Pallade Veneta - Degenkolb zur Tour-Hitze: "Wie in der Wüste"

Degenkolb zur Tour-Hitze: "Wie in der Wüste"


Degenkolb zur Tour-Hitze: "Wie in der Wüste"
Degenkolb zur Tour-Hitze: "Wie in der Wüste" / Foto: Marcel van Dorst - picture-alliance/Marcel van Dorst/DeFodi Images/SID

Vor 13 Jahren fuhr John Degenkolb seine erste Tour de France, doch solch hohe Temperaturen wie bei seinem elften und wohl letzten Start hat auch der Routinier noch nicht erlebt. "Ich muss sagen, die Hitze, die wir die letzten neun Tage durchleben mussten, kommt an nichts ran, was vorher war", sagte der 37-Jährige im ZDF: "Das toppt alles."

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Die Durchschnittstemperatur an den ersten neun Renntagen betrug 32,4 Grad. Zum Vergleich: Heißer war es bei einer gesamten Frankreich-Rundfahrt in den letzten knapp 20 Jahren nie. 2022 waren es im Schnitt immerhin noch 25,9 Grad gewesen. Die Hitzewelle führte bereits dazu, dass die Organisatoren der Tour erstmals in der Geschichte eine Etappe verkürzten, zudem wurden Verpflegungsregeln gelockert.

"Wir hatten die letzten Jahren mal drei, vier Tage, als es unfassbar heiß war", sagte Degenkolb: "Aber jetzt war es wirklich die ganze Woche wie in der Wüste. Bis zu 40 Grad. Im Bus hat das Thermometer 43 Grad angezeigt. Dementsprechend kam es ganz gelegen, dass die Etappe zumindest mal um 30 km verkürzt würde."

Einen radikalen Lösungsansatz wie zuletzt von Tadej Pogacar geäußert - der Dominator sprach sich dafür aus, den Rennkalender zu ändern -, hat Degenkolb nicht parat. "Wenn man im Streckenverlauf ein bisschen was verändert, dass man noch mehr Möglichkeiten hat, von der Seite kalte Getränke und Abkühlung anzubieten. Das würde helfen", sagte der Road Captain vom Team Picnic-PostNL: "Das Gute ist, der Körper gewöhnt sich relativ schnell an alles. Es ist auch nicht so, dass wir das das erste Mal machen. Aber es ist schon eine sehr große Herausforderung."

M.Jacobucci--PV

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