WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli spät mit einem technischen Defekt zurückfiel, nimmt das Titelrennen weiter Fahrt auf.

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"Endlich!", funkte Leclerc an die Box, zuletzt hatte er im Herbst 2024 gewonnen: "Harte Arbeit zahlt sich aus." Antonelli dagegen fluchte auf Platz zwei liegend zehn Runden vor Rennende über Funk: "Irgendwas ist kaputt". Der nun langsamer werdende Italiener versuchte wenigstens noch ein paar Punkte zu sammeln - vergeblich. Weil Max Verstappen auf Platz drei liegend von der Strecke abkam, gab es dann noch ein spätes Safety Car.

Ferrari, zu dem Zeitpunkt mit beiden Autos an der Spitze, entschied, auf frische Reifen zu wechseln. Russell schob sich dadurch an Hamilton vorbei auf Platz zwei - und hielt diesen, weil das Rennen hinter dem Safety Car beendet wurde. In der WM-Wertung rückt Russell nun auf 25 Punkte an Antonelli heran, Hamilton ist weitere sieben Zähler von der Spitze entfernt.

Für Nico Hülkenberg geht der Punktefluch derweil weiter. In Runde 38 musste der Emmericher sein Auto abstellen, in den Punkterängen hatte er nicht gelegen. Hülkenberg wartet weiter auf seine ersten Zähler der Saison. 2025 war er in Silverstone noch sensationell auf den dritten Platz gefahren und hatte nach 15 Jahren Wartezeit sein erstes Podium in der Formel 1 bejubelt.

Das Duell Alt gegen Jung und Ferrari gegen Mercedes hatte das gesamte Wochenende geprägt. Das Sprint-Qualifying entschied Altmeister Hamilton noch für sich, beim Sprint und dem Qualifying für das Rennen landete Teenager Antonelli vorne. Überraschend fand dann auch Leclerc sein Tempo, er ging vom zweiten Platz ins Rennen.

Auch neben der Strecke stieg die Betriebstemperatur. Die Teamchefs Fred Vasseur (Ferrari) und Toto Wolff (Mercedes) lieferten sich ein Scharmützel hinsichtlich des Wettrüstens und der Kostenobergrenze. Derartige Bedenken von Wolff fasste Vasseur als Betrugsvorwurf auf. "Fred geht schnell sehr leicht an die Decke, aber so ist es, ich kenne ihn 25 Jahre", sagte Wolff bei Sky über seinen langjährigen Freund: "Wir sind Konkurrenten in erster Linie und manchmal geht man durch leichtere und schwierigere Zeiten."

Als die Ampeln ausgingen kam Polesetter Antonelli schlecht weg. Beide Ferrari-Piloten zogen vorbei, Leclerc übernahm die Führung, Hamilton setzte sich dahinter. Der Start des Briten war jedoch nicht fehlerfrei. Weil er in der Startbox noch minimal nach vorne rollte, erhielt er eine Fünf-Sekunden-Strafe. Noch bevor Hamilton diese in der Box absitzen konnte, kam ihm Antonelli geduldig näher - und zog in der elften Runde vorbei.

Obwohl er widersprach, wurde Hamilton in die Box gerufen: "Nein, nein. Meine Reifen sind noch gut", funkte er. Nach der abgesessenen Zeitstrafe kam er hinter Verstappen und Russell auf die Strecke, das Ziel war aber klar. "Wir kämpfen um den dritten Platz", sagte sein Ingenieur.

Auf diesem lag noch Verstappen. Zunächst musste Hamilton aber an Russell vorbei. Nach zwei gescheiterten Manövern half ihm ein schleichender Plattfuß beim Mercedes-Piloten. Russell musste erneut an die Box, die Hoffnungen auf das erste Podium in Silverstone waren scheinbar dahin.

Erst 15 Runden vor Rennende kam Antonelli an die Box, mit sieben Sekunden Rückstand auf Leclerc. Kurze Zeit später ließ ihn sein Auto im Stich - dann nahm die dramatische Schlussphase ihren Lauf.

C.Grillo--PV

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