Fecht-WM: Eifler-Gold glänzt allein
Keine weitere Medaille für den Deutschen Fechter-Bund: Nach dem sensationellen WM-Triumph von Säbelfechterin Larissa Eifler am Sonntag blieb für die deutsche Mannschaft weiteres Edelmetall aus. Sowohl die Florett-Equipe der Frauen als auch das Säbelteam der Männer schieden am Abschlusstag im Achtelfinale aus. Damit endet die WM in Hongkong für den DFeB mit einer einzigen Goldmedaille, die ein Ausreißer nach oben blieb.
Die besten weiteren Ergebnisse erzielten Gala Hess Sancho mit dem Degen sowie die Männer-Florett-Equipe, die den elften Platz erreichten. Keine deutsche Mannschaft erreichte ein Viertelfinale. Im Einzel kam die ehemalige Florett-Europameisterin Leonie Ebert bei ihrem Comeback auf Platz 31, der ehemalige Säbel-Weltmeister Matyas Szabo auf Rang 32.
Sportdirektor Tobias Kirch will sich deshalb von Eiflers Erfolg "nicht blenden lassen". Der einst so medaillenverwöhnte Verband befindet sich nach Jahren im Tief im Aufbau. "Die Umstellungen, die wir vorgenommen haben, sind keine drei Jahre her", sagte Kirch dem SID. Der Blick geht bereits in Richtung der Sommerspiele 2028 in Los Angeles. Bis dahin will der DFeB eine "breitere Aufstellung" erreichen - bei den Spielen von Paris 2024 stellte der Verband lediglich zwei Athleten.
Richtung Brisbane 2032 will man es schaffen, "wirklich wieder Erfolge zu erzielen". Zugleich solle dies aber nicht heißen, weitere Medaillen oder Überraschungen "wie die von Larissa sind verboten – aber von der Planung und der Ausrichtung her ist das die realistische Zielsetzung", betonte Kirch.
F.Amato--PV