Pallade Veneta - Lipowitz bereit für Helferrolle – Team-Hierarchie bleibt offen

Lipowitz bereit für Helferrolle – Team-Hierarchie bleibt offen


Lipowitz bereit für Helferrolle – Team-Hierarchie bleibt offen
Lipowitz bereit für Helferrolle – Team-Hierarchie bleibt offen / Foto: ANNE-CHRISTINE POUJOULAT - SID

Florian Lipowitz stellt sich in der Schlusswoche der Tour de France auf eine Helferrolle für Remco Evenepoel ein - doch noch ist das letzte Wort in der Hierarchie beim Team Red Bull-Bora-hansgrohe nicht gesprochen. "Ich bin offen für alles. Remco hat gezeigt, dass er ganz vorne mitfahren kann", sagte Lipowitz nach der Bergankunft der 15. Etappe, die sein belgischer Teamkollege am Sonntag vor Spitzenreiter Tadej Pogacar gewonnen hatte.

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Für Doppel-Olympiasieger Evenepoel war es der dritte Tour-Etappensieg der Karriere. Erstmals aber gewann der 26-Jährige eine schwere Bergetappe. 2024 und 2025 hatte Evenepoel jeweils ein Einzelzeitfahren gewonnen. Der dritte Sieg im Kampf gegen die Uhr könnte am Dienstag folgen, wenn auf der 16. Etappe das 26,1 km lange Einzelzeitfahren nach Thonon-les-Bains ansteht. Der Kurs ist wie gemacht für den dreimaligen Zeitfahr-Weltmeister.

Das Gelbe Trikot von Titelverteidiger Tadej Pogacar (+5:00 Minuten) ist für Evenepoel außer Reichweite. Inzwischen hat Evenepoel als Zweitplatzierter der Gesamtwertung aber auch 1:48 Minuten Vorsprung auf den fünftplatzierten deutschen Hoffnungsträger Lipowitz herausgefahren. So klar, wie es scheint, ist die teaminterne Rangordnung aber noch nicht.

"Wir bleiben beim Zwei-Leader-Ansatz", sagte Sportchef Zak Dempster: "Natürlich ist Remco jetzt Zweiter. Der erste Part der Tour hat eher Remco in die Karten gespielt. Lipo hat eher einen Dieselmotor. Wir werden sehen, wie sie sich erholen."

Teamchef Ralph Denk äußerte sich im teameigenen Podcast nach der Etappe ähnlich. In der letzten Woche, wenn es wirklich ins Hochgebirge gehe, erwarte er "einen sehr, sehr starken Florian Lipowitz. Dann werden wir sehen, wie wir diese Stärke auch taktisch nutzen können", sagte Denk. Es sei aber noch zu früh darüber zu sprechen, wie genau diese Stärke taktisch zu nutzen sei.

"Wir genießen erst einmal den Etappensieg von Remco Evenepoel. Dieser Sieg gehört der gesamten Mannschaft", sagte Denk: "Am Dienstag steht das Zeitfahren an. Erst danach werden wir uns die Gesamtwertung genau ansehen und entscheiden, mit welcher Taktik wir in die nächste Etappe gehen, wer für wen arbeitet und wie das Gesamtkonstrukt ausschaut."

H.Lagomarsino--PV

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