Pallade Veneta - Ecker-Rosendahl würdigt Trainer Osenberg

Ecker-Rosendahl würdigt Trainer Osenberg


Ecker-Rosendahl würdigt Trainer Osenberg
Ecker-Rosendahl würdigt Trainer Osenberg / Foto: Malte Ossowski/SVEN SIMON - picture-alliance/SID

Für Leichtathletik-Olympiasiegerin Heide Ecker-Rosendahl (79) war ihr verstorbener Trainer Gerd Osenberg weit mehr als ein versierter Übungsleiter. "Er konnte sehr gut auf den einzelnen Menschen eingehen – so, dass es einem Spaß gemacht hat, Leistungssport zu machen", sagte die zweimalige Goldmedaillengewinnerin von München 1972 im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (SID).

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Osenberg, dessen Athletinnen und Athleten elf olympische Medaillen, darunter vier goldene, holten, verstarb im Alter von 89 Jahren. Das teilte sein Verein TSV Bayer Leverkusen mit. "Ich wusste, dass es ihm schon seit einer Weile nicht mehr gut ging", erzählte Ecker-Rosendahl: "Er wohnte ja hier bei mir in der Nachbarschaft, und ich habe ihn auch immer wieder besucht. Ich war auch am Todestag noch einmal da und habe mich von ihm verabschiedet."

Osenberg, der aus dem Bergischen Radevormwald in der Nähe von Köln stammt, gehört zu den erfolgreichsten Trainern der deutschen Leichtathletik. Für seine Verdienste wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz sowie dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Auch nach seinem Rücktritt gab Osenberg im hohen Alter seine Erfahrung weiter.

Eine seiner letzten Top-Athletinnen war Stabhochspringerin Silke Spiegelburg. Die 40-Jährige schrieb tieftraurig bei Instagram: "Du hast die Leichtathletik geprägt, warst ein fantastischer Trainer, ein besonderer Mensch, und ich bin für die Zeit, die ich bei Dir trainieren durfte, sehr sehr dankbar. Ich habe so viel von Dir gelernt, was ich heute selber im Training bei meinen Athleten anwende. Danke für alles. Ruhe in Frieden."

Ecker-Rosendahl bedauert, dass es einen Trainertyp wie Osenberg nicht mehr gibt. "Er hat vom Speerwerfen bis zum 800-Meter-Lauf oder 1500-Meter-Lauf alles gemacht. Da war ihm jede Disziplin wichtig, diese Vielseitigkeit findet man heute bei Trainern so gut wie gar nicht mehr", sagte sie und erinnerte sich an den "ruhigen, besonnenen" Menschen Gerd Osenberg.

Der trainierte in Leverkusen vor allem die Frauen, neben Ecker-Rosendahl gewannen auch die Hochspringerinnen Ulrike Nasse-Meyfarth und Heike Henkel olympisches Gold. Zu seinen Schützlingen gehörte zudem Rita Wilden, die 1972 über 400 m Silber und Bronze über 4x400 m holte. Auch Hochspringer Carlo Thränhardt, EM-Dritter von 1986, lernte bei Osenberg.

M.Jacobucci--PV

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