Pallade Veneta - Pogacar gibt Gelb ab - Pedersen sprintet zum Sieg

Pogacar gibt Gelb ab - Pedersen sprintet zum Sieg


Pogacar gibt Gelb ab - Pedersen sprintet zum Sieg
Pogacar gibt Gelb ab - Pedersen sprintet zum Sieg / Foto: LOIC VENANCE - SID

Das nächste Geschenk: Der gönnerhafte Tadej Pogacar hat das Gelbe Trikot bei der Tour de France nach nur einem Tag ohne große Gegenwehr abgegeben. Nach dem schweren Auftakt schaltete der Dominator in der sengenden Hitze des Pyrenäen-Vorlands auf der vierten Etappe in den Energiesparmodus und überließ den Sieg und die Gesamtführung einer Fluchtgruppe, in der sich der Norweger Torstein Träen das begehrte Maillot jaune schnappte.

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Der Außenseiter aus dem Team Uno-X Mobility, der vor dem Start rund fünf Minuten hinter Pogacar gelegen hatte, kam nach welligen 181,9 Kilometern von Carcassonne nach Foix mit den Ausreißern als Achter ins Ziel. Der Däne Mads Pedersen, Weltmeister von 2019, bescherte dem deutschen Rennstall Lidl-Trek den ersten Etappenerfolg der Rundfahrt - der US-Amerikaner Quinn Simmons sorgte gar für einen Doppelsieg. Platz drei holte der Spanier Raúl Carcía Pierna (Movistar). Bester Deutscher wurde Georg Zimmermann als 17. (2:27 Minuten zurück), der lange zur ersten Fluchtgruppe gehört hatte.

Weil die Klassementfahrer um Pogacar trödelten und erst 13 Minuten später ankamen, liegt Träen nun unverhofft an der Spitze. 7:53 Minuten brachte der 30 Jahre alte Kletterspezialist zwischen sich und den slowenischen Weltmeister. Träen ist erst der dritte Norweger, der das Maillot jaune übernimmt. Dass er es für einige Tage behält, ist denkbar.

Pogacar (UAE Emirates-XRG) fiel auf Rang vier zurück, zeitgleich mit seinem dänischen Herausforderer Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike). Der Titelverteidiger war erst am Montag mit seinem ersten Tagessieg an die Klassementspitze gestürmt, nachdem er tags zuvor noch seinem Helfer Isaac del Toro den Etappenerfolg überlassen hatte.

Florian Lipowitz rollte mit Pogacar und Vingegaard als 60. im Hauptfeld ins Ziel. Der Vorjahresdritte vom Red-Bull-Team ist nun Gesamt-Elfter mit 8:46 Minuten Rückstand auf Träen und 53 Sekunden hinter Pogacar.

Letztmals hatte in Alexander Kristoff ein Norweger Gelb getragen, nachdem der zum Jahresende zurückgetretene Topsprinter 2020 in Nizza die Auftaktetappe gewonnen hatte. Auch Thor Hushovd war 2004 und 2011 kurzzeitig ins Führungstrikot geschlüpft. Für Träen ist es der größte Erfolg seiner Karriere.

Bei drückender Hitze mit knapp 40 Grad kontrollierte der Kölner Nils Politt an der Spitze des Pelotons lange das Tempo. Am Dienstag erhielt der Zeitfahr-Meister aber keine Ansage, die Flüchtigen einholen zu müssen, wie es tags zuvor der Fall gewesen war, als Pogacar nach starker Teamarbeit unaufhaltsam zum zweiten UAE-Sieg der Rundfahrt gestürmt war.

Die Fluchtgruppe, die zu Beginn 34 Fahrer zählte, setzte sich bereits in der Anfangsphase erfolgreich vom Hauptfeld ab. Der Vorsprung wuchs immer weiter an, zeitweise waren es über zwölf Minuten. Am letzten Anstieg ließen zahlreiche Attacken immer mehr Ausreißer zurückfallen, darunter auch der eigentliche Lipowitz-Helfer Nico Denz, der eine Fluchtchance erhielt und 21. wurde, und Zimmermann (Lotto-Intermarché).

Am Mittwoch stehen 158,3 Kilometer von Lannemezan nach Pau auf dem Programm. In der "Pyrenäen-Hauptstadt" ist - wie in Bordeaux am Freitag - eine klassische Sprinterankunft wahrscheinlich. Auf der Fahrt von der Region Okzitanien nach Neu-Aquitanien wartet allerdings nur gut 25 km vor dem Ziel eine kurze wie steile Bergwertung der 3. Kategorie. Wer um den Sieg mitsprinten möchte, darf sich dort nicht abhängen lassen.

R.Lagomarsino--PV

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