Pallade Veneta - Merlier sprintet zum Sieg - Kanter Vierter

Merlier sprintet zum Sieg - Kanter Vierter


Merlier sprintet zum Sieg - Kanter Vierter
Merlier sprintet zum Sieg - Kanter Vierter / Foto: POOL LUCA BETTINI - picture-alliance/Belga/SID

Das Warten auf einen Etappensieg geht weiter: Auch der formstarke Sprinter Max Kanter hat die fünf Jahre lange Durststrecke der deutschen Radprofis bei der Tour de France vorerst nicht beenden können. Beim zweiten Massenspurt der Frankreich-Rundfahrt reichte es beim klaren Sieg von Tim Merlier (Soudal Quick-Step) nur zu Rang vier.

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Der Tagessieger aus Belgien setzte sich im spannenden Highspeed-Finale der siebten Etappe in Bordeaux durch und verwies Sören Wärenskjold (Uno-X Mobility) und Biniam Girmay (NSN Cycling) auf die Plätze zwei und drei. Für Merlier war es nach der nächsten Hitzeschlacht mit Temperaturen knapp unter der 40-Grad-Marke der insgesamt vierte Tagessieg beim wichtigsten Radrennen der Welt.

Phil Bauhaus komplettierte mit seinem sechsten Rang ein ordentliches deutsches Gesamtergebnis. Pascal Ackermann wurde Zwölfter. Auf einen Sieg im Massenspurt warten die deutschen Radsport-Fans sogar bereits seit 2017, als Marcel Kittel in Pau triumphiert hatte.

Tadej Pogacar verteidigte ohne Probleme sein Gelbes Trikot. Am Tag nach seiner Machtdemonstration auf der Tourmalet-Etappe, die schon ein wenig nach Vorentscheidung im Titelkampf roch, rollten der Slowene und die anderen Spitzenfahrer einträchtig im großen Feld ins Ziel.

Größtenteils schnurgerade ging es auf der 175,1 km langen Etappe in Richtung Bordeaux. Bereits zum 77. Mal steuerte das Peloton die Stadt am Ufer der Garonne an, nur Paris war öfter Etappenziel der Tour. Doch trotz aller Historie: Am Tag nach dem Pyrenäen-Spektakel überwog anfangs die Langeweile.

So richtig interessant wurde es erst 55 km vor dem Ziel - beim Zwischensprint. Kanter zeigte sich abermals in guter Form, als Dritter des Pelotons schnappte er sich noch zwölf Punkte. 18 km vor dem Ende waren dann die beiden Ausreißer Baptiste Veistroffer und Jakub Otruba gestellt.

Für Florian Lipowitz stellte bei teils mäßigem Tempo auch ein Defekt kein Problem dar. Vor dem Start in Hagetmau hatte sich der Gesamtdritte von 2025 bemüht, die Wogen im Team Red Bull-Bora-hansgrohe zu glätten. "Wir haben gestern im Bus miteinander geredet. Ich glaube, es ist alles geklärt. Die Stimmung ist gut. Ich würde da jetzt nicht so viel Wert darauf legen", sagte er der ARD.

Nach der Pyrenäen-Etappe am Donnerstag hatte sein Teamkollege Remco Evenepoel Lipowitz dafür kritisiert, auf seine Bitte um Unterstützung im Sprint nicht reagiert zu haben. Er sei "wütend, und das zurecht", hatte Evenepoel im Ziel gesagt. Am Freitag hörte sich das auch beim Olympiasieger deutlich versöhnlicher an. An der geteilten Kapitänsrolle der beiden Topfahrer soll sich nichts ändern.

Ändern wird sich zunächst auch das Terrain der Rundfahrt nicht. Am Samstag dürften die Sprinter schon ihre nächste Chance bekommen - schließlich ist die achte Etappe von Périgueux nach Bergerac ebenfalls wie geschaffen für eine Massenankunft.

S.Urciuoli--PV

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