Pallade Veneta - Chaos in Italien: Pirlo ist wohl raus, Maldini droht

Chaos in Italien: Pirlo ist wohl raus, Maldini droht


Chaos in Italien: Pirlo ist wohl raus, Maldini droht
Chaos in Italien: Pirlo ist wohl raus, Maldini droht / Foto: Masotti - picture-alliance/SID

Er war der Wunschkandidat nach den Absagen von Pep Guardiola und Carlo Ancelotti, nun aber steht Andrea Pirlo im Mittelpunkt einer Kontroverse um die Besetzung des Trainerpostens bei der italienischen Fußball-Nationalmannschaft. Zugleich droht nun auch der Rückzug des gerade erst zum Technischen Direktor berufenen Paolo Maldini, der sich für den nicht mehr tragbaren Pirlo eingesetzt hatte.

Textgröße ändern:

Pirlo ist angesichts eines Vertrages mit dem russischen Wettanbieter Fonbet in die Kritik geraten und beim Verband FIGC daher in Ungnade gefallen. "In der vergangenen Nacht habe ich erfahren, dass ich kein Kandidat mehr für den Cheftrainerposten der italienischen Nationalmannschaft bin", schrieb der Weltmeister von 2006 am Montagmorgen bei Instagram. Zugleich wehrte er sich "mit großer Verbitterung" gegen die Vorwürfe.

"Die berufliche Zusammenarbeit, die Gegenstand der jüngsten Kontroverse war, entstand im Rahmen meiner Tätigkeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten und ist ausschließlich kommerzieller und sportlicher Natur", rechtfertigte sich Pirlo. Der 47-Jährige, derzeit noch Trainer des Dubai FC, hatte unter anderem im Mai an einem "Tag des Fußballs" in Moskau teilgenommen, Veranstalter war Fonbet. Der Termin hatte Pirlo schon damals heftige Kritik eingebracht.

"Dieser Zusammenarbeit eine politische Bedeutung zuzuschreiben, bedeutet, mir Überzeugungen zu unterstellen, die ich nie geäußert habe und die nicht die meinen sind", betonte Pirlo. Dies zu beurteilen, liegt nun aber zunächst in der Verantwortung von Verbandspräsident Giovanni Malagò, der die Verträge von Pirlo genau prüfen will.

Eine Zukunft für Pirlo aber scheint es nach seiner eigenen Einschätzung nicht zu geben. "Ich möchte Maldini und Leonardo für die Wertschätzung und das Vertrauen danken, das sie mir entgegengebracht haben", erklärte er in seinem Statement. Seine "Liebe zu Italien hängt nicht von einem Jobtitel ab. Sie ist Teil meiner Geschichte, meiner Identität, und sie wird mich immer begleiten."

Als mögliche Kandidaten für den Posten gelten nun wieder Roberto Mancini und Antonio Conte. Allerdings droht die FIGC dann wieder ohne Technischen Direktor dazustehen. Maldini hat offenbar angekündigt, ohne Pirlo stünde auch er nicht mehr zur Verfügung für einen strukturellen Neuaufbau.

D.Bruno--PV

Empfohlen

"Um die Ohren fliegen": Klopp erklärt Kongress-Verzicht

Sein Kommen war lange ausgemacht, doch als frischgebackener Bundestrainer wollte sich Jürgen Klopp dann doch nicht auf dem Internationalen Trainer-Kongress an seiner alten Wirkungsstätte Mainz präsentieren. Sein Auftritt dort hätte ihm "in den nächsten Tagen und Wochen um die Ohren fliegen" können, damit entschuldigte sich der 59-Jährige in einer Grußbotschaft für sein Fernbleiben. Klopp wurde von DFB-Sportdirektor Rudi Völler vertreten.

Völler: Kimmich bleibt tragende Säule

Kapitän Joshua Kimmich bleibt auch nach dem dritten WM-Desaster in Serie eine tragende Säule der deutschen Fußball-Nationalmannschaft unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp. "Ich gehe mal davon aus", sagte DFB-Sportdirektor Rudi Völler auf dem "Internationalen Trainer-Kongress" in Mainz auf eine entsprechende Frage und ergänzte: "Jo Kimmich hat es in vielen Länderspielen bewiesen, dass er ein Fahnenträger ist, ein toller Kapitän. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da eine große Veränderung geben wird."

Völler: Kimmich bleibt Kapitän

Kapitän Joshua Kimmich bleibt auch nach dem dritten WM-Desaster in Serie eine tragende Säule der deutschen Fußball-Nationalmannschaft unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp. "Ich gehe mal davon aus", sagte DFB-Sportdirektor Rudi Völler auf dem "Internationalen Trainer-Kongress" in Mainz auf eine entsprechende Frage und ergänzte: "Jo Kimmich hat es in vielen Länderspielen bewiesen, dass er ein Fahnenträger ist, ein toller Kapitän. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da eine große Veränderung geben wird."

Infantino teilt aus: "Ihr spaltet, wir vereinen"

Eine Woche nach dem Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada hat FIFA-Präsident Gianni Infantino seine Kritiker auf bemerkenswerte Weise attackiert. In einem 15-teiligen Beitrag bei Instagram warf der Chef des Weltverbandes Journalisten und Beobachtern unter anderem vor, "Hass und falsche Gerüchte zu verbreiten".

Textgröße ändern: