Pallade Veneta - Fifa hält trotz Kritik an Investoren-Plänen fest

Fifa hält trotz Kritik an Investoren-Plänen fest


Fifa hält trotz Kritik an Investoren-Plänen fest
Fifa hält trotz Kritik an Investoren-Plänen fest / Foto: Mandel NGAN - AFP/Archiv

Der Fußball-Weltverband Fifa hält trotz heftiger Kritik an seinen Plänen zum Verkauf von WM-Anteilen an Investoren fest. Der geplante Konsultationsprozess sei "durch falsche Medienberichte gestört" worden, hieß es am Freitag in einer Stellungnahme der Fifa. "Wir werden diesen Konsultationsprozess fortsetzen, um sicherzustellen, dass jeder Mitgliedsverband seine Stimme auf Grundlage von Fakten abgeben kann", hieß es weiter.

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Die Fifa erklärte, sie habe die Kritik unter anderem des europäischen Fußball-Dachverbands Uefa zur Kenntnis genommen. "Wir respektieren die öffentlich geäußerten Rückmeldungen und Bedenken und bekräftigen unser Bekenntnis zu einer offenen und demokratischen Konsultation", hieß es in der Stellungnahme. "Niemand verkauft den Fußball", erklärte der Weltverband. "So etwas würde die Fifa niemals in Betracht ziehen."

Die Pläne von Fifa-Boss Gianni Infantino sehen vor, eine neue Tochtergesellschaft zu gründen, die künftig die Rechte an der Austragung von Turnieren wie der WM und der Club-WM halten soll. Investoren sollten Minderheitenrechte an dem Konzern erwerben können. Allein in diesem Jahr hätte das 4,2 Milliarden Dollar (3,7 Milliarden Euro) in die Kassen spülen sollen.

Infantino hatte allen 221 Fifa-Mitgliedern eine Einmalzahlung in Höhe von 20 Millionen Dollar (umgerechnet 17 Millionen Euro) und weitere Fördermittel in Aussicht gestellt - allerdings nur, wenn die Verbände seine Pläne absegnen.

Mehrere Fußball-Dachverbände hatten Infantinos Pläne heftig kritisiert. Die Uefa drohte der Fifa mit einem WM-Boykott. Der europäische Fußball-Dachverband erklärte, dass alle 55 europäischen Mitgliedsverbände den Vorschlag der Fifa "unmissverständlich" abgelehnt hätten.

Ablehnung kam auch vom Nord- und Mittelamerika-Dachverband Concacaf. Alle 41 Mitgliedsverbände hätten die Fifa-Pläne abgelehnt, teilte der Dachverband am Donnerstag mit.

Kritik an den Plänen kommt auch aus anderen Weltregionen, wie von der Asiatischen Fußball-Konföderation (AFC). Der Afrikanische Fußballverband CAF hatte seine Mitglieder unlängst dazu aufgerufen, den Fifa-Vorschlag zu prüfen.

Die Fifa muss ihr Vorhaben noch vom 38-köpfigen Fifa-Rat und der Mehrheit der 211 Mitgliedsverbände genehmigen lassen. Der Verband will dem Rat die Pläne in Kürze vorlegen.

L.Barone--PV

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