Pallade Veneta - "Schämt euch": Belgiens Politik mit Kritik nach Trump-Eingriff

"Schämt euch": Belgiens Politik mit Kritik nach Trump-Eingriff


"Schämt euch": Belgiens Politik mit Kritik nach Trump-Eingriff
"Schämt euch": Belgiens Politik mit Kritik nach Trump-Eingriff / Foto: MANDEL NGAN - SID

Die Einmischung des US-Präsidenten Donald Trump in der "Causa Balogun" hat selbst in der belgischen Politik für einen Aufschrei gesorgt. "Wahre Stärke liegt darin, mit Fairplay zu gewinnen. Genau das wird Belgien tun", schrieb Jacqueline Galant, wallonische Sportministerin der französischsprachigen liberalen Reformbewegung, in einer Stellungnahme bei X. Sie sicherte dem belgischen Fußballverband ihre "volle Unterstützung" im Vorgehen gegen die Aufhebung der Roten Karte des US-Stürmers Folarin Balogun zu.

Textgröße ändern:

"Schämt euch!", wütete die sozialdemokratische Oppositionspartei PS: "Wenn Geld die Fäden zieht, verliert die WM jede Glaubwürdigkeit. Die Regeln anzupassen, um Trump zu gefallen, zu versuchen zu schummeln, um zu gewinnen – welch ein bedauernswertes Bild für die FIFA, die Fußball-WM und die USA. Die Regeln müssen von allen respektiert werden, im Sport wie im Leben."

Am Sonntag hatte der Fußball-Weltverband FIFA die Sperre für Balogun aus dem WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina (2:0) zur Bewährung ausgesetzt. Balogun ist damit im Achtelfinale der USA gegen Belgien (Dienstag, 2.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) spielberechtigt. Laut AFP und der New York Times rief US-Präsident Donald Trump persönlich bei FIFA-Chef Gianni Infantino an, um ihn um eine Überprüfung der Roten Karte zu bitten.

Yvan Verougstraete, Mitglied des Europäischen Parlaments und der frankophonen Zentrumspartei Les Engagés, schloss sich der Kritik an. Es sei "erstaunlich, dass eine Rote Karte plötzlich als 'ungerecht' gilt, sobald Trump involviert ist." Die FIFA müsse die "Fairness verteidigen und darf nicht den Eindruck erwecken, politischem Druck nachzugeben".

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Tischtennis-EM: Deutsche Doppel spielen um Medaillen

Die deutschen Spitzendoppel spielen bei der Tischtennis-Europameisterschaft in Ljubljana um die Medaillen. Sowohl das Männer-Paar aus Dang Qiu und Benedikt Duda als auch die Frauen-Duos des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) zogen mit Erfolgen am Mittwoch ins Viertelfinale ein. Mit einem weiteren Sieg hätten die Paare Bronze bereits sicher.

Medien: FIFA plant Milliardenausschüttung an Verbände

Inmitten des Machtkampfes plant der Fußball-Weltverband FIFA offenbar eine milliardenschwerde Ausschüttung an seine Mitglieder. Das berichtete The Athletic vor der Sitzung der FIFA-Councils am Donnerstag in Zürich. Demnach werde erwartet, dass die FIFA und ihr viel kritisierter Präsident Gianni Infantino einen Vorschlag vorlegen werden, der vorsieht, zwischen 2027 und 2030 über sechs Milliarden US-Dollar an sogenannten Fördermitteln auszuzahlen - und damit mehr als doppelt so viel wie bisher.

Bahnrad-WM: Teamsprinterinnen auf Medaillenkurs - Männer raus

Die deutschen Teamsprinterinnen haben sich zum Auftakt der Bahnrad-WM in Shanghai in Medaillenform präsentiert. In der Qualifikation rasten die Europameisterinnen Clara Schneider, Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch in 46,303 Sekunden auf Rang drei, Olympiasieger Großbritannien (45,842) und China (45,912) waren aber deutlich schneller. Die deutschen Männer sind dagegen bereits raus.

"Nicht unterschätzen": Freiburg hofft auf guten Europa-Start

Arg viel wusste Igor Matanovic nicht über den Auftaktgegner des SC Freiburg in der Conference League. "Den Namen, mehr leider auch nicht", sagte der Angreifer über den tschechischen Vertreter FK Jablonec mit einem Augenzwinkern. Doch man werde den Kontrahenten "genau analysieren. Wir dürfen nichts anderes machen als zuletzt und sie um Gottes Willen nicht unterschätzen. Das werden wir aber auch nicht machen. So wurden wir alle nicht erzogen."

Textgröße ändern: