Pallade Veneta - Heftige Vorwürfe: Belgischer Verband fechtet Balogun-Urteil an

Heftige Vorwürfe: Belgischer Verband fechtet Balogun-Urteil an


Heftige Vorwürfe: Belgischer Verband fechtet Balogun-Urteil an
Heftige Vorwürfe: Belgischer Verband fechtet Balogun-Urteil an / Foto: JAMIE SQUIRE - SID

Belgiens Fußballverband (RBFA) wird die Aufhebung der Sperre gegen den US-Amerikaner Folarin Balogun anfechten - und hat die FIFA gleichzeitig mit heftigen Vorwürfen konfrontiert. In einer Mitteilung zeigte sich der RBFA "zutiefst besorgt über den Verlauf der Ereignisse". Der Verband habe von der FIFA "nicht die geringste Erklärung" für ihre Entscheidung erhalten und daher "keine andere Möglichkeit, als die Einsatzberechtigung des Spielers für das nächste Spiel anzufechten".

Textgröße ändern:

Zunächst beklagte der Verband, aus Medienberichten von der Entscheidung erfahren zu haben. Aus einer Anfrage nach einer Kopie der Entscheidung habe die FIFA einen Einspruch "konstruiert" und diesen "umgehend als unzulässig verworfen", hieß es in dem Schreiben: "All dies geschah, während sich die FIFA gleichzeitig weigerte, auf die berechtigten Anfragen der RBFA zu reagieren."

Darüber hinaus sorgte auch die Spielsitzung für Ärger. In dieser bespricht die FIFA gemeinsam mit Vertretern beider Nationalverbände den Ablauf einer Partie. In diesem Fall strich der Weltverband "bewusst den Abschnitt über die automatische Spielersperre aus ihrer Präsentation. Dabei war dieses Thema Bestandteil aller entsprechenden Sitzungen vor den vier vorangegangenen Spielen gewesen", schrieb der RBFA.

"Um es klar zu sagen: Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat die RBFA weder eine Entscheidung noch eine Erklärung der FIFA zu dieser Angelegenheit erhalten", hieß es weiter. Deshalb werde der Verband das Urteil anfechten und unabhängig vom Spielausgang "auch in den kommenden Stunden, Tagen und Monaten für die grundlegenden Prinzipien der Ethik, des fairen Wettbewerbs und die Interessen des Fußballs als Ganzes eintreten."

Am Sonntag hatte die FIFA die Sperre für US-Stürmer Balogun aus dem WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina (2:0) zur Bewährung ausgesetzt. Balogun ist damit im Achtelfinale spielberechtigt. Laut der Nachrichtenagentur AFP, der New York Times und des Guardian rief US-Präsident Donald Trump persönlich bei FIFA-Boss Gianni Infantino an, um ihn um eine Überprüfung der Roten Karte zu bitten.

Eine finale Entscheidung müsste noch vor dem Achtelfinale der USA gegen Belgien (Dienstag, 2.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) fallen.

B.Cretella--PV

Empfohlen

Medien: FIFA plant Milliardenausschüttung an Verbände

Inmitten des Machtkampfes plant der Fußball-Weltverband FIFA offenbar eine milliardenschwerde Ausschüttung an seine Mitglieder. Das berichtete The Athletic vor der Sitzung der FIFA-Councils am Donnerstag in Zürich. Demnach werde erwartet, dass die FIFA und ihr viel kritisierter Präsident Gianni Infantino einen Vorschlag vorlegen werden, der vorsieht, zwischen 2027 und 2030 über sechs Milliarden US-Dollar an sogenannten Fördermitteln auszuzahlen - und damit mehr als doppelt so viel wie bisher.

Bahnrad-WM: Teamsprinterinnen auf Medaillenkurs - Männer raus

Die deutschen Teamsprinterinnen haben sich zum Auftakt der Bahnrad-WM in Shanghai in Medaillenform präsentiert. In der Qualifikation rasten die Europameisterinnen Clara Schneider, Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch in 46,303 Sekunden auf Rang drei, Olympiasieger Großbritannien (45,842) und China (45,912) waren aber deutlich schneller. Die deutschen Männer sind dagegen bereits raus.

"Nicht unterschätzen": Freiburg hofft auf guten Europa-Start

Arg viel wusste Igor Matanovic nicht über den Auftaktgegner des SC Freiburg in der Conference League. "Den Namen, mehr leider auch nicht", sagte der Angreifer über den tschechischen Vertreter FK Jablonec mit einem Augenzwinkern. Doch man werde den Kontrahenten "genau analysieren. Wir dürfen nichts anderes machen als zuletzt und sie um Gottes Willen nicht unterschätzen. Das werden wir aber auch nicht machen. So wurden wir alle nicht erzogen."

Baumann hofft auf DFB-Rückkehr: "Fühle mich fit"

Oliver Baumann hat die Hoffnung auf eine Rückkehr ins Tor der deutschen Fußball-Nationalmannschaft noch nicht aufgegeben. "Ich fühle mich auch so fit, dass ich einer Nationalmannschaft helfen kann. Dann lasse ich die Entscheidung natürlich dem Trainer. Wenn er so entscheidet, dann entscheidet er so", antwortete der Torwart des Bundesligisten TSG Hoffenheim bei RTL auf die Frage, warum er nach der zuletzt ausgebliebenen Nominierung durch Bundestrainer Jürgen Klopp für die Spiele der Nations League nicht zurückgetreten sei.

Textgröße ändern: