Pallade Veneta - De la Fuente: "Eine große Verantwortung für das ganze Land"

De la Fuente: "Eine große Verantwortung für das ganze Land"


De la Fuente: "Eine große Verantwortung für das ganze Land"
De la Fuente: "Eine große Verantwortung für das ganze Land" / Foto: FREDERIC J. BROWN - SID

Spaniens Trainer Luis de la Fuente lächelte bescheiden. Dass sein Team dem Topfavoriten Frankreich gerade eine Lehrstunde erteilt hatte und unaufhaltsam ins WM-Finale eingezogen war, war dem 65-Jährigen nicht anzusehen - auch wenn er nach eigener Aussage "extrem glücklich" über das 2:0 (1:0) im Halbfinale von Dallas war.

Textgröße ändern:

Dass Spanien am Sonntag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) im Finale von New Jersey gegen Argentinien oder England spielt, sei "eine große Verantwortung, die wir haben für das ganze Land. Das ist etwas ganz Besonderes für uns. Jetzt muss ich aber erst einmal runterkommen und das verarbeiten", sagte de la Fuente.

Im Halbfinale zeigte sich der Europameister um Kapitän Rodri und Jungstar Lamine Yamal schon einmal von seiner besten Seite. "Diese Spieler haben es einfach verdient. Sie haben es verdient, weil sie Leidenschaft auf den Platz bringen, solidarisch spielen und weil sie auch ein extrem großes Talent haben", lobte der Trainer sein "überragendes" Team: "Sie haben die nötige Erfahrung und haben ein fantastisches Spiel gezeigt. Das, was schwer erscheint, haben sie mit Leichtigkeit bewältigt." The Telegraph aus England schrieb entsprechend von einer "Lehrstunde darin, wie man dieses Spiel einfach und wunderschön spielt".

Überhaupt gab es viel Lob von allen Seiten für Spaniens Auftritt. Marca schwärmte von einer "unvergesslichen Vorstellung. Die spanische Nationalmannschaft öffnete nachts den Prado und den Louvre, um ins zweite WM-Endspiel ihrer Geschichte einzuziehen." Für den Guardian war der Erfolg "eine spektakuläre Lehre für alle, die meinten, Spanien als Außenseiter hinzustellen. Sie haben es genossen, eine Lektion zu erteilen und Frankreich zu Statisten zu degradieren."

Entsprechend groß war auch der Jubel in Spanien. Er freue sich "sehr für unsere Fans", sagte de la Fuente und bedankte sich "für die Unterstützung, für die Zuneigung, für die Art und Weise, wie die Fans uns getragen haben durch das Turnier. Es ist eine große Ehre für mich, es ist ein großer Stolz, dass wir diese Fans hinter uns haben."

L.Barone--PV

Empfohlen

Argentinien: Gedanke an Maradona soll gegen England helfen

Vor dem WM-Halbfinale gegen England hat Alexis Mac Allister die Bedeutung von Diego Maradona für Argentinien hervorgehoben und den Viertelfinal-Erfolg von 1986 als besondere Motivation ausgemacht. Damals hatte Maradona sein Team mit "der Hand Gottes" und einem sensationellen Solo zum 2:1 geführt - später holte Argentinien den Titel.

Tuchels Engländer vor Duell mit Messi: "Wir sind sehr hungrig"

Englands Fußball-Nationalmannschaft geht mit viel Selbstvertrauen ins WM-Halbfinale gegen Lionel Messis Argentinier. "Wir wissen, warum wir hier sind und auch was, was wir wollen. Wir sind hier sehr hungrig angekommen. Wir wollen den nächsten Erfolg", sagte Trainer Thomas Tuchel am Dienstag in Atlanta: "Wir respektieren den Gegner, aber wir machen es nicht größer, als es ist. Wir sind aufgeregt, dankbar und sehr hungrig."

"Emotionaler Moment": Porro widmet Treffer seinem Sohn

Im größten Moment seiner Karriere dachte Pedro Porro sofort an seine Familie. Im Schneidersitz und mit der ausgestreckten rechten Faust feierte Spaniens Matchwinner sein entscheidendes 2:0 (58.) im WM-Halbfinale gegen Frankreich - und widmete das Tor damit seinem Sohn. "Er konnte heute nicht hier sein, weil er krank ist und Fieber hat", sagte Porro. Die Geste hatte sein Sohn auf einem Foto gemacht, das Porro kurz vor dem Turnierstart erhalten hatte - nun schickte der Rechtsverteidiger Grüße an seine Familie ins Hotel.

Frankreich weint: "Die Spieler sind am Boden"

Kylian Mbappé wusste, dass es vorbei war, als er in der 89. Minute einen Freistoß aus bester Position weit über das spanische Tor schoss. 0:2 stand es im Halbfinale von Arlington, die Zeit lief unerbittlich davon - und der bisher so irrsinnig starke Superstar fand im wichtigsten WM-Spiel einfach nicht statt. So ging es Ousmane Dembélé, so ging es auch Michael Olise: Der französische Super-Dreizack kratzte nicht mal an der stählernen spanischen Abwehr.

Textgröße ändern: